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Gehalt Praxismanagement

Datenbasis: 143  Datensätze aus 2014/2015
Region Q1 Ø Q3 Offene Jobs
Deutschland: 1,679€ 2,531€ 3,690€
Baden-Württemberg 1,761€ 2,470€ 2,911€ Jobs Praxismanagement
Bayern 1,859€ 2,598€ 4,172€ Jobs Praxismanagement
Berlin 1,614€ 2,157€ 5,164€ Jobs Praxismanagement
Brandenburg 1,571€ 1,932€ 2,275€ Jobs Praxismanagement
Bremen 1,687€ 2,553€ 3,715€ Jobs Praxismanagement
Hamburg 2,111€ 3,157€ 3,736€ Jobs Praxismanagement
Hessen 1,657€ 2,545€ 3,559€ Jobs Praxismanagement
Mecklenburg-Vorpommern 834€ 1,262€ 1,836€ Jobs Praxismanagement
Niedersachsen 1,556€ 2,685€ 3,671€ Jobs Praxismanagement
Nordrhein-Westfalen 1,785€ 2,640€ 4,553€ Jobs Praxismanagement
Rheinland-Pfalz 1,828€ 2,381€ 3,194€ Jobs Praxismanagement
Saarland 2,140€ 3,238€ 4,712€ Jobs Praxismanagement
Sachsen 1,509€ 2,284€ 3,323€ Jobs Praxismanagement
Sachsen-Anhalt 1,104€ 1,671€ 2,431€ Jobs Praxismanagement
Schleswig-Holstein 2,184€ 2,239€ 2,744€ Jobs Praxismanagement
Thüringen 1,423€ 2,153€ 3,133€ Jobs Praxismanagement

Praxismanagement:

1. Gehalt

Ein Praxismanager verdient in Deutschland durchschnittlich 2.531 €, basierend auf 143 Datensätzen. Die Bruttomonatsgehälter starten bei 1.679 € und können teilweise bis zu 3.690 € pro Monat betragen.

Die regionalen Einflüsse machen sich auch für den Praxismanager bemerkbar. Während die Bezüge in den nördlichen Bundesländern, hier zum Beispiel in Schleswig-Holstein bei etwa 2.239 € liegen, kann man in Baden-Württemberg auf ein monatliches Durchschnittsgehalt von 2.470 € kommen. Dem häufig höheren Gehalt in den südlichen Bundesländern stehen aber in der Regel auch höhere Lebenshaltungskosten im Süden Deutschlands gegenüber.

Praxismanager Gehalt im Detail nach Alter :

  • 25 Jahre = 1.932 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.097 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.339 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.666 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.672 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.864 Euro brutto

Monatsgehalt nach Firmengröße:

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.531 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.033 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 1.967 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Ein/e Praxismanager /-in hat in aller Regel bereits eine Ausbildung im Gesundheitswesen abgeschlossen und eine Weiterbildungsmaßnahme besucht. Diese kann unterschiedlich intensiv ausfallen. Meist haben angehende Praxismanager eine der folgenden Ausbildungen absolviert:

In aller Regel fallen innerbetriebliche Weiterbildungen kürzer aus, als eine breit angelegte Weiterbildung zum /zur Praxismanager /-in bei einem externen Institut. Wer jedoch nach einer klassischen Ausbildung im medizinischen Bereich bei einem neuen Arbeitgeber als Praxismanager /-in anheuert, der muss folgende Kenntnisse und Fähigkeiten in der Regel per Zertifikat nachweisen können:

  • Betriebswirtschaft: Buchführung, Buchhaltung, Büromanagement, Wirtschaftlichkeitsrechnung, Personalwesen, Einkauf
  • Patientenmanagement: Betreuung, Aufnahme, Verwaltung
  • Praxisorganisation und /-verwaltung
  • Qualitätsmanagement, Hygienevorschriften
  • Medizinische Fachterminologie

Wer Praxismanager werden möchte, sollte in Abhängigkeit von den jeweiligen Vorkenntnissen, entweder einzelne Kurse zu den genannten Themen belegen, oder beispielsweise einen Fachkurs an der IHK besuchen. Der Kurs ist vergleichsweise kurz und richtet sich an Mitarbeiter in Arztpraxen. Die Mitarbeiter profitieren von ihren Kenntnissen aus der Praxis, die im Zertifikatskurs durch betriebswirtschaftliche Inhalte ergänzt werden.

