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17.04.2008, 22:07
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Neuer Benutzer
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Registriert seit: 09.04.2008
Beiträge: 25
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Mindestlohn
In vielen Ländern gibt es Mindestlöhne, in Deutschland wohl nicht, oder noch nicht in vielen Bereichen. Mich würde mal verschiedene Gedanken zu dem Thema interessieren. Ist ein Mindestlohn sinnvoll? Nicht? Warum? Welche Folgen werden befürchtet?
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17.04.2008, 22:25
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Neuer Benutzer
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Registriert seit: 10.04.2008
Beiträge: 28
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Also ich find einen Mindestlohn total gut, weil es ganz viel Ausbeutung gibt, gerade im Osten. Man muss doch auch leben können, wenn man schon Vollzeit arbeitet. Ist doch echt unfair, sich abzurackern, pünktlich zu sein und so und dann reicht das Geld am Ende doch nicht. Nee, Mindestlohn muss sein.
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23.04.2008, 22:08
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Registriert seit: 21.04.2008
Beiträge: 47
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zweischneidig
Ein Mindestlohn ist eine zweischneidige Angelegenheit.
Zum Einen ist durch ein Mindestlohn bei regulärem Stundenvolumen von 35 Wochenstunden ein Einkommen zu Überleben und etwas Leben sichergestellt. Das muss auch so sein, meine ich.
Denn es werden sowieso nur noch Areiten durchgeführt, die vorgeschreiben oder notwendig sind. Alles andere wird nicht ehr gemacht. Für diese Arbeiten muss und kann auch ein Mindestlohn gezhalt werden.
Zum Anderen ist der Mindestlohn auch eine Gefahr, dass zunehmend mehr notwendige Arbeiten nur noch zum Mindestlohn angeboten werden. Vor allem in der aktuellen Sachlage von wie über 5 Mio ALG-Empfängern.
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23.04.2008, 23:04
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Registriert seit: 09.04.2008
Beiträge: 36
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Zitat:
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Zum Anderen ist der Mindestlohn auch eine Gefahr, dass zunehmend mehr notwendige Arbeiten nur noch zum Mindestlohn angeboten werden. Vor allem in der aktuellen Sachlage von wie über 5 Mio ALG-Empfängern.
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Das ist eine ganz interessante These, an die ich im Zusammenhang mit der Mindestlohndebatte noch gar nicht gedacht habe: nämlich dass der Mindestlohn nicht etwa die unterste Grenze darstellt, für die Leute arbeiten müssen, sondern dass die Gefahr besteht, dass er eher zum Regellohn wird und somit das allgemeine Lohnniveau nicht stabilisiert, sondern senkt. An sich finde ich den Gedanken Mindestlöhn nämlich auch sehr gut. Es kann nicht sein, dass ein arbeitender Mensch weniger verdient als jemand, den der Staat finanziert - und doch gibt es Berufsgruppen, wo genau das der Fall ist.
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Geld allein macht nicht glücklich, aber es beruhigt  .
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24.04.2008, 21:26
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Neuer Benutzer
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Registriert seit: 14.04.2008
Beiträge: 9
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Ich finde, ordentliche Arbeit muss auch ordentlich bezahlt werden. Deshalb haben wir eine leistungsgerechte Vergütung im Betreib eingeführt. Es gibt auch Prämien für gewisse Dinge. Wer sich anstrengt, soll auch was davon haben, die anderen bekommen eben nur das Grundgehalt. Einen Mindestlohn finde ich Blödsinn, schließlich macht ja nicht jeder seine Arbeit gleich gut. Wobei ich schon auch die Gefahr sehe, dass manch ein Arbeitgeber das ausnützt und sich sagt; wenn andere für das Geld arbeiten können, dann müssen das meine Leute eben auch.
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24.04.2008, 23:55
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Registriert seit: 21.04.2008
Beiträge: 47
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Eine positive Wirkung eines Mindestlohns dann der wegfallende Firmentourismus. In einer Branche, deren Bezahlung sich auf Mindestlohnniveau befindet, z.B Reinigungsdienste, werden nur noch Firmen der Umgebung beauftrag werden können. Warum? ganz einfach: alle Firmen, die weiter weg sind teuer, denn die haben ja die Fahrtkosten oben drauf. die Preise haben sich dann "erfolgreich" bei allen am untersten Niveau eingestellt.
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28.04.2008, 21:00
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Registriert seit: 15.04.2008
Ort: Köln
Beiträge: 35
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Erfolgreich am untersten Niveau eingependelt - das klingt so negativ. Mindestlohn muss ja nicht heißen, dass jeder nur das Minimum bekommt, sondern, dass eben niemand NOCH weniger bekommt. Natürlich versuchen Firmen immer, den Lohn möglichst niedrig zu halten, aber wenn alle auf dem gleichen niedrigen Niveau liegen, dann lohnt sich dieser Jobtourismus halt nicht mehr, was wiederum für viele Arbeitnehmer auch eine Entlastung ist. Wenn ein Gebäudereiniger in Cottbus genausoviel verdient wie einer in Köln, dann muss eine Firma diesen Menschen nicht durch die halbe Republik karren, damit er seine Arbeit tut. Hat ja auch einen umweltpolitischen Aspekt, oder?
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