572 Mio. Verlust bringen 38 Prozent mehr Gehalt
Was ist heute noch normal? Die Verantwortlichen im Springer-Verlag? Die Bundes-
regierung? Der Pabst?
Mathias Döpfner, der Vorstandschef von Springer hat jedenfalls 572 Mio. Verlust mit
dem Versuch eingefahren, der Post mit der PinGroup Paroli zu bieten. Okay, dumm
gelaufen das mit dem Mindestlohn, oder auch nicht, je nachdem, zu welchem Zeit-
punkt man es betrachtet.
Die Springer-Verantwortlichen hatten sich das Geld anscheinend aus der Portokasse
geholt. Anders kann man sich die darauf folgende Gehaltserhöhung der vier Vorstands-
mitglieder um satte 38 Prozent wohl nicht erklären.
Ein Glück, dass der sonstige Umsatz des Verlages im vergangenen Jahr ordentlich zulegte.
Zusammen mit dem Verkauf seiner Beteiligung an “Pro Sieben Sat 1″, der schon allein knapp
500 Millionen Euro reinspülte, wird Springer für 2007 rund vier Euro Dividende an seine
Aktionäre ausschütten können.
Schöne “verkerhte” Welt.
Dietmar J. Harms
