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Gehalt Gemeindereferent / in

Datenbasis: 7 Datensätze aus 2014/2015
Region Q1 Ø Q3 Offene Jobs
Deutschland: 2,211 € 3,454 € 4,204 €
Baden-Württemberg 2,400 € 3,750 € 4,564 € Jobs Gemeindereferent / in
Bayern 2,211 € 3,454 € 4,204 € Jobs Gemeindereferent / in
Berlin 2,059 € 3,216 € 3,914 € Jobs Gemeindereferent / in
Brandenburg 1,698 € 2,652 € 3,228 € Jobs Gemeindereferent / in
Bremen 2,209 € 3,451 € 4,200 € Jobs Gemeindereferent / in
Hamburg 2,335 € 3,647 € 4,439 € Jobs Gemeindereferent / in
Hessen 2,308 € 3,605 € 4,388 € Jobs Gemeindereferent / in
Mecklenburg-Vorpommern 1,616 € 2,524 € 3,072 € Jobs Gemeindereferent / in
Niedersachsen 2,054 € 3,209 € 3,906 € Jobs Gemeindereferent / in
Nordrhein-Westfalen 1,415 € 2,211 € 2,691 € Jobs Gemeindereferent / in
Rheinland-Pfalz 1,643 € 2,566 € 3,123 € Jobs Gemeindereferent / in
Saarland 2,172 € 3,393 € 4,130 € Jobs Gemeindereferent / in
Sachsen 1,636 € 2,556 € 3,111 € Jobs Gemeindereferent / in
Sachsen-Anhalt 2,691 € 4,204 € 5,117 € Jobs Gemeindereferent / in
Schleswig-Holstein 2,063 € 3,223 € 3,923 € Jobs Gemeindereferent / in
Thüringen 1,755 € 2,741 € 3,336 € Jobs Gemeindereferent / in

Gemeindereferent / Gemeindereferentin:

1. Gehalt

Ein Gemeindereferent verdient in Deutschland durchschnittlich 3.454 €, basierend auf 7 Datensätzen. Die Bruttomonatsgehälter starten bei 2.211 € und können teilweise bis zu 4.204 € pro Monat betragen.

Die regionalen Einflüsse machen sich auch für den Gemeindereferent bemerkbar. Während die Bezüge in den nördlichen Bundesländern, hier zum Beispiel in Schleswig-Holstein bei etwa 3.223 € liegen, kann man in Baden-Württemberg auf ein monatliches Durchschnittsgehalt von 3.750 € kommen. Dem häufig höheren Gehalt in den südlichen Bundesländern stehen aber in der Regel auch höhere Lebenshaltungskosten im Süden Deutschlands gegenüber.

Gemeindereferent Gehalt im Detail nach Alter :

  • 25 Jahre = 2.566 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.355 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.454 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.454 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.605 Euro brutto
  • 50 Jahre = 4.794 Euro brutto

Monatsgehalt nach Firmengröße:

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.832 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = - Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.204 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Gemeindereferenten erfüllen einen pastoralen Beruf in der römisch-katholischen Kirche. Sie unterstützen Menschen im Leben und im Glauben. Es gibt keine direkte Ausbildung, um Gemeindereferent /-in zu werden. Interessenten absolvieren zunächst eine berufliche Ausbildung und bauen darauf mit einer Weiterbildung die Qualifikation als Gemeindereferent /-in auf.

Eine denkbare Basis für die spätere Karriere als Gemeindereferent /-in, ist eine Ausbildung zum/zur Verwaltungsfachangestellten. Diese anerkannte Berufsausbildung erledigen Bewerber bei Kreis- und Gemeindeverwaltungen oder bei anderen kommunalen Ämtern oder Behörden, beispielsweise Gesundheits-, Kultur- oder Bauämtern. Der öffentliche Dienst bevorzugt Schulabgänger, die über einen mittleren Schulabschluss oder die Hochschulreife verfügen. Gute Noten in den Fächer Mathematik, Deutsch und Wirtschaft sind für Interessenten von Vorteil.

