Chemielaborant Gehalt bundesweit

1,858 - 4,340

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253 Jobs für Chemielaborant / in bundesweit

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*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Chemielaborant / in

Datenbasis: 969 Datensätze aus 2015/2016
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1,858 € 2,679 € 4,340 €
Baden-Württemberg 1,993 € 2,862 € 4,218 € Jobs Chemielaborant / in
Bayern 1,906 € 2,652 € 3,720 € Jobs Chemielaborant / in
Berlin 1,723 € 2,197 € 4,772 € Jobs Chemielaborant / in
Brandenburg 1,296 € 1,962 € 3,315 € Jobs Chemielaborant / in
Bremen 1,629 € 1,796 € 2,130 € Jobs Chemielaborant / in
Hamburg 1,903 € 2,386 € 4,076 € Jobs Chemielaborant / in
Hessen 1,930 € 2,973 € 4,745 € Jobs Chemielaborant / in
Mecklenburg-Vorpommern 1,440 € 1,860 € 2,719 € Jobs Chemielaborant / in
Niedersachsen 1,887 € 2,504 € 4,290 € Jobs Chemielaborant / in
Nordrhein-Westfalen 1,939 € 2,648 € 4,638 € Jobs Chemielaborant / in
Rheinland-Pfalz 2,296 € 3,030 € 5,167 € Jobs Chemielaborant / in
Saarland 1,895 € 2,173 € 3,523 € Jobs Chemielaborant / in
Sachsen 1,209 € 1,755 € 2,362 € Jobs Chemielaborant / in
Sachsen-Anhalt 1,378 € 2,248 € 3,142 € Jobs Chemielaborant / in
Schleswig-Holstein 1,484 € 2,388 € 5,101 € Jobs Chemielaborant / in
Thüringen 1,061 € 1,938 € 6,491 € Jobs Chemielaborant / in

Chemielaborant / Chemielaborantin:

1. Gehalt

Als Chemielaborant liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.679 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 969 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.858 € beginnen, Chemielaboranten in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 4.340 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.388 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.862 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Chemielaborant in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.455 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.583 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.786 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.230 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.304 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.174 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.391 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.797 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.326 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Die Ausbildung zum Chemielaboranten oder zur Chemielaborantin gehört zu den anerkannten Ausbildungsberufen. Laut dem Berufsbildungs-Gesetz (BBiG) dauert die Lehre dreieinhalb Jahre. Interessenten bewerben sich dafür beispielsweise in der Industrie. Innerhalb dieses Berufszweigs existieren mehrere Spezialisierungen. Daher zeigt sich die Struktur der Ausbildung flexibel. Weiterhin haben die Lernenden die Möglichkeit, den schulischen Unterricht zu besuchen.

Interessenten benötigen für diese Lehre keine bestimmten Voraussetzungen. Jedoch bevorzugen viele Unternehmen Auszubildende, die wenigstens über einen mittleren Schulabschluss verfügen. Einige Firmen erwarten von den Bewerbern spezielle Grundkenntnisse. Diese weisen die Interessenten in folgenden Fächern auf:

Des Weiteren profitieren die Auszubildenden von ersten Vorkenntnissen in der Daten-Verarbeitung. Die richtige Anwendung der EDV-Programme erhält im späteren Arbeitsalltag eine hohe Priorität. Daher bieten vorwiegend Berufsschulen spezielle Kurse in diesem Bereich an. Zu den Wahlmodulen im schulischen Unterricht gehören die Technik und das Werken. Im ersten Lehrjahr stehen die theoretischen Kernthemen im Fokus. Die Lehrlinge bestimmen Viskositäten, Schmelz-Temperaturen und Brechzahlen. Zudem filtrieren und sedimentieren sie bestimmte Stoffe. Verschiedene Faktoren wie den Druck, den Füllstand, die Menge und den Durchfluss berechnen sie. Im zweiten Jahr der Ausbildung beschäftigen sich die Auszubildenden zunehmend mit diversen Analyse-Verfahren.

Die praktischen Lerninhalte gliedern sich in das Destillieren, Sedimentieren und Zentrifugieren. Um dies zu lernen, erhalten die Teilnehmer einen Überblick über die notwendigen Werkzeuge. Diese kontrollieren und warten sie regelmäßig. Im technischen Bereich bauen die Auszubildenden Grundschaltungen. Diese überprüfen sie stetig. In einer Dokumentation halten sie die Abläufe dieser Prozesse fest. Die fakultativen Fächer zeigen sich in Form von der Berufsbildung, der Sicherheit und dem Gesundheitsschutz. Gleichzeitig umfasst diese Rubrik das Qualitäts-Management und die Kosten-Orientierung.

