Architekt Gehalt in Deutschland Gehalt in Deutschland

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*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Architekt / Architektin

Datenbasis: 2,596 Datensätze aus 2015/2016
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2,097 € 2,937 € 4,829 €
Baden-Württemberg 2,097 € 3,120 € 4,903 € Jobs Architekt / Architektin
Bayern 2,194 € 3,015 € 4,633 € Jobs Architekt / Architektin
Berlin 1,937 € 2,790 € 3,915 € Jobs Architekt / Architektin
Brandenburg 1,717 € 2,106 € 3,689 € Jobs Architekt / Architektin
Bremen 2,184 € 3,029 € 4,894 € Jobs Architekt / Architektin
Hamburg 2,195 € 2,920 € 4,208 € Jobs Architekt / Architektin
Hessen 2,201 € 3,080 € 5,242 € Jobs Architekt / Architektin
Mecklenburg-Vorpommern 1,827 € 2,356 € 3,866 € Jobs Architekt / Architektin
Niedersachsen 1,989 € 2,718 € 4,009 € Jobs Architekt / Architektin
Nordrhein-Westfalen 2,128 € 2,904 € 4,898 € Jobs Architekt / Architektin
Rheinland-Pfalz 1,856 € 2,596 € 4,169 € Jobs Architekt / Architektin
Saarland 1,917 € 2,703 € 5,481 € Jobs Architekt / Architektin
Sachsen 1,715 € 2,226 € 3,074 € Jobs Architekt / Architektin
Sachsen-Anhalt 1,449 € 2,596 € 3,378 € Jobs Architekt / Architektin
Schleswig-Holstein 1,942 € 2,800 € 3,699 € Jobs Architekt / Architektin
Thüringen 1,723 € 2,383 € 4,008 € Jobs Architekt / Architektin

Architekt / Architektin:

Architekt1. Gehalt

Wie viel verdienen Architekten? Das ist sehr unterschiedlich, weil die Berufsangehörigen hauptsächlich freiberuflich arbeiten. Aufgrund stetiger Schwankungen in der Bauwirtschaft, werden nämlich nur vergleichsweise wenige Festanstellungen angeboten. Aber auch, weil für die angestellten Mitarbeiter in Architekten-/Ingenieur- und Planungsbüros keine Tarifpflicht gilt, kann das individuelle Einkommen stark voneinander abweichen.

Das deutschlandweite Durchschnittsgehalt als Architekt / Architektin beträgt 2.937 € pro Monat bzw. 35.244 € pro Jahr. Dieser Wert ergibt sich aus 2.596 Datensätzen, die wir in den letzten zwei Jahren ermittelt haben. Die allgemeine Gehaltsspanne ist sehr weit. Während ein Viertel der gesamten Gehälter im Bereich um 2.097 € liegt, beträgt ein Viertel der Architektengehälter mehr als 4.829 €.

Das Gehalt von Architekten hängt am stärksten von der Berufserfahrung ab

Einsteiger können sich im Schnitt auf 2.361 € freuen. Dabei haben sie in der Regel einen Fachhochschul- oder Hochschulabschluss (Bachelor, Master). Was festzustellen ist: unterscheiden sich die Gehälter von Männern und Frauen beim Berufseinstieg kaum voneinander (Frauen: 2.308 €, Männer: 2.383 €), entsteht im Laufe des Berufslebens doch eine deutliche Differenz: Frauen verdienen im Schnitt insgesamt 2.716 € brutto im Monat, während Männer auf 3.241 € kommen.

Das weitere Gehalt hängt allerdings in erster Linie von der konkreten Berufserfahrung ab. Generell leitet sich der Verdienst für Architekten häufig von der Bausumme bzw. dem Budget des jeweiligen Projektes ab. Je mehr Berufserfahrung Architekten vorweisen können, desto höher kann ihre Verantwortung und können die Budgets für ihre Aufträge ausfallen, sodass parallel das Gehalt ansteigt.

  • 25 Jahre = 2.383 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.573 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.891 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.255 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.594 Euro brutto
  • 50 Jahre = 4.166 Euro brutto

Auch die Firmengröße entscheidet über das Monatsgehalt

Ein weiterer großer Einflussfaktor auf das Gehalt ist die Firmengröße, wenn Architekten angestellt sind. Im Gegensatz zu kleinen und mittelständischen Planungsbüros, lässt sich in Baukonzernen ab 1.000 Mitarbeitern um rund 50 – 60% steigern.

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.872 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.846 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.474 Euro brutto

Standortfaktor des Unternehmens als Einflussfaktor auf den Verdienst

Neben diesen und anderen Faktoren hat auch der Standort des Arbeitgebers einen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. Ist man beispielsweise als Architekt in Brandenburg tätig, verdient man rund 2.106 €. Arbeitet man dagegen z.B. in Hessen, so kann man mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.080 € rechnen.

Bei allen genannten Angaben zum Gehalt als Architekt bzw. Architektin handelt es sich um Durchschnittswerte. Für genauere Informationen empfehlen wir unseren kostenlosen Gehaltscheck oder eine individuelle Gehaltsanalyse (zum Gehaltsvergleich).

Wie viel netto vom Bruttogehalt übrig bleibt, können sie schnell und leicht hier errechnen.

