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Gehalt Baumaschinenmechaniker / in

Datenbasis: 47 Datensätze aus 2014/2015

Baumaschinenmechaniker / in:

1. Gehalt

Ein Baumaschinenmechaniker verdient in Deutschland durchschnittlich 2.405 €, basierend auf 47 Datensätzen. Die Bruttomonatsgehälter starten bei 1.696 € und können teilweise bis zu 3.927 € pro Monat betragen.

Die regionalen Einflüsse machen sich auch für den Baumaschinenmechaniker bemerkbar. Während die Bezüge in den nördlichen Bundesländern, hier zum Beispiel in Schleswig-Holstein bei etwa 2.244 € liegen, kann man in Baden-Württemberg auf ein monatliches Durchschnittsgehalt von 2.667 € kommen. Dem häufig höheren Gehalt in den südlichen Bundesländern stehen aber in der Regel auch höhere Lebenshaltungskosten im Süden Deutschlands gegenüber.

Baumaschinenmechaniker Gehalt im Detail nach Alter :

  • 25 Jahre = 1.876 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.351 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.516 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.842 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.646 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.659 Euro brutto

Monatsgehalt nach Firmengröße:

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.253 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.659 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.040 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Der Beruf Baumaschinenmechaniker /-in ist die gebräuchliche Berufsbezeichnung für den Ausbildungsberuf Mechaniker /-in für Land- und Baumaschinentechnik (bis 2014), der wiederum von dem neuen Berufsbegriff Land- und Baumaschinenmechatroniker /-in abgelöst wurde (Berufsbezeichnung seit 01.08.2014). Es handelt sich hierbei um einen anerkannten Ausbildungsberuf in der Industrie und im Handwerk, der im dualen System erlernt werden kann. Der/die Auszubildende erwirbt die praktischen Kenntnisse im Ausbildungsbetrieb, die theoretischen fachübergreifenden Kenntnisse in der Berufsschule sowie in überbetrieblichen Kursen.

Die Qualifikation für diese Ausbildung ist ein abgeschlossener Schulabschluss. In den meisten Fällen ist der Abschluss der mittleren Reife Mindestanforderung. Die Ausbildungsbetriebe legen insbesondere Wert auf gute Leistungen in den Fächern Mathematik und Physik. Wer sich für diesen Beruf interessiert, sollte überdies handwerkliches und technisches Geschick besitzen und in der Lage sein, selbständig und eigenverantwortlich zu handeln.

Die Ausbildung erstreckt sich über 3,5 Jahre und beinhaltet in der Regel folgende Lerninhalte:

  • Instandsetzen, Warten, Pflegen sowie In- und Außerbetriebnahme von Fahrzeugen, Systemen, Maschinen, Geräten und Anlagen der Landmaschinentechnik und der Baumaschinentechnik
  • Montage, Demontage und Instandsetzen von fahrzeugtechnischen Systemen
  • Prüfen und Instandsetzen elektronischer und elektrischer Systeme
  • Herstellung von Bauteilen für Maschinen, Geräte und Anlagen
  • Grundlagen der Metallverarbeitung (Schweißen, Biegen, Richten, Drehen und Bohren)
  • Aus- und Umrüstung von Fahrzeugen und Maschinen für spezielle Verwendungs- und Transportzwecke, insbesondere mit Hub- und Ladeeinrichtungen sowie Kühl- und Heizsystemen
  • Kundendienst: Aufklärung über Bedienung, Funktion und Instandhaltung von Fahrzeugen, Maschinen, Geräten und Anlagen
  • Qualitätsmanagement
  • Qualitätssicherung

Zu Ende der Ausbildung steht in Industriebetrieben die Abschlussprüfung, in Handwerksbetrieben die Gesellenprüfung, die aus zwei Teilen sowie aus praktischen, mündlichen und schriftlichen Arbeitsaufgaben besteht. Wer sich für den Beruf Baumaschinenmechaniker /-in interessiert, sollte neben der Selbstständigen Arbeitsweise eine hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein und Belastbarkeit mitbringen und sowohl technisches Verständnis als auch Freude am Umgang mit Kunden mitbringen.

3. Studium
Als karrierefördernde Maßnahme kann der/die Baumaschinenmechaniker /-in sich über die Möglichkeiten eines Studiums informieren. Die Hochschulzugangsberechtigung vorausgesetzt ist beispielsweise das Studienfach Fahrzeugtechnik eine passende Fachrichtung.