Für den beruflichen Aufstieg bieten sich diese Weiterbildungen an:

  • Industriemeister mit Fachrichtung Chemie
    Als Industriemeister /-in ist man für die Planung, Steuerung und Kontrolle von Arbeits- und Herstellungsprozessen zuständig. Die Verantwortung liegt in der Sicherstellung der Produktqualität. Industriemeister mit Fachrichtung Chemie arbeiten bei Firmen, die Körperpflegemittel herstellen, in Chemiefaserwerken oder in der chemischen Industrie.
  • Staatlich geprüfter Techniker
    Eine Aufstiegsweiterbildung zum Staatlich geprüften Techniker ist in den Fachrichtungen Chemietechnik, Farb- und Lacktechnik und Umweltschutztechnik möglich. Bei der Fachrichtung Chemietechnik sind wiederum verschiedene Schwerpunkte möglich: Biochemie, Umweltschutz oder Laboratoriumstechnik.
  • Technischer Fachwirt
    Als Technischer Fachwirt /-in sind Beschäftigungen in fast allen Wirtschaftsbereichen zu finden. In diesem Beruf ist übernimmt man hauptsächlich Tätigkeiten in den Bereichen Organisation, Produktionsüberwachung, Planung und im kaufmännischen Bereich.
  • Synthesetechniker
    Synthesetechniker /-innen arbeiten vorwiegend in Forschungseinrichtungen und Firmen der pharmazeutischen und chemischen Industrie, aber auch in Recyclingunternehmen. Sie sind für die Überwachung von Versuchsabläufen, für die Optimierung von chemischen Reaktionen und für die Anwendung unterschiedlicher Synthesetechniken zuständig.

Weitere Details zum Gehalt in der Ausbildung als Chemielaborant/-in.

3. Studium

Als weiterführender Studiengang zeigt sich das Studium der Chemie. Die Regelstudienzeit beträgt sechs Semester. Nach einer erfolgreichen Bachelor-Arbeit erhalten die Studierenden den Abschluss "Bachelor of Science". Dieser berechtigt zu einem nachfolgenden Master- oder Diplom-Studium. Um das Studium zu beginnen, qualifizieren sich die Interessenten mit mehreren Praktika. Die entsprechenden Betriebe wählen sie abhängig von ihren persönlichen Interessen. Speziell eignen sich Unternehmen, die mit Chemikalien arbeiten. Diese Tätigkeit steht während des Studiums an erster Stelle.

Nach dem zweiten Studienjahr erfolgt ein Pflichtpraktikum. Es besteht keine exakte Vorschrift für dessen Dauer. Somit besteht die Möglichkeit, dass sich dadurch die eigentliche Studienzeit verlängert. Zu den praktischen Arbeiten gehört das Ausfüllen von Protokollen und Übungsaufgaben. Eine bestimmte Zulassungs-Beschränkung besteht für diesen Studiengang nicht. Daher benötigen die Studenten in der Regel keinen Numerus clausus. Allerdings existieren lokale Beschränkungen in den Bereichen Biochemie und Wirtschafts-Chemie.

Die Studien-Inhalte gliedern sich in ein Grund- und ein Hauptstudium. In den verschiedenen Universitäten und Hochschulen gibt es unterschiedliche Wahl- und Pflichtfächer. Jedoch stehen überall die Fächer Mathematik, Statistik, Algebra und Analysis auf dem Stundenplan.

Bei der allgemeinen Chemie bestehen die Schwerpunkte in:

  • Thermodynamik
  • anorganische Chemie
  • organische Chemie
  • Elektrochemie
  • Quantenmechanik

Außerdem können gelernte Chemielaboranten mit diesen Studiengängen auf ihre Ausbildung aufbauen:

  • Chemieingenieurwesen
    Nach diesem Studium sind Beschäftigungen unter anderem in der Arzneimittelherstellung, im Einkauf, als Gutachter, in der Laboranalyse, in der Logistik, im Management, in der Produktionsplanung und –steuerung oder in der Umweltberatung möglich. Eine andere Option ist die freiberufliche Tätigkeit als Projektingenieur.
  • Biochemie
    Mit dem erfolgreich abgeschlossenen, grundständigen Studium Biochemie kann man in der freien Wirtschaft in den Bereichen Arzneimittel- und Chemikalienherstellung, Produktentwicklung, Laboranalyse, als Gutachter, in der pharmazeutischen Beratung oder im Bereich Qualitätsmanagement tätig werden. Eine weitere Möglichkeit ist die freiberufliche Tätigkeit als Medical Advisor.
  • Chemische Biologie
    Auch mit diesem Studiengang kann man sich als freiberuflicher Medical Advisor selbstständig machen oder man findet eine Beschäftigung in der freien Wirtschaft in den Arbeitsbereichen Gutachten, Laboranalyse, Qualitätsmanagement, Produkt- und Verfahrensentwicklung oder in der pharmazeutischen Beratung.
4. Tätigkeit

Beschäftigung finden gelernte Chemielaboranten in der Pharmaindustrie, Kosmetikindustrie, Nahrungsmittelindustrie, chemischen Industrie sowie in der Lack- und Farbenindustrie. Ebenso arbeiten Chemielaboranten in Umweltämtern, bei Unternehmen die chemische Beratungen und Untersuchungen anbieten oder in Hochschulinstituten.
Ihre Aufgaben bestehen darin, Versuche zu planen, durchzuführen und das Ergebnis auszuwerten und zu protokollieren. Als Chemielaborant/in trägt man meinst Schutzkleidung und arbeitet auch mit giftigen Stoffen. Dieser Beruf zählt zu den Forschungsberufen. Es ist zwingend erforderlich über gute mathematische Fähigkeiten zu verfügen, da der Inhalt von neu erstellten Stoffen peinlich genau berechnet und protokolliert werden muss.