Während der Ausbildung beschäftigen sich die Lehrlinge mit vielseitigen Inhalten:

  • Beratung von Menschen und Organisationen,
  • Erledigung von Verwaltungsaufgaben; dienstleistungsorientiert, kundenorientiert, ökonomisch sinnvoll,
  • Bearbeitung von Personalangelegenheiten,
  • Berechnung von Entgelten,
  • Mitwirkung bei Haushalts- und Wirtschaftsplänen,
  • Erledigung von Zahlungsvorgängen,
  • Beschaffung von Material und langlebigen Wirtschaftsgütern,
  • Planung und Verbesserung von Arbeitsabläufen,
  • Bearbeitung von Vorgängen mittels moderner IT- und Kommunikationssysteme,
  • Prüfung der Legitimität von Verwaltungsakten inklusive Fehlerbehebung,
  • Grundlagen der kommunalen Selbstverwaltung,
  • Aufgaben und Formen kommunaler Gebietskörperschaften,
  • Vorbereitung von Sitzungen kommunaler Gremien.

Neben den Büro- und Verwaltungsaufgaben übernehmen die Auszubildenden Herausforderungen im Haushaltswesen der öffentlichen Verwaltung. Sie befassen sich mit dem entsprechenden Kassenwesen und erlernen die Grundlagen des Kommunal-, Verwaltungs- und Steuerrechts.

Angehende Verwaltungsfachleute erarbeiten in der Lehrzeit Kompetenzen in

  • Abrechnung und Buchführung,
  • Einkauf und Beschaffung,
  • spezifischer Finanzsoftware (NSK = New System Kommunal),
  • Friedhofsverwaltung,
  • Haushaltsrecht,
  • Immobilienverwaltung,
  • Kundenberatung und –betreuung,
  • Bearbeitung von Leistungsfällen (unter anderen Arbeitslosengeld, Ausweispapiere).

Gemeindereferenten, die eine Hochschulzugangsberechtigung besitzen, können sich mit einem Universitätsstudium in katholischer Theologie höher qualifizieren. Naheliegend ist eine darauffolgende Funktion als Pastoralreferent /-in oder eine Lehrtätigkeit im Schul-/Hochschulsystem.

3. Studium

Gemeindereferenten prägen mit ihrer Expertise, Persönlichkeit und Spiritualität das kirchliche Leben ihrer Gemeinde. Dazu müssen sie eine im Durchschnitt vier Jahre währende berufliche Weiterbildung abschließen. Fachakademien und –hochschulen sowie Diözesen bieten den theologisch-pastoralen Bildungsgang an. Nach dem Studium erfolgt eine Berufseinführungsphase. Im Anschluss daran legen Studierende die sogenannte zweite Dienstprüfung ab.

Interessenten sollten berufsspezifische Eigenschaften in sich bergen, die für künftige Aufgaben unerlässlich sind:

  • Einsatz- und Leistungsbereitschaft für die engagierte Übernahme von außerplanmäßigen Gemeindediensten,
  • Sorgfältiges Arbeiten bei Vorbereitungen von Gottesdiensten oder Religionsunterricht,
  • Verantwortungsbewusstsein für die sorgsame Betreuung von kranken, sterbenden oder trauernden Menschen,
  • Eigenverantwortliches Arbeiten im Hinblick auf Veranstaltungen innerhalb der Gemeinde,
  • Flexibilität hinsichtlich der Einstellung auf verschiedene Personengruppen und Aufgaben,
  • Kreativität zur abwechslungsreichen Gestaltung von Unterricht,
  • Diskretion bei der vertraulichen Behandlung von persönlichen Informationen betreuter Bürger,
  • Psychische Stärke für zugewandte Betreuung und professionelle Distanz insbesondere beim Beistand von Sterbenden und ihren Angehörigen,
  • Kommunikationsbereitschaft und gutes Ausdrucksvermögen für Einzel- und Gruppengespräche,
  • Selbstsicherheit für ein souveränes Auftreten bei kirchlichen Angelegenheiten und im Unterricht,
  • Einfühlungsvermögen für den verständnisvollen Umgang mit Gemeindemitgliedern jeden Alters.