Bei der Fahrzeugtechnik handelt es sich um ein Fachgebiet des Maschinenbaus und hat Bauweise, Technik und Antriebsmöglichkeiten von Fahrzeugen zum alleinigen Schwerpunkt. Das Gebiet basiert ebenso wie der allgemeine Fachbereich Maschinenbau auf den Fächern Mathematik, Physik, Thermodynamik und Fluidmechanik. Das Studienfach wird üblicherweise an Fachhochschulen oder an Universitäten als Teilbereich und Vertiefungsfach der Fachrichtung Maschinenbau studiert.

In der Vergangenheit war das Studium der Fahrzeugtechnik ein klassischer Ingenieursstudiengang. Im Zuge der Modernisierung und Globalisierung der Studienabschlüsse wurde der Ingenieursabschluss durch den Bachelor ersetzt. Das Studium dauert meist drei bis vier Jahren und schließt mit dem Bachelor of Engineering ab. Lerninhalte im Studium Bachelor Fahrzeugtechnik sind in der Regel:

  • Grundlagen der Fahrzeugtechnik wie Mechatronik, Dynamik und Maschinenbau
  • Entwurf und Bau von Fahrzeugen und deren Antrieb
  • Grundlagen der Motorentechniken
  • Elektrotechnik
  • Physik
  • Mathematik
  • Informatik
  • Technische Chemie
  • Sicherheit und Umweltschutz im Bereich der Fahrzeugtechnik
  • Konstruktion und die Produktion von Motoren

Fahrzeugtechnik ist ein praxisorientierter Studiengang. Besonders im späteren Verlauf des Studiums beinhaltet der Fachbereich auch praktische Lerneinheiten in Werkstätten und so genannten Fahrzeuglabors. Hier bietet sich den Studenten die Möglichkeiten ihr Wissen in beispielsweise folgenden Bereichen zu vertiefen:

  • Fahrzeugsimulation und Konstruktion
  • Werkstofftechnik für Fahrzeuge
  • Fahrzeuggetriebe und Motoren
  • Umgang mit Simulationssoftware
  • Messung von Fahrdynamik und Bremskraft

Zu Ende des Studiums besteht die Möglichkeit, sich auf bestimmte Fachbereiche wie das Eisenbahnwesen, Flugzeugbau oder die Konstruktion bestimmter Motoren zu spezialisieren. Wer eine Karriere im Automotive-Bereich anstrebt, sollte überdies in Erwägung ziehen, betriebswirtschaftliche Fächer in Form von Aufbaustudien zu belegen oder sich im Bereich des Projektmanagements fortzubilden. Dieser Bereich wird in vielen Fachhochschulen bereits während des Studiums im Rahmen praktischer Einheiten angeschnitten.

4. Tätigkeit

Der Aufgabenbereich eines/r Baumaschinenmechanikers/in beinhaltet die Reparatur, Wartung, und Instandsetzung sämtlicher Fahrzeuge, Maschinen, Anlagen und Geräte, die in der Land- und Bauwirtschaft zum Einsatz kommen. Auch gehören das Umrüsten nach Vorgabe der Kunden und der Kundendienst zum Tätigkeitsfeld.

In der modernen Zeit basiert der Beruf ebenso auf den Einsatz von elektrotechnischer und informationstechnologischer Hilfsmittel. Der/die Baumaschinenmechaniker /-in ist als Servicetechniker in Werkstätten, bei Herstellern von land- und forstwirtschaftlichen Maschinen sowie von Baumaschinen oder im Kundenaußendienst tätig.

Die Größe der zu reparierenden Maschinen variiert von Rüttelplatten ab circa sechzig Kilogramm Eigengewicht bis hin zu Kettenbaggern, deren Gewichte bis weit über einhundert Tonnen erreichen können. Die auszuführenden Reparaturen reichen von einem einfachen Ölwechsel bis hin zu kompletten Motor- oder Getriebeaustauschen bei Totalschäden. Der Beruf setzt also ein großes Maß an Flexibilität, Verantwortungsbewusstsein und eigenverantwortlichem Arbeiten voraus. Baumaschinenmechaniker müssen sowohl bei extremer Wärme, als auch eisiger Kälte einen klaren Kopf behalten, da Außendienste bei Kunden schnelle Problembehebungen erfordern.

Aufgrund der fortwährenden Weiterentwicklung der Technik ist eine regelmäßige Fort- und Weiterbildung notwendig. Wer sich nach der Ausbildung und der nachfolgenden mehrjährigen Berufspraxis für den Besuch einer Meisterschule entschließt, kann sich überdies in einem der genannten Bereiche als Meister mit einem eigenen Betrieb selbständig machen.

Als Bachelor of Engineering ist eine Position im Automobilbereich bei Automobilherstellern möglich. Ein mit dem Master of Engineering abgeschlossenes Studium bietet beste Karrierechancen.

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