Bei der Berufsbezeichnung Finanzkaufmann und Finanzkauffrau der
Volkseigenen Wirtschaft handelt es sich um eine in der ehemaligen DDR
angebotene Facharbeiterausbildung, welche im Rahmen der Aus- und
Weiterbildung für Werktätige absolviert werden konnte. Sie finden ihr
Arbeitsumfeld bei verschiedenen Unternehmen der Industrie und den
angehörenden Branchen. Sie sind beispielsweise in Abteilungen des
Rechnungs- und Personalwesens beschäftigt. Ihre Aufgaben umfassen alle
berufstypischen Tätigkeiten aus den Bereichen Erstellung der Gewinn- und
Verlustrechnungen, Lohn- und Gehaltsrechnung, Personalwesen,
Kontenführung sowie deren Buchhaltung. Weitergehend beschäftigen sie sich
mit den Leistungen der Sozialversicherungen. Das Gehalt kann entsprechend
der Ausrichtung des Betriebes oder des Unternehmens von Arbeitgeber zu
Arbeitgeber variieren. Der Verdienst bzw. das Einkommen hängt nicht
zuletzt von dem Arbeitsumfang innerhalb eines Unternehmens ab.