Studierende, die sich für eine Laufbahn als Gemeindereferent /-in entschieden haben, behandeln im Studium die nachstehenden Kerninhalte:

  • Grundlagen der Humanwissenschaften: Philosophie, Psychologie, Soziologie, Pädagogik, Recht,
  • Bedeutung der systematischen Theologie: Fundamentaltheologie/Dogmatik, Christliche Gesellschaftslehre/Moraltheorie, Lehre des christlichen Lebens,
  • Theologie in Historie und Bibel: Exegetische Methoden, Kirchengeschichte,
  • Praktische Theologie: Pastoraltheologie, Religionspädagogik, Kirchenrecht, Liturgiewissenschaft.

Die Studierenden beschäftigen sich mit den Methoden des beruflichen Handels. Sie führen in Schulen und Gemeinden Praktikumsphasen durch und reflektieren diese. Künftige Gemeindereferenten erweitern während des Studiums ihre persönlichkeitsorientierte, spirituelle Bildung.

In dem an den Studiengang anschließenden praktischen Berufsbildungsabschnitt sind die Studienabsolventen häufig als Gemeindeassistent /-in tätig. Neben der Erfüllung ihrer beruflichen Aufgaben nehmen sie weiterhin an Ausbildungsveranstaltungen teil.

4. Tätigkeit

Katholische Gemeindereferenten wirken bei der katholischen Kirche. Ihr Arbeitgeber ist meist eine Pfarrei. Sie befassen sich bei ihrer Berufsausübung mit einer Vielzahl von Aufgaben aus den Bereichen Organisation und Entwicklung von Alltagsangeboten hinsichtlich der Auslebung von Glauben. Sie schaffen verschiedenartige und der heutigen Zeit entsprechende Glaubensangebote, beraten Menschen bei Glaubensfragen und versuchen die katholische Kirche moderner zu gestalten, ohne dabei die Grundprinzipien außer Acht zu lassen. Sie arbeiten eng mit den Priestern sowie Kaplänen zusammen und entwickeln gemeinsame Konzepte die katholische Kirche und ihre Glaubenseinstellung den Menschen offen zu legen.

Eine der Hauptaufgaben von Gemeindereferenten ist die Durchführung des katholischen Religionsunterrichtes. Diesen bereiten sie selbstständig vor und nach. Sie füllen ihn mit kreativen Inhalten und gehen auf die Bedürfnisse der Kinder und jungen Erwachsenen ein. Als Lehrkraft können Gemeindereferenten hervorragend sprechen und gut zuhören. Außerdem fungieren sie oft als Seelsorger und halten Beratungsstunden für Schüler und andere Personenkreise ab. In der Kirche bereiten Gemeindereferenten Kinder-, Jugend- und Familiengottesdienste vor. Sie unterstützen die Messdiener und sind in der Jugendarbeit aktiv. Hier leiten sie beispielsweise katholische Jugendgruppen. Gemeindereferenten bereiten Jugendliche auf die Firmung vor. Sie gestalten Initiativkreise und arbeiten in der Ökumene mit. Der Besuch kranker Bürger gehört ebenso in das Aufgabengebiet eines/r Gemeindereferenten /-in wie die Ehe-, Familien- oder Lebensberatung. Gemeindereferenten planen und realisieren Kirchen- und Pfarrfeste. Dabei leisten sie Öffentlichkeitsarbeit.

Ihr Einkommen wird dabei von der katholischen Kirche gezahlt, kann aber dennoch sehr unterschiedlich gestaltet sein, was beispielsweise von der Aufgabenstellung und den regionalen Bedingungen abhängig sein kann.

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