Lebensmittelingenieur Gehalt bundesweit

1,687 - 5,001

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*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Lebensmittelingenieur / in

Datenbasis: 134 Datensätze aus 2015/2016
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1,687 € 3,097 € 5,001 €
Baden-Württemberg 1,688 € 3,476 € 4,684 € Jobs Lebensmittelingenieur / in
Bayern 1,670 € 2,872 € 5,077 € Jobs Lebensmittelingenieur / in
Berlin 2,187 € 2,994 € 3,096 € Jobs Lebensmittelingenieur / in
Brandenburg 2,156 € 3,126 € 3,620 € Jobs Lebensmittelingenieur / in
Bremen 1,584 € 3,863 € 5,020 € Jobs Lebensmittelingenieur / in
Hamburg 3,418 € 4,772 € 6,068 € Jobs Lebensmittelingenieur / in
Hessen 3,034 € 3,311 € 3,375 € Jobs Lebensmittelingenieur / in
Mecklenburg-Vorpommern 1,911 € 2,247 € 2,598 € Jobs Lebensmittelingenieur / in
Niedersachsen 1,164 € 2,930 € 5,997 € Jobs Lebensmittelingenieur / in
Nordrhein-Westfalen 1,534 € 2,433 € 4,527 € Jobs Lebensmittelingenieur / in
Rheinland-Pfalz 1,963 € 3,316 € 5,159 € Jobs Lebensmittelingenieur / in
Saarland 1,569 € 2,881 € 4,652 € Jobs Lebensmittelingenieur / in
Sachsen 1,281 € 2,351 € 3,796 € Jobs Lebensmittelingenieur / in
Sachsen-Anhalt 1,240 € 2,277 € 3,677 € Jobs Lebensmittelingenieur / in
Schleswig-Holstein 1,566 € 2,874 € 4,641 € Jobs Lebensmittelingenieur / in
Thüringen 1,122 € 2,060 € 3,326 € Jobs Lebensmittelingenieur / in

Lebensmittelingenieur / in:

1. Gehalt

Als Lebensmittelingenieur liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.097 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 134 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.687 € beginnen, Lebensmittelingenieure in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 5.001 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.874 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.476 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Lebensmittelingenieur in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.495 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.865 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.291 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.968 Euro brutto
  • 45 Jahre = 4.560 Euro brutto
  • 50 Jahre = 4.864 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.452 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.300 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.182 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Ein /-e Dipl.-Ing. (FH) Lebensmitteltechnologie wird seit der europäischen Hochschulreform als Bachelor of Science (B. Sc.) Fachrichtung Lebensmitteltechnologie bezeichnet. Zugang zu diesem Titel erhalten Bewerber nur über ein Hochschul- oder Fachhochschulstudium. Eine entsprechende schulische Vorbildung oder berufliche Erfahrung zur Erlangung der Hochschulzugangsberechtigung ist unerlässlich.

Eine klassische Ausbildung im dualen System bringt den anerkannten IHK-Abschluss zum/zur Fachkraft für Lebensmitteltechnik. Die dreijährige Ausbildung kann für Schulabgänger die Grundlage für ein späteres Studium zum B. Sc. im Fachgebiet Lebensmitteltechnik bilden. In der betrieblichen Ausbildung lernen die Lehrlinge, wie Lebensmittel industriell gefertigt werden. Sie sind nach Abschluss der Lehre in der Lage, Fertiggerichte, Konserven oder Backwaren nach vorgegebenen Rezepturen und Fertigungsprozessen herzustellen.

Studierte Lebensmitteltechniker müssen beruflich stets auf dem neuesten Stand sein und ihre Sachkenntnisse aktualisieren. Dazu bieten sich Seminare und Lehrgänge zur Weiterbildung an. Die Kosten für berufliche Höherqualifizierungen übernimmt in der Regel der Arbeitgeber. In manchen Fällen trägt das Arbeitsamt die Gebühren für berufliche Weiterbildungen. Nicht nur die Spezialisierung in einem Bereich, auch die Definition eines neuen Berufs- oder Forschungszweiges ist für Lebensmitteltechniker ein Grund für eine Fortbildung. Lehrgänge und Workshops tragen zur beruflichen Reife des/der Lebensmitteltechnikers /-in bei. Höhere Positionen mit Führungsverantwortung sind dann problemlos realisierbar.

Bei der Themenwahl für eine Weiterbildung achtet der/die Lebensmitteltechniker /-in darauf, dass dieses in einem rationalen Kontext zum aktuellen Tätigkeitsfeld steht. Geeignete Fortbildungskurse finden sich durch Gespräche mit dem vorgesetzten Laborleiter oder der Personalabteilung. Fortbildungen sind als Fernstudium oder Präsenzunterricht im Angebot. Denkbare Weiterbildungskurse für Lebensmitteltechniker sind:

  • Lebensmittelhaltbarmachung,
  • Neue Tendenzen in der Lebensmittelforschung,
  • Verwendung von Zusatzstoffen in der Lebensmittelherstellung,
  • Produktionsverfahren der Getränkeindustrie,
  • Messtechnik inklusive chemische und biochemische Sensorik,
  • Moderne chemische/biochemische Arbeits- und Analyseverfahren,
  • Trocknungstechnik und Vakuumtechnik,
  • Prozessautomatisierungstechnik,
  • Gentechnologie im Lebensmittelbereich,
  • Lebensmittelmikrobiologie,
  • Marketing für Ingenieure und Techniker,
  • Lebensmittelmarketing,
  • Qualitätsmanagement in der Lebensmittelindustrie,
  • Betriebskontrollwesen.
3. Studium

