Architekt Gehalt bundesweit

2,096 - 4,786

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*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Architekt / Architektin

Datenbasis: 2,470 Datensätze aus 2015/2016
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2,096 € 2,926 € 4,786 €
Baden-Württemberg 2,078 € 3,007 € 4,871 € Jobs Architekt / Architektin
Bayern 2,192 € 3,002 € 4,441 € Jobs Architekt / Architektin
Berlin 1,914 € 2,748 € 3,915 € Jobs Architekt / Architektin
Brandenburg 1,717 € 2,106 € 3,689 € Jobs Architekt / Architektin
Bremen 2,148 € 3,029 € 5,041 € Jobs Architekt / Architektin
Hamburg 2,183 € 2,902 € 4,142 € Jobs Architekt / Architektin
Hessen 2,197 € 3,056 € 5,197 € Jobs Architekt / Architektin
Mecklenburg-Vorpommern 1,788 € 2,356 € 4,004 € Jobs Architekt / Architektin
Niedersachsen 1,991 € 2,696 € 4,160 € Jobs Architekt / Architektin
Nordrhein-Westfalen 2,122 € 2,878 € 4,888 € Jobs Architekt / Architektin
Rheinland-Pfalz 1,906 € 2,596 € 4,209 € Jobs Architekt / Architektin
Saarland 1,893 € 2,425 € 4,898 € Jobs Architekt / Architektin
Sachsen 1,715 € 2,226 € 3,074 € Jobs Architekt / Architektin
Sachsen-Anhalt 1,449 € 2,596 € 3,378 € Jobs Architekt / Architektin
Schleswig-Holstein 1,928 € 2,800 € 3,701 € Jobs Architekt / Architektin
Thüringen 1,723 € 2,306 € 4,240 € Jobs Architekt / Architektin

Architekt / Architektin:

1. Gehalt

Als Architekt liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.926 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 2470 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.096 € beginnen, Architekten in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 4.786 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.800 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.007 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Architekt in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.369 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.573 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.876 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.237 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.550 Euro brutto
  • 50 Jahre = 4.177 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.865 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.829 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.466 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Um den Beruf des Architekten auszuführen, eignet sich eine Ausbildung als Bauzeichner. Ein Beginn derselben setzt bestimmte Fähigkeiten voraus. Verständnis für Technik und Physik sowie für das virtuelle Denken besteht als zwingende Voraussetzung für diesen Beruf. Präzision und Ordnung bilden eine wichtige Arbeitsgrundlage für zukünftige Architekten. In einer Ausbildung als Bauzeichner erlernen sie den Umgang mit den entsprechenden Werkzeugen und IT-Programmen. Diese benötigen sie für das Erstellen technischer Zeichnungen. Für den Unterricht gelten gute Noten in der Mathematik als nützlich. Dies liegt an der vorwiegenden Arbeit mit Maßstäben, Längenmaßen und Winkeln.

Nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) besteht die Ausbildung zum Bauzeichner als anerkannter Ausbildungsberuf. Für eine Lehre kommen Firmen aus der privaten Wirtschaft und aus dem öffentlichen Dienst infrage. Private Betriebe stellen beispielsweise Architektur- und Ingenieurbüros dar. Die Dauer der Lehre beträgt in der Regel drei Jahre. Nach einer bundesweiten Regelung erfolgt die Ausbildung im dualen System. Kernthemen des Unterrichts beinhalten:

  • die Architektur,
  • das Ingenieurwesen,
  • den Tiefbau,
  • den Straßenbau
  • und den Landschaftsbau.

Grundvoraussetzung für einen Ausbildungsbeginn ist ein mittlerer Schulabschluss. In dem ersten Jahr der Lehre vermitteln die Ausbilder die Grundlagen für den Beruf des Bauzeichners. Der weitere Ausbau dieses Fachwissens folgt im zweiten Lehrjahr. Beenden die Auszubildenden dieses, absolvieren sie eine Zwischenprüfung. Diese qualifiziert sie für die spätere Abschluss-Prüfung.

3. Studium

An Hochschulen und Universitäten gibt es den Studiengang Architektur. In dem Bachelor-Studiengang erlernen die Studierenden statistische Berechnungen mit mathematischen Grundlagen. Ebenso bildet die finanzielle Planung eines Bauvorhabens einen wichtigen Lerninhalt. Mit einem Bachelor-Studium in diesem Bereich kommen die Interessenten in die Rubriken des Planens und Bauens. Jedoch qualifiziert es nicht zu der geschützten Berufsbezeichnung Architekt. Diesen Abschluss erhalten die Lernenden erst mit dem Absolvieren des Master-Studiengangs. Eine Vielzahl von Hochschulen bietet bei dem Master-Studium unterschiedliche Schwerpunkte an. Studierende wählen diese abhängig von ihren persönlichen Interessen.

Um als Architekt zu arbeiten, benötigen Interessierte einen Eintrag in der Architektenliste eines Bundeslandes. Diesen erhalten sie ausschließlich über eine Projektarbeit. Dafür führen sie nach Ende ihres Studiums ein Praktikum durch. Dessen Dauer variiert in den einzelnen Bundesländern. In der Regel beträgt es zwei bis drei Jahre.

Die eigentliche Dauer eines Architekturstudiums unterscheidet sich abhängig von dem gewünschten Abschluss. An Hochschulen und Fachhochschulen beträgt die Studienzeit neun Semester. Das Bachelor-Master-Studium dauert fünf Jahre und beinhaltet die Masterarbeit. In den Hochschulen fließen zu dem Unterricht gleichzeitig die Praxissemester ein. In vielen Fällen liegt die Studiendauer weit über der Regelstudienzeit.

Die Zulassungsvoraussetzung besteht in einem Abitur oder einer Fachhochschulreife. Zusätzlich benötigen die Bewerber Praktikums-Erfahrung. Von Vorteil zeigt sich eine Berufsausbildung im Bereich Bauwesen. Mehrere Hochschulen bitten die Bewerber zu Eignungstests. Diese bestehen in dem Vorlegen von Zeichnungen oder einer Gesprächsrunde. Zu den

Studienrichtungen gehören die Rubriken:

  • Architektur im Hochbau,
  • Innenarchitektur,
  • Landschafts-Architektur,
  • Städtebau,
  • Baumanagement,
  • Landbau
  • und Baudenkmalpflege.
4. Tätigkeit

Um als Architekt oder Architektin (FH/Uni) arbeiten zu können, ist ein abgeschlossenes Studium an einer Hochschule oder einer Universität zwingende Voraussetzung. Die Gehälter in dieser Berufsgruppe variieren abhängig vom Arbeitgeber sehr stark, meist ist das Einkommen an einen Stundenlohn und Prämienzahlungen gekoppelt. Architekten finden ein Arbeitsumfeld meist bei Architektur- und Ingenieursbüros, mitunter auch in der Selbstständigkeit oder bei großen Baufirmen. Architekten planen entsprechend den Wünschen des Kunden Baumaßnahmen. Dazu gehören Neu- und Umbauten. Sie klären die baurechtlichen Verhältnisse und erstellen ein Konzept zur Errichtung und Nutzung des Gebäudes. Sie arbeiten Pläne aus, deren Umsetzung sie auf der Baustelle überwachen.