Physiklaborant Gehalt bundesweit

1,926 - 3,986

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*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Physiklaborant / in

Datenbasis: 43 Datensätze aus 2015/2016
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1,926 € 2,720 € 3,986 €
Baden-Württemberg 1,537 € 2,170 € 3,180 € Jobs Physiklaborant / in
Bayern 2,146 € 2,335 € 3,375 € Jobs Physiklaborant / in
Berlin 1,779 € 2,512 € 3,681 € Jobs Physiklaborant / in
Brandenburg 1,437 € 2,030 € 2,975 € Jobs Physiklaborant / in
Bremen 1,841 € 2,600 € 3,810 € Jobs Physiklaborant / in
Hamburg 2,015 € 2,846 € 4,171 € Jobs Physiklaborant / in
Hessen 2,658 € 3,193 € 4,800 € Jobs Physiklaborant / in
Mecklenburg-Vorpommern 1,384 € 1,955 € 2,865 € Jobs Physiklaborant / in
Niedersachsen 2,303 € 2,734 € 3,068 € Jobs Physiklaborant / in
Nordrhein-Westfalen 1,965 € 2,965 € 4,482 € Jobs Physiklaborant / in
Rheinland-Pfalz 1,847 € 2,425 € 3,878 € Jobs Physiklaborant / in
Saarland 1,791 € 2,530 € 3,708 € Jobs Physiklaborant / in
Sachsen 1,632 € 2,231 € 2,374 € Jobs Physiklaborant / in
Sachsen-Anhalt 1,416 € 2,000 € 2,931 € Jobs Physiklaborant / in
Schleswig-Holstein 1,691 € 2,388 € 3,499 € Jobs Physiklaborant / in
Thüringen 1,499 € 2,117 € 3,102 € Jobs Physiklaborant / in

Physiklaborant / Physiklaborantin:

1. Gehalt

Ein Physiklaborant verdient in Deutschland durchschnittlich 2.720 €, basierend auf 43 Datensätzen. Die Bruttomonatsgehälter starten bei 1.926 € und können teilweise bis zu 3.986 € pro Monat betragen.

Die regionalen Einflüsse machen sich auch für den Physiklaborant bemerkbar. Während die Bezüge in den nördlichen Bundesländern, hier zum Beispiel in Schleswig-Holstein bei etwa 2.388 € liegen, kann man in Baden-Württemberg auf ein monatliches Durchschnittsgehalt von 2.170 € kommen. Dem häufig höheren Gehalt in den südlichen Bundesländern stehen aber in der Regel auch höhere Lebenshaltungskosten im Süden Deutschlands gegenüber.

Physiklaborant Gehalt im Detail nach Alter :

  • 25 Jahre = 2.507 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.613 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.335 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.050 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.391 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.605 Euro brutto

Monatsgehalt nach Firmengröße:

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.607 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.784 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.956 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Die Ausbildung zum/zur Physiklaborant/-in ist eine dreieinhalbjährige duale Ausbildung. Während der Ausbildung stehen diese Ausbildungsinhalte auf dem Stundenplan:

  • Einsatz von Laborgeräten aus unterschiedlichen Materialien (Metall, Glas, Porzellan) zum Reinigen, Trennen, Lagern und Aufbewahren von Arbeitsstoffen,
  • Kennzeichnung von Arbeitsstoffen, Umgang mit Lösemitteln, Salzen und Säuren,
  • Methoden der Stoffreinigung, -trennung und -verunreinigung,
  • Messung von Widerstand, Stromstärke und Spannung,
  • Montage von Schaltungen und Geräten,
  • Schutzmaßnahmen vor Korrosion,
  • Anwendung von Methoden der Mikrobiologie (Desinfektion und Sterilisation),
  • Charakterisierung von Gasen, Flüssigkeiten und Festkörpern,
  • Messung, Berechnung und Bestimmung von Kräften,
  • Strahlenschutzmaßnahmen,
  • Steuerung, Erfassung und Auswertung von Labordaten mittels EDV-Lösungen.

Die Liste der alternativen Ausbildungsberufe ist übersichtlich: Die Ausbildung zum/zur biologisch-technischen Assistent/-in, zum/zur chemisch-technischen Assistent/-in und zum/zur physikalisch-technischen Assistent/-in ist schulisch geregelt. Die Ausbildungsdauer kann hier – je nach Bundesland und Berufsfachschule – sehr unterschiedlich ausfallen. Doch es gibt auch Alternativen im Bereich der dualen Ausbildungen: Die Ausbildung zum/zur Biologielaborant/-in und zum/zur Chemielaborant/-in dauert dreieinhalb Jahre und erfolgt im regelmäßigen Wechsel von theoretischen Lerneinheiten an der Berufsschule und der Praxis im Ausbildungsbetrieb.

Neben der Möglichkeit sich in der Praxis fachspezifisch zu qualifizieren (durch Kursmodule im Bereich Physik, Messtechnik, Labor, Elektrotechnik, Strahlen- und Laserschutz, Qualitätsprüfung und -technik sowie Labor), gibt es daneben auch die durchaus sinnvolle Option, eine Weiterbildung zum/zur Techniker/-in der Fachrichtung Physiktechnik aufzunehmen. Während dieser fachspezifischen Weiterbildung stehen diese Themen auf dem Lehrplan:

  • Technische Mathematik, Chemie,
  • Physikalische Technik,
  • Informationstechnik, Elektrotechnik und Elektronik, Steuerungs- und Regelungstechnik.

Alternative Weiterbildungsoptionen sind: Die Weiterbildung zum/zur Techniker/-in der Chemietechnik, der Elektrotechnik, der Galvanotechnik, der Korrosionsschutztechnik und der Werkstofftechnik. Und auch nach dieser Weiterbildung gibt es noch weitere Fortbildungsoptionen wie beispielsweise die zum/zur technischen Betriebswirt/-in.

