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Gehalt Forstingenieur / in

Datenbasis: 15 Datensätze aus 2014/2015
Region Q1 Ø Q3 Offene Jobs
Deutschland: 2,166 € 2,537 € 4,251 €
Baden-Württemberg 2,606 € 3,052 € 5,114 € Jobs Forstingenieur / in
Bayern 2,537 € 3,964 € 4,080 € Jobs Forstingenieur / in
Berlin 2,017 € 2,362 € 3,958 € Jobs Forstingenieur / in
Brandenburg 1,663 € 1,948 € 3,264 € Jobs Forstingenieur / in
Bremen 2,163 € 2,534 € 4,246 € Jobs Forstingenieur / in
Hamburg 2,287 € 2,679 € 4,489 € Jobs Forstingenieur / in
Hessen 1,888 € 2,211 € 3,705 € Jobs Forstingenieur / in
Mecklenburg-Vorpommern 1,583 € 1,854 € 3,107 € Jobs Forstingenieur / in
Niedersachsen 2,012 € 2,357 € 3,949 € Jobs Forstingenieur / in
Nordrhein-Westfalen 2,817 € 3,299 € 5,528 € Jobs Forstingenieur / in
Rheinland-Pfalz 2,129 € 2,494 € 4,179 € Jobs Forstingenieur / in
Saarland 2,128 € 2,492 € 4,176 € Jobs Forstingenieur / in
Sachsen 1,790 € 2,097 € 3,514 € Jobs Forstingenieur / in
Sachsen-Anhalt 1,705 € 1,997 € 3,346 € Jobs Forstingenieur / in
Schleswig-Holstein 2,022 € 2,368 € 3,968 € Jobs Forstingenieur / in
Thüringen 1,719 € 2,013 € 3,373 € Jobs Forstingenieur / in

Forstingenieur / in:

1. Gehalt

Ein Forstingenieur verdient in Deutschland durchschnittlich 2.537 €, basierend auf 15 Datensätzen. Die Bruttomonatsgehälter starten bei 2.166 € und können teilweise bis zu 4.251 € pro Monat betragen.

Die regionalen Einflüsse machen sich auch für den Forstingenieur bemerkbar. Während die Bezüge in den nördlichen Bundesländern, hier zum Beispiel in Schleswig-Holstein bei etwa 2.368 € liegen, kann man in Baden-Württemberg auf ein monatliches Durchschnittsgehalt von 3.052 € kommen. Dem häufig höheren Gehalt in den südlichen Bundesländern stehen aber in der Regel auch höhere Lebenshaltungskosten im Süden Deutschlands gegenüber.

Forstingenieur Gehalt im Detail nach Alter :

  • 25 Jahre = 2.477 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.216 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.221 Euro brutto
  • 40 Jahre = 4.001 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.686 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.299 Euro brutto

Monatsgehalt nach Firmengröße:

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.446 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.052 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.242 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Um Forstingenieur /-in zu werden, ist ein Studium der Forstwissenschaft oder der Forstwirtschaft nötig. Im Vorfeld können Interessierte eine Aus- oder Weiterbildung im weit gefassten Bereich Forst absolvieren. Die Möglichkeiten sind vielfältig und halten für ungelernte und qualifizierte Bewerber gleichermaßen Perspektiven bereit. So kommt der Beruf des/der Forstmaschinenführer /-in infrage Interessierte können sich zum/zur Forstverwalter /-in oder zum/zur Forstwirt /-in ausbilden lassen. Außerdem bieten sich die Berufe des/der Helfer /-in Forstwirtschaft oder der/die Holzwirt/-in an.

Der naheliegendste Beruf mit der Perspektive Forstingenieur /-in zu werden, ist der Beruf Forstwirt /-in. Dabei handelt es sich um eine 3-jährige anerkannte Ausbildung im dualen System. Forstwirte und Forstwirtinnen sind für den Erhalt und die Nutzung des Waldes im Einsatz. Sie leisten praktische Arbeit, indem sie Kulturflächen anlegen, Waldbestände pflegen und schützen sowie Holz ernten und es lagern. Die Aufgaben und Tätigkeiten von Forstwirten /-innen erstrecken sich auf die Saatgutgewinnung, Bodenbearbeitung und Baumkultivierung. Sie forsten Flächen auf, umzäunen Waldgebiete und bringen Schutzvorrichtungen an Jungpflanzen an. Außerdem bekämpfen sie Schädlinge. Im Rahmen der Holzernte rücken sie mit schwerem Gerät aus. Dann fällen sie Bäume, sortieren und lagern sie bzw. transportieren sie ab. Forstwirte sind auch für den Erhalt von Waldwegen und Erholungseinrichtungen im Forst zuständig.

Im Rahmen der Ausbildung lernen angehende Forstwirte /-innen

  • heimische Wildarten kennen. Sie lernen die Arten und wie man sich artgerecht verhält.
  • verschiedene Holzernteverfahren. In diesem Zuge erlernen Sie den Umgang mit der Motorsäge zur Baumfällung.
  • die Bedienung von Maschinen zu Holzernte, zum Entrinden und zum Abtransport kennen.
  • die erforderlichen Maßnahmen zum Bodenschutz, zum Bestandsschutz und zum Produktschutz.
  • das schonende Durchführen der Ernte von Holz und anderen Forsterzeugnissen.
  • die Beurteilung und Behandlung von Saatgut und Pflanzen.
  • die Vorbereitung von Kulturflächen.
  • die Herstellung, Pflege und Instandsetzung von jagdbetrieblichen Einrichtungen.
  • die Lagerung und den Schutz von Holz.
  • die Anlage und Pflege von Hecken, Freiflächen, Feuchtbiotopen und Fließgewässern.

