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Gehalt Rechnungswesen

Datenbasis: 201 Datensätze aus 2014/2015
Region Q1 Ø Q3 Offene Jobs
Deutschland: 1,851 € 2,776 € 5,091 €
Baden-Württemberg 2,030 € 2,447 € 3,477 € Jobs Rechnungswesen
Bayern 1,763 € 2,595 € 6,167 € Jobs Rechnungswesen
Berlin 1,662 € 2,398 € 4,193 € Jobs Rechnungswesen
Brandenburg 1,496 € 2,244 € 4,115 € Jobs Rechnungswesen
Bremen 1,958 € 2,937 € 5,386 € Jobs Rechnungswesen
Hamburg 1,987 € 2,447 € 3,386 € Jobs Rechnungswesen
Hessen 1,480 € 2,290 € 4,939 € Jobs Rechnungswesen
Mecklenburg-Vorpommern 2,803 € 4,204 € 7,710 € Jobs Rechnungswesen
Niedersachsen 1,575 € 2,287 € 3,896 € Jobs Rechnungswesen
Nordrhein-Westfalen 1,686 € 3,094 € 5,322 € Jobs Rechnungswesen
Rheinland-Pfalz 2,115 € 3,172 € 5,817 € Jobs Rechnungswesen
Saarland 2,474 € 3,711 € 6,806 € Jobs Rechnungswesen
Sachsen 1,821 € 2,341 € 2,941 € Jobs Rechnungswesen
Sachsen-Anhalt 1,457 € 2,185 € 4,007 € Jobs Rechnungswesen
Schleswig-Holstein 1,806 € 3,057 € 5,092 € Jobs Rechnungswesen
Thüringen 1,469 € 2,203 € 4,040 € Jobs Rechnungswesen

Fachkräfte Rechnungswesen:

1. Gehalt

Ein Sachbearbeiter im Rechnungswesen verdient in Deutschland durchschnittlich 2.776 €, basierend auf 201 Datensätzen. Die Bruttomonatsgehälter starten bei 1.851 € und können teilweise bis zu 5.091 € pro Monat betragen.

Die regionalen Einflüsse machen sich auch für den Sachbearbeiter im Rechnungswesen bemerkbar. Während die Bezüge in den nördlichen Bundesländern, hier zum Beispiel in Schleswig-Holstein bei etwa 3.057 € liegen, kann man in Baden-Württemberg auf ein monatliches Durchschnittsgehalt von 2.447 € kommen. Dem häufig höheren Gehalt in den südlichen Bundesländern stehen aber in der Regel auch höhere Lebenshaltungskosten im Süden Deutschlands gegenüber.

Sachbearbeiter im Rechnungswesen Gehalt im Detail nach Alter :

  • 25 Jahre = 2.447 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.447 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.807 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.814 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.704 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.034 Euro brutto

Monatsgehalt nach Firmengröße:

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.584 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.125 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.764 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Diejenigen, die bereits eine Berufsausbildung im kaufmännischen oder verwaltenden Bereich abgeschlossen haben, können sich zur Fachkraft für Rechnungswesen weiterbilden. Dazu muss eine entsprechend Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer abgelegt werden. Jedoch wird nur zugelassen, wer über die Ausbildung hinaus mindestens ein Jahr Berufserfahrung in den genannten Berufsfeldern vorweisen kann.
Als Vorbereitung auf die Prüfung ist die Teilnahme an einem entsprechenden Lehrgang empfehlenswert. Dort werden die Lernenden gezielt auf die Prüfung vorbereitet. Jedoch ist die Teilnahme nicht verpflichtend. Die Prüfung darf abgelegt werden, ohne dass der Prüfling zuvor einen solchen Kurs besucht hat.

Die Themen, die den Teilnehmern im Rahmen des Lehrgangs vermittelt werden, lassen sich grob in drei Teilbereiche einteilen. Der erste Themenkomplex umfasst Aspekte der Buchführung und Buchhaltungsorganisation, des Jahresabschlusses und der Jahresabschlussanalyse. Konkrete Inhalte können hier sein:

  • Finanzbuchhaltung inklusive Anwendung der Buchungskonten,
  • Inventarlisten führen,
  • Inventur prüfen und buchen,
  • Gesetzliche Vorschriften,Handels- und Steuerrecht,
  • Jahresabschlussbericht, -analyse und -kritik,
  • kurzfristige Erfolgsrechnung.

Im zweiten Themenbereich steht insbesondere die Kosten- und Leistungsrechnung im Fokus. Die Teilnehmer lernen Folgendes kennen:

  • Kostenrechnung,
  • Leistungsrechnung,
  • Bedeutung der Kostenrechnung als Zeitabschnitt- und Kostenleistungsrechnung,
  • Analyse von betriebswirtschaftlichen Zusammenhängen, Soll-Ist-Vergleich, Vorausschauberechnungen.

Ergänzt werden all diese Themen durch den Lernbereich Informationsverarbeitung. Dieser beinhaltet Aspekte wie IT und Datenverarbeitung sowie Kalkulationen. Da es sich um einen kaufmännischen Bildungsgang handelt, sind vor allem Kenntnisse aus den Fächern Mathematik und Wirtschaft/Recht erforderlich.
Die Prüfung zur Fachkraft für Rechnungswesen setzt sich aus einem schriftlichen und einem mündlichen Prüfungsteil zusammen. Die Prüfungskommission stellt in der Regel Fragen zu allen drei der oben genannten inhaltlichen Bereiche. Besteht der Prüfling die Prüfung nicht, hat er zweimal die Möglichkeit, diese zu wiederholen.