Informationen zum Gehalt in der Ausbildung als Physiklaborant/-in.

3. Studium

Wer als Physiklaborant/-in über eine Hochschulzugangsberechtigung verfügt, hat eine Reihe von Möglichkeiten, ein Studium zur Erreichung dieses Berufsziels auszuwählen. Diese Studiengänge sind dabei möglich: Physik, Physikingenieurwesen, Angewandte Naturwissenschaft, Werkstoffwissenschaft, Werkstofftechnik, Materialwissenschaft und Verfahrenstechnik. Beim Physik-Studium stehen unter anderem diese Inhalte auf dem Studienplan:

  • Festkörperphysik, Kern- und Elementarteilchenphysik,
  • Mathematik, Physik (Thermo- und Hydrodynamik, Relativitätstheorie, Mechanik, Elektrodynamik, Quantenmechanik), Statistik, allgemeine und anorganische Chemie,
  • Programmierung.

Beim Studium des Physikingenieurwesens werden die Studenten mit diesen Themen konfrontiert:

➤ Analysis, Integraltransformation, Differenzialgleichungen, Algebra, Informationstechnik, Mechanik (Kontinuumsmechanik), Elektrotechnik, Konstruktion, Messtechnik (Sensorik), Regelungstechnik, Kinematik, Dynamik, Statik, Festigkeitslehre, Strömungslehre, Materialtheorie, Chemie, Physik.

Wer sich für ein Studium der angewandten Naturwissenschaften entscheidet, wird diese Themen lernen:

➤ Analytik, Informatik, Biologie, Chemie, Mathematik, Biologie, Physik, Medizin, Mikrosysteme, Biomechanik, Oberflächenmesstechnik, Nanotechnologie, Patentrecht, Qualitätsmanagement.

Im Studium der Werkstofftechnik und der Werkstoffwissenschaft beschäftigen sich Studenten und Professoren mit diesen Themen:

Betriebswirtschaftslehre, Qualitätsmanagement, Betriebsfestigkeit, Fertigungstechnik, Steuerungs- und Regelungstechnik, Glas, Keramik, Kunststofftechnik, Metallurgie, Biomaterialien, Verbundwerkstoffe, Materialwirtschaft.

Im Studium der Materialwissenschaften ist die Physik eines von vielen Themen, wie die Liste der Studienhalte zeigt:

➤ Chemie, Phasenchemie/-analytik, physikalische Chemie, Quantenphysik, Festkörperphysik, Experimentalphysik, theoretische Physik, Elektrotechnik, Mechanik, Energietechnik, Gießereikunde, Werkstoffverarbeitung, Umformtechnik, Kristallographie, Mathematik, Leichtbauwerkstoffe, Werkzeugmaschinen, Industrieroboter.

Das Studium der Verfahrenstechnik zeigt diese Inhalte auf dem Lehrplan:

➤ BWL, Fremdsprachen, Informatik, Chemie, Mathematik, Physik, Analytik, Mikrobiologie, Elektrotechnik, Energie- und Umwelttechnik, Mess- und Regelungstechnik, Prozess-/Apparate- und Anlagentechnik, Sicherheitstechnik, Bioverfahrenstechnik, Rührtechnik, Strömungsförderungstechnik, Versorgungstechnik, Mechanik, Thermodynamik, Strömungsdynamik.

In der Regel werden auch weiterführende Studienfächer in den erwähnten Fachbereichen angeboten. Grundvoraussetzung für den Beruf des/der Physiklaborant/-in ist das allerdings nicht, denn wer als Physiklaborant/-in arbeiten will, kann dies nach dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung auch ohne akademischen Titel. Wer jedoch in die Forschung und Entwicklung gehen möchte, als Laborleiter arbeiten will oder eine führende Position ausüben möchte, der wird in aller Regel ein Studium absolvieren.

4. Tätigkeit

Physiklaboranten arbeiten an physikalischen Forschungsinstituten und an Hochschulen. Auch in Prüflaboren der Bau- und Chemieindustrie finden sie eine Anstellung, die zu ihrer beruflichen Qualifikation passt. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, Versuchsreihen aufzubauen und Messungen durchzuführen. Neben der Durchführung steht die Dokumentation der Versuche im Vordergrund, sowohl Verlauf als auch Ergebnisse werden genau festgehalten. Sie prüfen beispielsweise Baustoffe auf ihre physikalischen Eigenschaften wie etwa Schmelz- und Siedepunkt, Härtegrad oder Wasserlöslichkeit.

Einzelne Arbeitsschritte sind dabei:

  • Entnahme von Proben,
  • Herstellung von Maßlösungen,
  • Durcharbeiten von technischen Unterlagen und Versuchsbeschreibungen,
  • Planung und Vorbereitung von Versuchen,
  • Anschluss von Messgeräten,
  • Auswahl und Bereitstellung von Apparaturen,
  • Durchführung von Versuchen und Versuchsreihen,
  • Einsatz von Messgeräten mechanischer und elektronischer Art,
  • Steuerung des Versuchsaufbaus,
  • Einlesen der Messdaten,
  • Durchführung von Materialanalysen,
  • Bestimmung von Zug- und Bruchfestigkeit,
  • Untersuchung nanotechnischer Materialien,
  • Dokumentation, Auswertung und Interpretation von Versuchsreihen und Messergebnissen,
  • Optimierung der Versuche und der Messergebnisse,
  • Pflege und Instandhaltung von Apparaten, Geräten und Versuchsaufbauten,
  • Programmierungen von Anwendungen zur Dokumentation und Auswertung der Messungen und Versuchsreihen.