Gehaltsdatenbank mit 1,5 Mio Einträgen

Gehalt Mediengestaltung Digital- / Printmedien

Datenbasis: 1393  Datensätze aus 2013/2014

Mediengestaltung Digital- / Printmedien:

Gehalt

Als Mediengestalter für Digital- / Printmedien liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.153 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 1393 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.469 € beginnen, Mediengestalter Digital- / Printmedien in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 3.179 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.074 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.381 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Mediengestalter für Digital- / Printmedien in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 1.930 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.153 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.376 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.627 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.651 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.775 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.097 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.415 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.557 Euro brutto
Ausbildung / Weiterbildung

Die duale Ausbildung zum Mediengestalter Digital und Print dauert drei Jahre. Sie findet blockweise in einer Berufsschule und im Ausbildungsbetrieb, teilweise auch in einer überbetrieblichen Ausbildungsstätte, statt. Ablauf sowie Inhalte dieser Lehre sind in der Handwerksordnung (HwO) und dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) bundesweit geregelt.

Ein bestimmter Schulabschluss ist nicht vorgeschrieben; in der Realität bevorzugen die Ausbildungsfirmen Abiturienten (2012: 78 Prozent). Dabei achten die Ausbilder bevorzugt auf gute Schulnoten in den Fächern:

  • Mathematik:
    für Kalkulationen und Berechnung technischer Daten,
  • Deutsch:
    Rechtschreibung, Grammatik sowie Satzbau für die Erstellung oder Bearbeitung von Texten,
  • Wirtschaft:
    für Angebots-Erstellungen und Verkaufspreis-Kalkulationen,
  • Kunst:
    für Gestaltungsentwürfe von Medienprodukten nach Wünschen des Kunden,
  • Datenverarbeitung:
    für leichten Einstieg in die Bedienung spezieller Software.

In der ersten Ausbildungshälfte lernen die Auszubildenden neben anderen Inhalten:

  • Grundelemente der Gestaltungsmittel (Typografie, Farbe, Proportionen, Kontrast) sowie deren zielgruppen- und medienspezifischen Einsatz,
  • Erfassung eines Auftrags, Aufteilung in einzelne Arbeitsschritte, Erstellung von Arbeitsanweisungen, Terminüberwachung,
  • Organisation der anfallenden Daten und Bereitstellung dieser für die einzelnen Arbeitsschritte,
  • Aufbereitung der Daten für medienübergreifende Nutzung.

Nach 18 Monaten entscheidet sich der Auszubildende für seinen beruflichen Schwerpunkt. Er wählt zwischen den Fachrichtungen:

  • Beratung und Planung:
    Kommunikations-Regeln bei der Kundenberatung; Vor- und Nachbereitung von Verkaufsgesprächen; Projektkonzeption; Projektplanung,
  • Konzeption und Visualisierung:
    Entwicklung von Gestaltungsvarianten; Präsentation der Medienprodukte; Abstimmung mit dem Kunden,
  • Gestaltung und Technik

Gestaltungsvorgaben und -ideen verwirklichen; Steuerung des Produktionsprozesses; Prüfung sowie Übergabe der Endprodukte.

Nach Endes des zweiten Ausbildungsjahres legt ein Auszubildender eine schriftliche und praktische Zwischenprüfung ab. Die Gesellenprüfung zum Ausbildungsende findet (praktisch sowie schriftlich) vor der Industrie- und Handelskammer (IHK) oder Handwerkskammer statt.

Studium

Besitzt der ausgebildete Mediengestalter Digital und Print eine Hochschulzugangs-Berechtigung, eröffnen sich ihm die Studiengänge Mediendesign / Medienkunst oder Fotografie.

Im Bachelor-Studienfach Mediendesign / Medienkunst wählt der Student nach Bestehen des hochschulinternen Auswahlverfahrens und einer Eignungsprüfung aus folgenden Studiengängen:

  • Virtual Design,
  • Multimedia / Virtual Reality-Design,
  • Motion Design,
  • Medienkunst / Mediengestaltung,
  • Mediendesign / Designtechnik,
  • Kunst und Multimedia,
  • Intermediales Design,
  • Digitale Medien / Mediengestaltung,
  • Design interaktiver Medien,
  • Communication und Multimediadesign
  • und anderen.

Die Regelstudienzeit beträgt bis zu acht Semester, was der Praxiserfahrung entspricht. Mit Erreichen der Leistungspunkte und Abgabe der Bachelor-Thesis erhält der Absolvent die Auszeichnung "Bachelor of Arts (B. A.)", "Bachelor of Science (B. Sc.)", "Bachelor of Engineering (B. Eng.)" oder Bachelor of Fine Arts (B. F. A.)". Im Anschluss steht dem Akademiker ein gleichnamiger Master-Studiengang offen.

Im Bachelor-Studienfach Fotografie wählt der Studierende aus den Studiengängen:

  • Fotografie,
  • Bildjournalismus sowie
  • Fotojournalismus und Dokumentarfotografie.

Nach regelmäßig acht Semestern Studiendauer, Erreichen der erforderlichen ECTS-Punkte und Abgabe der Bachelor-Arbeit verleiht die Hochschule dem Absolventen den Titel des "Bachelor of Arts (B. A.)".

An das Grundstudium schließt der Akademiker bei Interesse das Master-Studium mit weiteren zwei bis vier Semestern Dauer an.

Tätigkeit

Der Beruf des Mediengestalters oder der Mediengestalterin für Digital- und Printmedien beinhaltet das Gestalten von Magazinen als Print- oder als Onlineausgabe, Flyern, Karten oder Internetseiten mit Hilfe verschiedener Tools wie z.B. Freehand oder Photoshop. Der Beruf verlangt einen kreativen Kopf, der ein Auge für Farben, Formen und Layout hat, Kundenwünsche gut umsetzen kann und darüber hinaus streßresistent ist. Als Mediengestalter oder Mediengestalterin ist man beispielsweise in einer Werbeagentur angestellt und wird nach abgeschlossener Ausbildung mit einem Einstiegsgehalt zwischen 2.500 und 3.000 Euro brutto bezahlt. Als selbständiger Mediengestalter liegt der Stundenlohn bei ca. 20 Euro je nach Auftragsart und -volumen. Je nach Berufserfahrung kann das Gehalt entsprechend variieren.

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