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Gehalt Kanalreiniger /in

Datenbasis: 30 Datensätze aus 2014/2015
Region Q1 Ø Q3 Offene Jobs
Deutschland: 1,455 € 2,050 € 2,864 €
Baden-Württemberg 2,318 € 2,748 € 2,872 € Jobs Kanalreiniger /in
Bayern 1,481 € 2,086 € 2,914 € Jobs Kanalreiniger /in
Berlin 1,398 € 1,970 € 2,752 € Jobs Kanalreiniger /in
Brandenburg 1,117 € 1,574 € 2,199 € Jobs Kanalreiniger /in
Bremen 1,454 € 2,048 € 2,861 € Jobs Kanalreiniger /in
Hamburg 1,939 € 2,732 € 3,817 € Jobs Kanalreiniger /in
Hessen 1,590 € 2,240 € 3,129 € Jobs Kanalreiniger /in
Mecklenburg-Vorpommern 1,015 € 1,430 € 1,998 € Jobs Kanalreiniger /in
Niedersachsen 1,352 € 1,905 € 2,661 € Jobs Kanalreiniger /in
Nordrhein-Westfalen 1,573 € 1,925 € 2,910 € Jobs Kanalreiniger /in
Rheinland-Pfalz 1,539 € 2,169 € 3,030 € Jobs Kanalreiniger /in
Saarland 1,429 € 2,014 € 2,814 € Jobs Kanalreiniger /in
Sachsen 1,479 € 1,620 € 1,791 € Jobs Kanalreiniger /in
Sachsen-Anhalt 812 € 1,144 € 1,598 € Jobs Kanalreiniger /in
Schleswig-Holstein 1,358 € 1,913 € 2,673 € Jobs Kanalreiniger /in
Thüringen 1,155 € 1,627 € 2,273 € Jobs Kanalreiniger /in

Kanalreiniger / Kanalreinigerin:

1. Gehalt

Für einen Kanalreiniger beträgt das durchschnittliche Gehalt in Deutschland, basierend auf X Datensätzen bei 2.050 €. Die Bruttomonatsgehälter starten bei 1.455€ und können teilweise bis zu 2.864€ pro Monat betragen.

Die regionalen Einflüsse machen sich auch als Kanalreiniger bemerkbar. Während die Bezüge in den nördlichen Bundesländern, hier zum Beispiel in Schleswig-Holstein bei etwa 1.913€ liegen, kann man in Bayern auf ein monatliches Durchschnittsgehalt von 2.086€ kommen. Da die Kosten für den Lebensunterhalt in Süddeutschland etwas höher sind als im restlichen Land, relativieren sich die Gehaltsunterschiede aber oft wieder. Der Osten Deutschlands zeigt sich auch für die Kanalreiniger als Schlusslicht im bundesweiten Gehaltsranking. In Brandenburg liegt das durchschnittliche Einkommen für einen Kanalreiniger nur bei 1.913€.

Kanalreiniger: Gehalt im Detail nach Alter, Firmengröße und Geschlecht:

  • 25 Jahre = 1.836 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.014 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.401 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.318 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.293 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.500 Euro brutto
    • Monatsgehalt nach Firmengröße:

      Die Größe des Arbeitgebers macht sich auch in den Gehältern der Kanalreiniger bemerkbar. In einem Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern liegt das monatliche Gehalt bei etwa 2.086€. Wenn der Arbeitgeber 500 bis 1000 Angestellte beschäftigt erhöht sich das Durchschnittsgehalt auf 396€ brutto. Die höchsten Gehälter lassen sich wie so oft in den großen Firmen erzielen. Bei mehr als 1000 Angestellten liegt die monatliche Vergütung bei etwa 1.723€.

2. Ausbildung / Weiterbildung

Kanalreiniger investieren viel Zeit in Sanierungsarbeiten an Kanalsystemen. Die moderne Berufsbezeichnung für Kanalreiniger lautet Fachkraft Rohr-, Kanal- und Industrieservice. Wem dieser Berufszweig nicht stinkt, beginnt eine anerkannte dreijährige Ausbildung in einem einschlägigen Betrieb. Unternehmen, die eine Ausbildung anbieten, gehören zum öffentlichen Dienst, zum Handwerk oder zur Industrie.

Schulabgänger, die sich für die Ausbildung begeistern, haben eine Vorliebe für praktische Arbeiten. Sie stellen sich ein auf das Entleeren, Instandhalten und Reinigen von Tanks und Pumpanlagen. Schadstellen müssen sie reparieren und Rückstände und Reste abpumpen. Bewerber haben Interesse an organisatorischen Tätigkeiten wie die Überwachung von Abwasserleitungen. Und theoretisch-abstrakte Herausforderungen schrecken angehende Lehrlinge nicht ab. Damit ist unter anderem die systematische Fehlersuche nach Störungen an Abfüllanalgen oder Abwassereinleitungssystem gemeint.

Wer diese Affinitäten mitbringt und mindestens einen Hauptschulabschluss oder die Mittlere Reife vorweisen kann, steigt in ein Berufsfeld mit Zukunft ein. Fachkräfte Rohr-, Kanal- und Industrieservice beschäftigen sich in ihrer Ausbildungszeit mit

  • der Bedeutung von ökologischen Kreisläufen,
  • Umweltschutztechnik,
  • Hygienevorschriften,
  • betriebsüblichen Verfahrenstechniken und Maschinen,
  • der Anwendung von Mess-, Steuerungs- und Regelungsmethoden,
  • dem Einsatz korrekter Arbeitsmittel,
  • der Handhabung von Sicherheitsvorschriften,
  • der richtigen Einlagerung und Beförderung von Stoffen und Gütern,
  • die Berücksichtigung von Atem-, Explosions- und Brandschutzmaßnahmen,
  • der Reinigung und Inspizierung von Arbeitsgeräten und Vorrichtungen,
  • der Vorbereitung von Arbeiten,
  • der Sicherung von Arbeitsumgebungen,
  • mit der Räumung von Baustellen.