2. Ausbildung / Weiterbildung

Um den Beruf des Architekten auszuführen, eignet sich eine Ausbildung als Bauzeichner. Ein Beginn derselben setzt bestimmte Fähigkeiten voraus. Verständnis für Technik und Physik sowie für das virtuelle Denken besteht als zwingende Voraussetzung für diesen Beruf. Präzision und Ordnung bilden eine wichtige Arbeitsgrundlage für zukünftige Architekten. In einer Ausbildung als Bauzeichner erlernen sie den Umgang mit den entsprechenden Werkzeugen und IT-Programmen. Diese benötigen sie für das Erstellen technischer Zeichnungen. Für den Unterricht gelten gute Noten in der Mathematik als nützlich. Dies liegt an der vorwiegenden Arbeit mit Maßstäben, Längenmaßen und Winkeln.

Nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) besteht die Ausbildung zum Bauzeichner als anerkannter Ausbildungsberuf. Für eine Lehre kommen Firmen aus der privaten Wirtschaft und aus dem öffentlichen Dienst infrage. Private Betriebe stellen beispielsweise Architektur- und Ingenieurbüros dar. Die Dauer der Lehre beträgt in der Regel drei Jahre. Nach einer bundesweiten Regelung erfolgt die Ausbildung im dualen System. Kernthemen des Unterrichts beinhalten:

  • die Architektur,
  • das Ingenieurwesen,
  • den Tiefbau,
  • den Straßenbau
  • und den Landschaftsbau.

Grundvoraussetzung für einen Ausbildungsbeginn ist ein mittlerer Schulabschluss. In dem ersten Jahr der Lehre vermitteln die Ausbilder die Grundlagen für den Beruf des Bauzeichners. Der weitere Ausbau dieses Fachwissens folgt im zweiten Lehrjahr. Beenden die Auszubildenden dieses, absolvieren sie eine Zwischenprüfung. Diese qualifiziert sie für die spätere Abschluss-Prüfung.

3. Studium

An Hochschulen und Universitäten gibt es den Studiengang Architektur. In dem Bachelor-Studiengang erlernen die Studierenden statistische Berechnungen mit mathematischen Grundlagen. Ebenso bildet die finanzielle Planung eines Bauvorhabens einen wichtigen Lerninhalt. Mit einem Bachelor-Studium in diesem Bereich kommen die Interessenten in die Rubriken des Planens und Bauens. Jedoch qualifiziert es nicht zu der geschützten Berufsbezeichnung Architekt. Diesen Abschluss erhalten die Lernenden erst mit dem Absolvieren des Master-Studiengangs. Eine Vielzahl von Hochschulen bietet bei dem Master-Studium unterschiedliche Schwerpunkte an. Studierende wählen diese abhängig von ihren persönlichen Interessen.

Um als Architekt zu arbeiten, benötigen Interessierte einen Eintrag in der Architektenliste eines Bundeslandes. Diesen erhalten sie ausschließlich über eine Projektarbeit. Dafür führen sie nach Ende ihres Studiums ein Praktikum durch. Dessen Dauer variiert in den einzelnen Bundesländern. In der Regel beträgt es zwei bis drei Jahre.

Die eigentliche Dauer eines Architekturstudiums unterscheidet sich abhängig von dem gewünschten Abschluss. An Hochschulen und Fachhochschulen beträgt die Studienzeit neun Semester. Das Bachelor-Master-Studium dauert fünf Jahre und beinhaltet die Masterarbeit. In den Hochschulen fließen zu dem Unterricht gleichzeitig die Praxissemester ein. In vielen Fällen liegt die Studiendauer weit über der Regelstudienzeit.

Die Zulassungsvoraussetzung besteht in einem Abitur oder einer Fachhochschulreife. Zusätzlich benötigen die Bewerber Praktikums-Erfahrung. Von Vorteil zeigt sich eine Berufsausbildung im Bereich Bauwesen. Mehrere Hochschulen bitten die Bewerber zu Eignungstests. Diese bestehen in dem Vorlegen von Zeichnungen oder einer Gesprächsrunde. Zu den

Studienrichtungen gehören die Rubriken:

  • Architektur im Hochbau,
  • Innenarchitektur,
  • Landschafts-Architektur,
  • Städtebau,
  • Baumanagement,
  • Landbau
  • und Baudenkmalpflege.
4. Tätigkeit

Der Berufseinstieg von Architekten beginnt verheißungsvoll: Nach erfolgreich abgeschlossenem Studium starten sie bei einem international renommierten Architekturbüro und kreieren dort hauptsächlich Entwürfe für Wettbewerbe. Ein Traumjob.

In der Realität finden längst nicht alle Architekten finden einen solchen Traumjob. Ganz im Gegenteil: Für junge Architekten ist eine feste Stelle nach dem Studium sogar nicht unbedingt die Regel. Nicht selten dienen sie als billige Langzeit-Praktikanten, um überhaupt auf Berufserfahrung zu kommen.

Architekten finden ihr Arbeitsumfeld meist bei Architektur- und Ingenieursbüros, mitunter auch in der Selbstständigkeit oder bei großen Baufirmen. Im Allgemeinen planen sie entsprechend den Wünschen des Kunden Baumaßnahmen. Dazu gehören Neu- und Umbauten. Die Berufsangehörigen klären die baurechtlichen Verhältnisse und erstellen ein Konzept zur Errichtung und Nutzung des Gebäudes.
Die Zeiten, in denen sich Architekten ausschließlich mit gestalterischen Ideen und Entwürfen beschäftigen, sind allerdings vorbei. Gefragt sind heute eher “Job-Allrounder”, die vom Grundlagenentwurf bis hin zur Objektüberwachung alle Bauphasen verantworten.