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Gehalt Geologe /in

Datenbasis: 399 Datensätze aus 2014/2015
Region Q1 Ø Q3 Offene Jobs
Deutschland: 2,341 € 3,524 € 5,320 €
Baden-Württemberg 2,559 € 3,711 € 4,894 € Jobs Geologe /in
Bayern 2,517 € 3,704 € 5,204 € Jobs Geologe /in
Berlin 2,124 € 3,083 € 7,101 € Jobs Geologe /in
Brandenburg 2,923 € 3,435 € 4,911 € Jobs Geologe /in
Bremen 2,349 € 3,045 € 4,595 € Jobs Geologe /in
Hamburg 2,411 € 3,761 € 5,014 € Jobs Geologe /in
Hessen 2,281 € 3,678 € 7,928 € Jobs Geologe /in
Mecklenburg-Vorpommern 1,653 € 2,489 € 3,758 € Jobs Geologe /in
Niedersachsen 2,463 € 3,340 € 7,077 € Jobs Geologe /in
Nordrhein-Westfalen 2,442 € 3,755 € 5,349 € Jobs Geologe /in
Rheinland-Pfalz 1,881 € 3,146 € 4,313 € Jobs Geologe /in
Saarland 2,457 € 2,832 € 4,295 € Jobs Geologe /in
Sachsen 1,421 € 2,883 € 4,216 € Jobs Geologe /in
Sachsen-Anhalt 2,036 € 2,714 € 4,108 € Jobs Geologe /in
Schleswig-Holstein 2,131 € 2,605 € 4,195 € Jobs Geologe /in
Thüringen 1,440 € 2,097 € 3,281 € Jobs Geologe /in

Dipl.-Geologe | Dipl.-Geologin (Uni):

1. Gehalt

Ein Dipl.-Geologe (Uni) verdient in Deutschland durchschnittlich 3.524 €, basierend auf 399 Datensätzen. Die Bruttomonatsgehälter starten bei 2.341 € und können teilweise bis zu 5.320 € pro Monat betragen.

Die regionalen Einflüsse machen sich auch für den Dipl.-Geologe (Uni) bemerkbar. Während die Bezüge in den nördlichen Bundesländern, hier zum Beispiel in Schleswig-Holstein bei etwa 2.605 € liegen, kann man in Baden-Württemberg auf ein monatliches Durchschnittsgehalt von 3.711 € kommen. Dem häufig höheren Gehalt in den südlichen Bundesländern stehen aber in der Regel auch höhere Lebenshaltungskosten im Süden Deutschlands gegenüber.

Dipl.-Geologe (Uni) Gehalt im Detail nach Alter :

  • 25 Jahre = 3.144 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.181 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.576 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.922 Euro brutto
  • 45 Jahre = 4.013 Euro brutto
  • 50 Jahre = 4.295 Euro brutto

Monatsgehalt nach Firmengröße:

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.991 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.770 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.081 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Der Weg zum Berufsbild Dipl.-Geologe /-in ist ausschließlich über ein Studium möglich. Dennoch gibt es einen verwandten Ausbildungsberuf, der zumindest in den Grundzügen mit den Inhalten des Studiums zu tun hat. Die Rede ist vom Ausbildungsberuf zum/zur Assistent/-in Geovisualisierung. Assistenten und Assistentinnen für Geovisualisierung erfassten Daten, verwalten diese und bereiten sie für die Analyse auf. Außerdem fassen sie die Geodaten in einer Präsentation zusammen.

Assistenten für Geovisualisierung sind in geographischen Verlagen und Instituten beschäftigt, arbeiten in Vermessungsbüros sowie bei Softwareentwicklern und Betrieben, die Geoinformationssysteme anbieten. Der Ausbildungsberuf erfolgt in einer Berufsfachschule über 3 Jahre. Die Fachschule vermittelt relevante Lehrinhalte und befähigt die Schüler dazu, in dem Berufsfeld der Geovisualisierung tätig zu werden. Die Lernbereiche sind berufsübergreifend und berufsbezogen. Die berufsübergreifenden Lernbereiche sind

  • Deutsch,
  • Wirtschaft- und Sozialkunde,
  • Englisch,
  • Mathematik,
  • Sport,
  • Biologie,
  • Chemie,
  • Physik.

Berufsbezogen fügen sich dann fachtheoretische und frachtpraktische Lernmodule an. Zu den fachtheoretischen Lernbereichen gehören Geographie, Geovisualisierung und Kartengestaltung. In der Fachpraxis werden die Schüler in der Benutzung von Geoinformationssystemen sowie Multimedia ausgebildet.

Die Ausbildungsinhalte sind im Detail:

  • Erfassung von Geodaten in rechnergestützte Informationssysteme sowie deren Weiterverarbeitung,
  • Dokumentation und Gestaltung relevanter Planungsdaten,
  • Erstellung und Interpretation von topographischen Informationen,
  • Erstellung von Geländekarten,
  • Zeichentechnik,
  • rechnergestützte Bildbearbeitung,
  • Einbindung von Geodaten in multimediale Produktionen,
  • Anwendung von EDV und IC-Software,
  • kundenspezifische Anforderungen in fachspezifische Ergebnisse umwandeln,
  • bereitstellen von Arbeitsergebnissen.