Die Ausbildung schließt mit einer umfassenden praktischen und theoretischen Prüfung ab.

3. Studium

Der Studiengang, über den der Weg zum/zur Forstingenieur /-in führt, wird unter anderem auch als Forstwirtschaft und Öko-Systemmanagement, Forstwissenschaft und Ressourcenmanagement, Forstwissenschaft und Waldökologie, Waldwirtschaft und Umwelt oder International Forest Ecosystem Management bezeichnet. Allen Studiengängen ist gemeinsam, dass sie sich mit praktischem Grundlagenwissen der Forstwirtschaft, der Waldwirtschaft und dem Ressourcenmanagement beschäftigen. Das Studienfach Forstingenieurwesen ist ein grundständiges Studium. An Universitäten benötigen Interessenten die Hochschulreife, für ein Studium an Fachhochschulen ist die Fachhochschulreife ausreichend. Das Studium im Forstingenieurswesen ist sehr umfangreich. Die Studieninhalte sind entsprechend weit gefasst:

  • Insektenkunde (Entomologie),
  • Verfahrenstechnik und Logistik im Forst,
  • Baum- und Gehölzkunde (Dendrologie),
  • Forstnutzung,
  • Forstplanung,
  • Vermessung und Ökonomie im Forst,
  • Forstpolitik,
  • Zoologie, Wildbiologie und Jagdkunde im Forst,
  • Holzchemie,
  • Holzmesskunde,
  • Marketing in der Forstwirtschaft,
  • Absatzmöglichkeiten auf dem Holzmarkt,
  • Boden und Vegetation,
  • Ökologie und Botanik,
  • Möglichkeiten der Verwertung und verwandte Technologien von Holz,
  • Waldbau, Waldschutz, Waldstandorte,
  • Waldwachstum und Bestandskunde.

Neben diesen Pflichtfächern müssen Studenten Wahlpflichtfächer belegen. Diese richten sich auf die Analyse und Modellierung dynamischer Systeme, beschäftigen sich mit Gehölzmedizin, internationaler Forstwirtschaft, Naturschutz und Umweltrecht. Auch nachwachsende Rohstoffe, deren Züchtung und Plantagentechnologie stehen auf dem Lehrplan. Ergänzend zu theoretischen Ausbildung ist es für Studenten an einigen Hochschulen verpflichtend, Praktika, Praxismodule oder Praxissemester einzuschieben. Diese können zum Beispiel in Betrieben der Forstwirtschaft absolviert werden.

Nach einer Regelstudienzeit von 6 bis 8 Semestern können Studenten ihre Bachelor Arbeit schreiben. Haben Sie den Abschluss in der Tasche, können Sie in der Forst-und Jagdwirtschaft, in der Landschaftspflege, in der Verfahrensentwicklung oder Produktentwicklung sowie als Gutachter und Sachverständiger tätig werden. Einige Absolventen machen sich als Forstbetriebsleiter /-in selbstständig. Wer seinem Studium durch einen Master vervollständigen will, kann dies in den Bereichen Bioökonomie, Holzwirtschaft, Landschaftsökologie, Naturschutz, Forstwirtschaft oder Forstwissenschaft tun.

4. Tätigkeit

Forstingenieure und -innen können in den Landesforstdienst oder auch in dem Bundesforstdienst gelangen. Dort übernehmen sie in den meisten Fällen die Leitung eines Forstbetriebs. Allerdings ist es für eine Anstellung beim Bund oder Land erforderlich, noch ein Referendariat einzulegen, um sich zu bewähren. Dann müssen Forstingenieure zunächst an einem Forstplanungsamt oder in einer Landwirtschaftskammer arbeiten. Nicht immer sind Forstingenieure draußen in der Natur aktiv, oft ist ihr Wirkungskreis im Büro oder in einer Werkstatt. Und nicht selten sind sie dafür verantwortlich, Proben im Labor zu untersuchen.

Die Berufsangehörigen betreuen Forstdienststellen von Gemeinden oder von privaten Forstbetrieben. Wenn sie als Revierleiter eine Anstellung bekommen, beschäftigen sie sich mit den Aufgaben, die die Bewirtschaftung des Landes-, Körperschafts- oder Genossenschaftswaldes mit sich bringt. Hauptsächlich sind sie für Waldökologie und Waldnaturschutz zuständig, d.h. für die Sicherung des Wald- und Tierbestandes, den Erhalt der Baum- und Pflanzenvielfalt sowie die Erholungsmöglichkeiten für Menschen. Sie befassen sich auch mit der Holzproduktion und der damit verbundenen Waldmehrung, beraten Unternehmen über die gesetzlichen Vorschriften und führen eine Überwachungsfunktion aus.

Daneben kümmern sich um die Umweltbildung und Waldinformationen. Das heißt, dass sie z.B. örtlich relevante Lehrpfade anlegen, Informationstafeln aufstellen und diese für die öffentlichkeitswirksam aufbereiten.

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