Gehaltsdatenbank mit 1,5 Mio Einträgen

Gehalt Werkstofftechnik

Datenbasis: 39  Datensätze aus 2014/2015

Dipl.-Ing. Werkstofftechnik:

Gehalt

Ein Dipl.-Ing. Werkstofftechnik verdient in Deutschland durchschnittlich 3.798 €, basierend auf 39 Datensätzen. Die Bruttomonatsgehälter starten bei 2.662 € und können teilweise bis zu 6.362 € pro Monat betragen.

Die regionalen Einflüsse machen sich auch für den Dipl.-Ing. Werkstofftechnik bemerkbar. Während die Bezüge in den nördlichen Bundesländern, hier zum Beispiel in Schleswig-Holstein bei etwa 3.544 € liegen, kann man in Baden-Württemberg auf ein monatliches Durchschnittsgehalt von 4.791 € kommen. Dem häufig höheren Gehalt in den südlichen Bundesländern stehen aber in der Regel auch höhere Lebenshaltungskosten im Süden Deutschlands gegenüber.

Dipl.-Ing. Werkstofftechnik Gehalt im Detail nach Alter :

  • 25 Jahre = 2.868 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.669 Euro brutto
  • 35 Jahre = 4.204 Euro brutto
  • 40 Jahre = 5.071 Euro brutto
  • 45 Jahre = 4.791 Euro brutto
  • 50 Jahre = 4.884 Euro brutto

Monatsgehalt nach Firmengröße:

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.622 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 4.061 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.683 Euro brutto
Ausbildung / Weiterbildung

Der Titel des Diplom-Ingenieurs für Werkstofftechnik erfordert ein entsprechendes Studium an einer Universität oder Fachhochschule. Die im zugehörigen Beruf tätigen Personen gelten als Experten im Bereich der Werkstoff-Wissenschaften. Das setzt ein fundiertes und tief gehendes Fachwissen voraus. Derartiges Know-how vermitteln herkömmliche Ausbildungen nicht. Deswegen erhalten ausschließlich Absolventen eines Diplom-Studiengangs aus der Richtung Werkstofftechnik den vorgestellten Titel.

Einige Diplom-Ingenieure für Werkstofftechnik besitzen zusätzlich zum Studium eine klassische Berufsausbildung. Als inhaltlich verwandter Ausbildungsberuf bietet sich beispielsweise der Werkstoffprüfer an. Besagte Ausbildung dauert 3,5 Jahre, an die sich dann das Studium der Werkstofftechnik anschließt.

Studierte Diplom-Ingenieure auf dem Gebiet der Werkstofftechnik steht die Option offen, sich in ihrem Fach weiterzubilden. Hierbei eignen sich spezielle Seminare zu Verfahren der Werkstoff- und Material-Prüfung, zur Wärmebehandlung oder zur Metallografie. Bei Personen mit Ambitionen auf betriebswirtschaftliche Führungs-Positionen empfehlen sich außerdem darauf vorbereitende Lehrgänge. Hierbei lernen sie relevante Aspekte aus den folgenden Bereichen kennen:

  • Controlling,
  • Organisation,
  • Projekt-Management,
  • Investition und Finanzierung.
Studium

Den Titel des Diplom-Ingenieurs erhalten ausschließlich Absolventen eines gleichnamigen Studiengangs. Folglich besucht ein angehender Diplom-Ingenieur für Werkstofftechnik einen passenden Diplom-Studiengang an einer Universität oder Fachhochschule. Das herkömmliche Studium mit Diplom-Abschluss teilt sich in ein Grundlagen- und ein Vertiefungs-Studium auf. Im Grundlagen-Abschnitt befassen sich die Studierenden im Rahmen der Werkstoffkunde mit Keramiken, Polymeren und Metallen. Zudem stehen die Fächer Statik, Festigkeitslehre, Physik, Chemie und Mathematik auf dem Lehrplan.

Das Haupt- beziehungsweise Vertiefungs-Studium für angehende Diplom-Ingenieure in der Werkstofftechnik umfasst die folgenden Fächer:

  • Werkstoffmechanik,
  • Metallische Werkstoffe,
  • Fertigungstechnik,
  • Werkstoffprüfung,
  • Polymere Werkstoffe.

Zusätzlich entscheiden sich die Studierenden für technische Wahl-Pflichtfächer, die sie interessieren. Während des Diplom-Studiums stehen neben den Vorlesungen ergänzende Praktika und Projekte an, um das theoretische Wissen anzuwenden. Das Studium endet nach der Regelstudienzeit von acht Semestern mit der Diplom-Arbeit. Durchschnittlich benötigen die Diplom-Studierenden im Bereich der Werkstofftechnik jedoch neun oder zehn Semester bis zum erfolgreichen Abschluss.

Angesichts der Bologna-Reform ersetzen die Hochschulen seit dem Jahr 2006 die Diplom-Studiengänge schrittweise durch die neuen Bachelor- und Master-Abschlüsse. Deswegen besuchen am Beruf interessierte Personen ohne bisheriges Studium keinen Diplom-Studiengang mehr. Stattdessen weichen sie auf ein Bachelor-Studium in der Werkstofftechnik aus. Der Bachelor endet nach sechs bis sieben Semestern und bietet die Chance auf einen zeitlich früheren Einstieg ins Berufsleben des Werkstofftechnikers.

Um alle Inhalte des ehemaligen Diplom-Studiengangs abzudecken, empfiehlt sich der aufbauende Master in der Werkstofftechnik. Er dauert im Schnitt vier Semester. Zum Ende des Masters steht eine umfangreiche wissenschaftliche Arbeit an. Darin transferiert der angehende Ingenieur für Werkstofftechnik sein theoretisches Wissen auf eine Fragestellung. Durch die Kombination aus Bachelor und Master erhalten Ingenieure für Werkstofftechnik einen zum früheren Diplom vergleichbaren Abschluss. Master-Absolventen der Universität und Fachhochschule besitzen identische Berufsperspektiven wie die Diplom-Ingenieure.

Tätigkeit

Bei der Berufsbezeichnung Diplom Ingenieur oder die Diplom Ingenieurin (Uni) für Werkstofftechnik handelt es sich um eine in der ehemaligen DDR angebotene Hochschulausbildung. Angehörige dieser Berufsgruppe finden ein Arbeitsumfeld in den Forschungsabteilungen Baustoffe produzierender Unternehmen, ferner bei Bauämtern als Kontrolleure und Sicherheitsinspektoren. Sie untersuchen Baumaterialien wie Beton, Stahl, Kunststoff, Glas oder Keramik hinsichtlich ihrer physischen Eigenschaften. Anhand praxisbezogener Tests versuchen sie, die Materialien hinsichtlich ihrer Verarbeitung und ihrer physischen Eigenschaften wie etwa Festigkeit oder Wärmeleitfähigkeit zu verbessern. Das Gehalt kann von Arbeitgeber zu Arbeitgeber variieren. Der Verdienst bzw. das Einkommen hängt nicht zuletzt von dem Arbeitsumfang innerhalb eines Unternehmens ab.

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