Die Prüfung erfolgt schriftlich, mündlich und praktisch. Der schriftliche Teil bezieht sich auf die Fächer Geovisualisierung, Kartengestaltung, Druck- und Druckweiterverarbeitung, Deutsch und Mathematik. Im praktischen Teil müssen die Prüflinge topographische Grundlagen, Visualisierungstechniken und Geoinformationssysteme anwenden. In der mündlichen Prüfung sind die Prüfer frei, berufsübergreifende sowie berufsbezogene Fragen zu stellen. Nach der Ausbildung können Assistenten und Assistentinnen für Geovisualisierung direkt in eine Anstellung gehen. Während ihrer Beschäftigung sollte das Augenmerk auf die Anpassungsweiterbildung gelegt werden, denn Geowissenschaften mithilfe von Software darzustellen, erfordert die Kenntnisse von modernen IT-Anwendungen. Wer eine Führungsposition anstrebt, sollte eine Weiterbildung zum/zur Vermessungstechniker /-in anschließen.

3. Studium

Um als Dipl.-Geologe /-in zu arbeiten, müssen Interessenten das Studium der Geowissenschaften durchlaufen. Dieses beschäftigt sich mit der Lithosphäre, der Hydrosphäre und der Atmosphäre, also mit den verschiedenen Gesteinshöhen unserer Erde. Der Studiengang der Geowissenschaften wird auch unter den Bezeichnungen

  • Angewandte Geowissenschaften,
  • Bio-Geowissenschaften,
  • Earth and Space Science,
  • Geologie,
  • Geologische Wissenschaften,
  • Georessourcenmanagement,
  • International Field Geosciences,
  • Liberal Arts and Sciences (Earth and Environmental Sciences) oder
  • Umwelt-Geowissenschaften

angeboten. Das grundständige Studium dauert 6 bis 8 Semester. Schließt man einen Masterstudiengang an, erfordert dieser in der Regel weitere 3-4 Semester. Die Studieninhalte der Geowissenschaften bewegen sich in den Bereichen

  • Allgemeine Chemie,
  • Bodenkunde,
  • Baumaterial Erde,
  • Exploration Geophysik,
  • Mineralogie,
  • Geophysik und Geochemie,
  • endogene und exogene Prozesse,
  • Experimentalphysik,
  • Karten und Profile der Geologie,
  • Hydrogeologie,
  • Paläontologie,
  • Sedimente,
  • Mathematik.

Daneben müssen Studenten weitere Wahlpflichtfächer hinzunehmen. Zu den beliebtesten Wahlpflichtmodulen gehören u.a. der atomare Aufbau der Festkörper, Erzmineralien und Lagerstätten, Gesteinsphysik, geophysikalische Messtechnik, regionale Geologie, Kristalloptik und Thermodynamik. Um das theoretische Studium durch praktische Erfahrung anzureichern, schreiben einige Hochschulen Praxissemester oder Praxisphasen vor. Diese werden in Betrieben, in Ingenieurbüros, in Behörden oder aber an der Hochschule absolviert. Der Weg zum Diplom-Geologen /-in führt auch über andere Studienfächer. Dazu gehören Geographie, Geoökologie, Geophysik, Geotechnologie oder Meteorologie. Allen Fächern ist gemeinsam, dass sie sich mit Erdkunde befassen und mit dem Erschließen von Rohstofflagerstätten. Außerdem gehört die geowissenschaftliche Datenerhebung und deren Auswertung ins Portfolio aller genannten Studienalternativen.

4. Tätigkeit

Die Aufgabe von Geologen und Geologinnen ist es, die Erde in all ihren Facetten hinsichtlich Aufbau, Entstehung und Entwicklung zu erforschen. Ein /-e Dipl.-Geologe /-in erfasst chemische und physikalische Vorgänge, die im Laufe vieler Jahrtausende das Erscheinungsbild unserer Erde beeinflusst haben. Die Berufsangehörigen sind auch in Wissenschaft und Lehre an Universitäten und Fachhochschulen zu finden. In der Wirtschaft und Industrie finden sie ihr Arbeitsumfeld bei Betrieben der Rohstoffgewinnung und arbeiten im Umweltschutz. Auch als Sachverständige oder in Ingenieurbüros sind sie zu finden. Dipl.-Geologen sind bei geologischen Landesämtern angestellt, arbeiten in der Wasserwirtschaft und bei Stadtplanungsämtern. Dort bekleiden sie ganz unterschiedliche Positionen.

Arbeiten sie im Labor, untersuchen sie Proben oder Objekte mit labortechnischen Maßnahmen. Sie entnehmen Proben, bereiten diese auf und werten Untersuchungsergebnisse aus. Dipl.-Geologen als Gewässerschutzbeauftragte kontrollieren und überwachen Abwasseranlagen. Sie überprüfen die Abwasserbehandlungsverfahren in Hinblick auf ihre Zulässigkeit im Rahmen gesetzlicher Vorgaben. Sie sind als Berater tätig und kümmern sich darum, dass Betriebe die Vorschriften zum Gewässerschutz einhalten. Dipl.-Geologen /-innen in der Verfahrens- und Produktentwicklung hingegen sind praktisch tätig. Sie entwickeln neue Produkte und Verfahren, stellen Muster und Prototypen her. Außerdem testen Sie diese und bereiten sie für die Serienfertigung vor.

Das Gehalt kann entsprechend der Ausrichtung des Unternehmens stark variieren.

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