Im Kernthema Rohr- und Kanalservice lernen die Auszubildenden, welche Maßnahmen zur Reinigung von Rohrleitungen, Abwasserbauwerken, Abwasserleitungen und Abwasserkanälen erforderlich sind. Gleichermaßen erarbeiten sie Grundwissen über die entsprechende Unterhaltung und Wartung der vorgenannten Einrichtungen. Der Bereich Industrieservice befasst sich vorrangig mit den erforderlichen Reinigungs- und Instandhaltungsarbeiten für große Anlagen.

Führungspositionen erreichen Kanalreiniger durch die fachbegleitende Prüfung zum/zur Meister /-in Rohr-, Kanal- und Industrieservice. Mit einer Hochschulzugangsberechtigung können sie ein Studium aufnehmen. Ein passendes Fach ist Umwelttechnik. Gute betriebswirtschaftliche Kenntnisse ermöglichen einem /-r Kanalreiniger /-in die Aufnahme einer Selbstständigkeit mit einem eigenen Betrieb für Kanal- und Rohrreinigung.

3. Studium

Um sich als Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice fortzubilden, eignet sich ein Hochschulstudium im Bereich Umwelttechnik. Der Studienbereich Umweltschutz, Ökologie und Entsorgung umspannt alle Instrumente und Methoden, die dem Schutz der Umwelt und der Erhaltung des natürlichen Lebensraumes dienlich sind. Umweltschutz betrifft alle Gebiete: Wasser, Boden und Luft. Ein wichtiger Punkt ist Klimaschutz. Auf diesem Feld werden Mittel und Wege erforscht, mittels derer die globale Erwärmung verlangsamt werden kann. Der Schutz der Wälder und die Erhaltung von natürlichen Ressourcen sind relevante Studieninhalte.

Einen Bachelorabschluss in Umweltingenieurwesen erarbeiten Studenten in der Regel in sieben Semestern. Der Studiengang basiert auf soliden Grundlagenkenntnissen und vertieft fächerübergreifende Spezialexpertise. Die Themen reichen von Maschinenbau bis Materialwissenschaft. Im Detail büffeln Studenten des Umweltingenieurwesens folgende Inhalte:

  • Umwelttechnik,
  • Klimamodelle,
  • Umweltschutz,
  • Mathematik (Analysis und Statistik),
  • Technik und Physik
  • Betriebswirtschaft,
  • Umweltökonomie,
  • Chemie
  • Mikrobiologie,
  • Toxikologie,
  • Recycling,
  • Maschinenbau,
  • Qualitätsmanagement,
  • Projektmanagement,
  • Verkaufskommunikation,
  • Umweltrecht.

Im Studienverlauf ergänzen sich die umweltspezifischen Fachthemen um

  • Energieeffizienz,
  • Wärme- und Stoffaustausch,
  • Energietechnik,
  • Wasseraufbereitung und –gewinnung,
  • Abwasserreinigungstechnik,
  • Prozesswassertechnik.

Karrierechancen ergeben sich später in fachbezogenen Ingenieurbüros, Industrieunternehmen, Behörden, Forschungszentren für Umwelttechnologie. Mit ihrem Sachverstand können studierte Kanalbauer aber auch eine Tätigkeit als Gutachter /-in aufnehmen.

4. Tätigkeit

Rohr-, Kanal- und Industrieservicefachleute haben gute Jobperspektiven. Irgendwo ist immer ein Kanalsystem marode, das erneuert oder repariert werden muss. Kanalreiniger sind Experten im Umgang mit fortschrittlicher Technik. Sie bedienen komplizierte Kameraroboter und lassen diese zur Untersuchung in Schächte oder Rohre hinab. Mit einem mobilen Bildschirm überprüfen sie die Kamerabilder und suchen nach Rohrbrüchen oder Verstopfungen. Kleinere Löcher dichten Fachkräfte für Rohr- , Kanal- und Industrieservice mit flüssigem Harz ab. Dieses haftet passgenau an Rohrwänden.

Kanalreiniger haben einen Führerschein und können große sogenannte „Saug-Spül-Kombinationsfahrzeuge“ fahren und bedienen. Wenn die moderne Technik nicht greift, müssen die Fachleute schon mal in einen bekriechbaren Kanal steigen. Daher rührt die zu Unrecht verbreitete Annahme, dass der Beruf des Kanalreinigers enorm dreckig ist. Kanalreiniger verantworten, dass Grundwasser vor austretendem Abwasser aus der Kanalisation geschützt ist. So verhindern sie eine Verunreinigung von Trinkwasser. In ländlichen Gebieten leeren Rohr-, Kanal- und Industrieservicefachkräfte Güllegruben von abgelegenen Höfen, die keinen Kanalanschluss besitzen.

Man kann sich zum Beispiel um eine Stelle im öffentlichen Dienst bewerben und erhält, wenn man angenommen wird, ein gutes Einstiegsgehalt. Natürlich kann man sich auch bei privaten Rohr- und Abflussreinigungsfirmen bewerben. Dabei bestehen von Unternehmen zu Unternehmen große Schwankungen beim Einstiegsgehalt.

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