Alternativ können sich Interessierte auch zum/zur Assistentin bzw. Fachwirt /-in für Controlling oder zum/zur Finanzbuchhalter /-in weiterbilden.

3. Studium

Liegt eine Hochschulzugangsberechtigung vor, kann es außerdem eine Option sein, ein Studium im Fach Finanz- und Rechnungswesen bzw. Controlling aufzunehmen. Wer sich für diesen Weg entscheidet, sollte zudem eine duale Studienform in Erwägung ziehen. Der Vorteil dabei ist, dass Studenten frühzeitig einen Einblick in die praktische Arbeit erhalten, da sie neben dem Studium bereits in einem Unternehmen arbeiten. Außerdem knüpfen sie bereits jetzt Berufskontakte und können leichter eine Festanstellung nach dem Studium finden.

Im Schnitt dauert das grundständige Studiumsieben Semester. Während dieser Zeit belegen die Studenten unter anderem folgende Pflichtmodule:

  • Allgemeine Betriebswirtschaftslehre,
  • Volkswirtschaftslehre,
  • Mathematik,
  • Statistik,
  • Steuerlehre,
  • Accounting and Taxation,
  • Controlling and Finance,
  • Wirtschaftsenglisch,
  • Wirtschaftsinformatik,
  • Wirtschaftsrecht,
  • Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht.

Bis hierher ist das Studium relativ allgemein angelegt. Ihr persönliches Kompetenzen-Profil entwickeln die Studenten mithilfe der zusätzlichen Wahlpflichtmodule. Dazu gehören:

  • Marketing,
  • Human Resource Management,
  • Kommunikation,
  • Projektmanagement,
  • Unternehmensführung.

Die Finanzbranche bietet über den das Rechnungswesen und Controlling hinaus zahlreiche Möglichkeiten einer Tätigkeit. Verwandte Studiengänge sind zum Beispiel Steuern und Prüfungswesen oder Bank und Finanzdienstleistungen. Jedoch können für angehende Studenten, die sich für wirtschaftliche Zusammenhänge interessieren, außerdem die Fächer Wirtschaftswissenschaften, Internationale Wirtschaft oder Unternehmensführung/Management eine Alternative sein. Ebenso liefert das beliebte Studium der Betriebswirtschaft fundiertes Fachwissen.
Hat sich der/die Student /-in zunächst für den Studiengang Finanz- und Rechnungswesen bzw. Controlling entschieden, besteht weiterhin die Möglichkeit, im Rahmen eines Masterstudiums neue Akzente zu setzen. So stehen unter anderem die Studiengänge Finanz- und Wirtschaftsmathematik, Steuern oder Prüfungswesen für ein weiterführendes Studium zur Auswahl.

Die Frage, welche Kompetenzen Bewerber bereits mitbringen sollten, lässt sich vielschichtig beantworten. Zunächst einmal sind gute bis sehr gute mathematische Kenntnisse unverzichtbar. Insbesondere die Statistik kommt häufig zum Einsatz. Außerdem sollten sich die Bewerber in den Bereichen Wirtschaft und Recht grundlegend auskennen. Ein gewisses Grundwissen in Informatik ist ebenfalls notwendig. Weder die Internetrecherche noch der Umgang mit gängigen Verarbeitungsprogrammen sollte ein Problem darstellen.

4. Tätigkeit

Eine Fachkraft für Rechnungswesen findet ein Arbeitsumfeld in Unternehmen aller Wirtschaftsbranchen, so etwa im Handel, in der Industrie und im Dienstleistungssektor, ferner in der öffentlichen Verwaltung sowie bei Verbänden und Stiftungen. Angehörige dieser Berufsgruppe besitzen fundierte Kenntnisse über EDV-Programme für Finanzabrechnung.

Innerhalb des Rechnungswesens fallen zahlreiche Aufgaben an. Zum einen koordinieren die Fachkräfte sämtliche Zahlungsvorgänge. Außerdem überwachen sie das Kassenwesen und prüfen es auf Unstimmigkeiten. Dafür, dass die Angestellten pünktlich Löhne und Gehälter ausbezahlt bekommen, sind sie ebenfalls zuständig. Kommt es zum Versand von Mahnungen, verfolgen die Fachkräfte für Rechnungswesen diese und leiten gegebenenfalls weitere Maßnahmen ein.
Darüber hinaus dokumentieren sie sämtliche Kostenpunkte des Unternehmens und werten diese Daten aus. Auf Grundlage dieser Ergebnisse erstellen die Fachleute Betriebsabrechnungen sowie die betriebliche Erfolgsrechnung. Stehen in der Geschäftsleitung betriebswirtschaftliche Entscheidungen an, ziehen die Verantwortlichen gerne das erarbeitete Zahlenmaterial zu Rate.

Außerdem übernehmen die Fachkräfte für Rechnungswesen das regelmäßige Erstellen der Steuererklärungen. Bei steuerrechtlichen Fragen stehen sie ihren Kollegen stets als Ansprechpartner zu Verfügung. Vor allem am Monats- bzw. Jahresende sind in der Rechnungswesen-Abteilung diverse weitere Aufgaben zu erledigen.

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