Für einen Bachelor of Science in Lebensmitteltechnologie müssen Interessenten ein Fachhochschul- oder Hochschulstudium abschließen. Eine Affinität für Naturwissenschaften erleichtert das Studium. Die Lebensmitteltechnologie befasst sich mit der Herstellung von Lebensmitteln. Dabei beleuchtet sie alle biologischen, chemischen und physikalischen Vorgänge, die dazu erforderlich sind. Bei der Produktion von Nahrungsmitteln sind vielfältige Abläufe notwendig, beispielsweise das Erhitzen oder Kühlen von Lebensmitteln. Auch die alkoholische Gärung ist wichtig. Im Studienfach Lebensmitteltechnologie erörtern Studenten die Fragestellung, wie Rohstoffe, die für die Herstellung von Lebensmitteln erforderlich sind, umweltschonend und effizient zu nutzen sind. In der modernen Gesellschaft stellen Endverbraucher hohe Erwartungen an Lebensmittel. Die Technologie ist demnach heutzutage von großer Bedeutung. Spezielle Nahrungsmittel, wie Babynahrung oder Diabetikerkost müssen bestimmte Qualitätsstandards erfüllen. Die Lebensmitteltechnologie stellt diese Standards sicher.

Im Grundstudium der Lebensmitteltechnologie behandeln die Studenten allgemeine Fächer wie Biologie, Physik und Chemie. Danach gestaltet sich der Studiengang vielseitiger und orientiert sich stärker an der Praxis. Die vertiefenden Themen sind:

Die Studenten hören Vorlesungen zu den Bereichen Betriebswirtschaft und Ökologie. An einigen Hochschulen spezialisieren sich die Studenten auf die Technologie von Kosmetika und Waschmitteln oder auf die Produktion von Süßwaren. Andere Universitäten bieten den Schwerpunkt Milch- und Molkereitechnologie an. In kooperierenden oder universitätseigenen Labors wirken die Studierenden an neuzeitlichen Projekten aktiv mit.

Wer bereits im Bereich der Lebensmittelindustrie beruflich tätig ist, hat die Gelegenheit, ein nebenberufliches Bachelorstudium im Fach Lebensmittelmanagement und –technologie zu erarbeiten. Fernuniversitäten bieten ein berufsbegleitendes Studium an. Das Fach eignet sich für berufserfahrene Lebensmitteltechniker oder Quereinsteiger, die aus der Nahrungsmittelbranche ein möglichst breites Fundament an Vorkenntnissen mitbringen. Das Studium bringt ebenfalls den B. Sc.-Abschluss und hat eine Regelstudienzeit von sieben Semestern. Das Studium vermittelt im Kern die Grundlagen einer gesunden Ernährung. Dabei berücksichtigt es die Felder Naturwissenschaft, Betriebswissenschaft, Lebensmitteltechnologie und Ernährung/Gesundheit. Die Studenten werden optimal auf Führungsaufgaben im Lebensmittelmanagement oder der Lebensmitteltechnologie vorbereitet.

4. Tätigkeit

Diplom-Ingenieure und Diplom-Ingenieurinnen (FH) für Lebensmitteltechnologie sind hauptsächlich in der Lebensmittelproduktion und -verarbeitung, in Zulieferfirmen oder in der Forschung tätig. Aber auch im pharmazeutischen und kosmetischen Sektor sowie in der Biotechnologie und Chemieindustrie bieten sich vielfältige Aufgabenfelder. Während des neun bis zehn Semester dauernden Studiums wird den angehenden Ingenieuren und Ingenieurinnen naturwissenschaftliches Grundwissen mit lebensmittelspezifischen Kenntnissen vermittelt. Aber auch Betriebswirtschaft, Verfahrensbau und verschiedenste Analysemethoden zur Qualitätssicherung stehen auf dem Stundenplan. Diplom-Ingenieure und Diplom-Ingenieurinnen (FH) für Lebensmitteltechnologie sind im In- und im Ausland sehr gefragt, denn hochwertige und sichere Lebensmittel sind ein immer größer werdendes Bedürfnis unserer Gesellschaft.

Die Technologen überwachen die Produktionsprozesse von vorverarbeiteten und verzehrfertigen Lebensmitteln. Sie verantworten die Qualitätssicherung und nehmen Proben, um die Qualität zu beurteilen. Lebensmitteltechniker sind Experten für physikalisch-technische Verfahrensweisen und kennen sich mit chemischen und mikrobiologischen Vorgängen aus. Sie setzen Maschinen ein und arbeiten mit Rezepturen. Gemüse, Früchte oder Fleisch verarbeiten Lebensmitteltechniker zu einem Endprodukt von hoher Qualität. Zu ihren Aufgaben gehört ebenfalls das Vorbereiten von Nahrungsmitteln, beispielsweise putzen und zerkleinern. Lebensmitteltechniker extrahieren, destillieren, pasteurisieren und filtrieren Roh- und Zusatzstoffe. In Abhängigkeit der Arbeitgeberbranche vertreten einige Lebensmitteltechniker die Entwicklung neuer Aromastoffe.

Lebensmitteltechniker arbeiten bei

  • Betrieben für die Fleisch-, Fisch-, Gemüse- oder Obstverarbeitung,
  • industriellen Großbäckereien,
  • Molkereibetrieben,
  • Süßwarenherstellern,
  • Baby- und Kindernahrungsproduzenten,
  • Kaffeeröstereien,
  • Betrieben der Erfrischungsgetränkeindustrie.