Verrückt! – Ausbildungsvergütung und Gehalt einer Krankenpflegerin

    Die Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin dauert drei Jahre. Die meisten Krankenhäuser stellen zweimal jährlich (01.04. und 01.10.) Auszubildende ein. Die Ausbildungsvergütung in den alten Bundesländern beträgt im 1. Ausbildungsjahr ca. 810 Euro, erhöht sich nach einem Jahr um ca. 60 Euro und liegt im 3. Ausbildungsjahr bei ca. 970 Euro. Nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung verdient eine Krankenpflegerin in Berlin am meisten, nämlich 2.047 Euro brutto. In Thüringen wird diese Tätigkeit mit 1.998 Euro entlohnt, und eine Krankenpflegerin in Bayern bezieht ein Bruttomonatsgehalt von 1.982 Euro. Die bestzahlenden drei Bundesländer tun sich also nicht viel. Umso gravierender stellt sich der Verdienstunterschied dar, blickt man auf die Gehaltsabrechnung einer Krankenpflegerin in Bremen. Dort ist das Bruttogehalt für diesen verantwortungsvollen und anstrengenden Beruf bei gerade einmal 1.113 Euro angesiedelt. Mehr Krankenpflegerin – Gehälter findet man hier.

     Krankenpflegerin Gehalt - IKrankenpflegerin Gehalt - II

    Beruf und Berufung zugleich

    Der Beruf der Gesundheits- und Krankenpflegerin erfordert neben fundiertem Wissen ein hohes Maß an Enthusiasmus und Freude am Umgang mit Menschen aller Altersgruppen. Medizinische Sachverhalte verbinden sich im Beruf der Krankenpflegerin mit helfenden Tätigkeiten. Soziale Kompetenzen sind unabdingbar. Daneben stellen physische und psychische Belastbarkeit, Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Engagement weitere wichtige Voraussetzungen dar, um den täglichen Anforderungen als Krankenpflegerin gewachsen zu sein.

    Wirkungskreis und Kenntnisse einer Krankenpflegerin

    Gesundheits- und Krankenpflegerinnen arbeiten in Facharztpraxen, Krankenhäusern, Pflegeheimen oder Gesundheitszentren. Die Hauptaufgabe einer Krankenpflegerin besteht in der eigenverantwortlichen Pflege und Versorgung kranker Menschen. Obwohl eine Krankenpflegerin die Behandlungsmaßnahmen nach ärztlicher Anweisung durchführt, werden während der 3-jährigen Ausbildungszeit umfangreiche Wissensgrundlagen in der Gesundheits- und Krankenpflege sowie der Pflege- und Gesundheitswissenschaften vermittelt. Des Weiteren erlangt eine angehende Krankenpflegerin pflegerelevante Kenntnisse der Naturwissenschaften und der Medizin, erhält Einblicke in die Geistes- und Sozialwissenschaften und muss sich mit Recht, Politik und Wirtschaft auseinandersetzen. Letzteres erklärt sich daraus, dass auf eine Gesundheits- und Krankenpflegerin zuweilen administrative Verwaltungsaufgaben zukommen und sie mit sozialen Diensten zusammenarbeitet. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn für einen pflegebedürftigen Menschen ein Senioren- oder Pflegeheimplatz gefunden werden muss.

    Medizinische Tätigkeiten einer Krankenpflegerin

    Einer Krankenpflegerin obliegt nicht nur die Pflege und Versorgung, sie assistiert auch bei ärztlichen Untersuchungen, trifft Operationsvorbereitungen, hilft bei Infusionen und kennt sich selbstverständlich mit der Bedienung von Beatmungs-, Blutdruckmess- und Absauggeräten aus. Darüber hinaus erfasst eine Krankenpflegerin Patientendaten, informiert den Arzt umgehend über gesundheitliche Auffälligkeiten der Patienten und ist bei einer Visite anwesend. Eigenverantwortlich versorgen Gesundheits- und Krankenpflegerinnen Wunden, nehmen Blut ab, legen Schienen und Verbände an. Die Tätigkeiten sind sehr vielschichtig und verlangen ein hohes Maß an Konzentration, Verantwortungsbewusstsein, technischem Verständnis und Einfühlungsvermögen gegenüber den Patienten.

    Beruf mit Zukunft

    Zweifelsohne wächst der Bedarf an Pflegepersonal stetig an. Alleine in Nordrhein-Westfalen, wo bereits in 2008 die Anzahl der in Krankenhäusern Beschäftigten bei 250.123 lag, wuchs bis 2010 das Krankenhauspersonal auf 257.092 an. Diese Tendenz zieht sich quer durch die alten und neuen Bundesländer. Allerorts ist ein personeller Anstieg in den Krankenhäusern zu verzeichnen. Dank des medizinischen Fortschritts können viele Krankheiten mittlerweile mit entsprechenden Pflegemaßnahmen und Medikamenten lange auf einem Stand gehalten werden. Das eröffnet dem Beruf der Gesundheits- und Krankenpflegerin gute Zukunftsperspektiven.

    Krankenhauspersonal in Nordrhein-Westfallen / Quelle: Statista

    Krankenhauspersonal in Nordrhein-Westfallen / Quelle: Statista

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