Berufe, die die Welt kaum kennt: Synchronsprecher
In Deutschland ist es Tradition, das Übersetzen ausländischer Texte in
ausländischen Filmen. Anders als beispielsweise in Dänemark gibt es bei
uns kaum Filme mit Untertiteln in Originalsprache. Damit der Film auch
eingedeutscht werden kann, bedarf es unter anderem der Synchronsprecher.
Nchdem der Originaltext übersetzt wurde, wird danach ein sogenannter
lippensynchroner Text gebastelt, den dann die Synchronsprecher auf den
Punkt genau zu sprechen haben. Dabei wird der gesamte Film in kleine Stücke
geschnitten, den “Takes”. Ein Kinofilm hat durchschnittlich 900 solcher Takes,
die synchronisiert werden müssen. So ein mundgerechtes Stück wird dem
Synchronsprecher mit je 3,50 Euro vergütet, zusätzlich erhält er eine Grundgage
von 53 Euro. Damit kann man nicht wirklich reich werden. Aber wer will das schon?
Dann doch eher eine markante Stimme haben, die nach Bruce Willis oder James Bond
klingt. Kommt wahrscheinlich gleichermaßen gut bei Frauen und Männern an…
Dietmar J. Harms