Wer plant, sich als Praxismanager selbstständig zu machen, kann spezielle Existenzgründungsseminare belegen und sich mit Seminaren zum Zeitmanagement sowie zu Buchführung und Marketing soweit qualifizieren, dass der Sprung in die Selbstständigkeit klappt. Je nach vorhandenem Netzwerk können vergangene Arbeitgeber sowie Praxen in der Umgebung dann zuerst angesprochen werden.

Mit der obersten Prämisse, das Praxisleben effizienter zu gestalten, ist der Praxismanager ein Berater für Ärzte. Angestellte fürchten hingegen oft Veränderungen. Doch wer mit Empathie und einer positiven Einstellung an die Analyse der jeweiligen Praxisabläufe geht, kann meist auch die Skeptiker davon überzeugen, dass eine effiziente Praxisführung auch bedeutet, dass die Praxis zukunftsfähig ist.

3. Studium

Es gibt zwei Richtungen, die den Weg zum Beruf des Praxismanagers bahnen: Entweder es wird an einer Hochschule Gesundheitsmanagement studiert oder Praxismanagement wird in Form einer Weiterbildungsmaßnahme an einer Fernuniversität berufsbegleitend studiert. Das unterscheidet die beiden Wege:

Studenten des Gesundheitsmanagements haben zu einem Großteil betriebswirtschaftliche Fächer auf dem Stundenplan:

  • Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft, Ökonomie
  • Finanzwirtschaft, Rechnungswesen, Steuern
  • Marketing
  • Psychologie, Soziologie
  • Rechtswissenschaft
  • Unternehmensführung: Unternehmensstruktur, Unternehmensplanung, Personalführung
  • Zeit- /Zukunftsmanagement
  • Managementsoziologie

Absolventen eines Gesundheitsmanagement Studiums können als Praxismanager fungieren oder in einem Krankenhaus, in Rehabilitationseinrichtungen sowie in Kur- und Pflegeeinrichtungen in einer leitenden Funktion tätig sein. Auch Krankenkassen und Gesundheitsämter sowie Pharmazieunternehmen bauen oft auf das Know-how von Absolventen des Gesundheitsmanagements.

Punktgenauer auf das Berufsbild und den Tätigkeitsbereich des /der Praxismanager /-in zielt hingegen das gleichnamige Fernstudium ab. Die Ausbildungsinhalte ähneln dem klassischen Studium, jedoch können Absolventen nach bestandener Ausbildung den Titel „Praxismanager /-in“ tragen. Folgende Schwerpunkte erwarten die Studenten:

  • Führung: Techniken, Instrumente, Kundenorientierung, Personalmanagement, Mitarbeitergespräch, Zielvereinbarung, Zielerreichung
  • Kommunikation: Regeln, Modell, Gesprächsführung, Kommunikation, Motivation
  • Prozessmanagement: Organisationsentwicklung, Planung, Kontrolle, Steuerung
  • Wirtschaftlichkeit: Steuern, Finanzen, Buchhaltung, Kostenführung
  • Organisation: Praxisführung, Zeitmanagement, Selbstorganisation, Information, Kommunikation
  • Marketing: Grundlagen, Forschung, Planung, Konzept, Kontrolle
  • Qualitätsmanagement: Grundlagen, Qualität, Systeme

Voraussetzung für das Fernstudium ist eine abgeschlossene Ausbildung sowie Berufserfahrung in einer Praxis.

Sowohl nach einem Studium des Gesundheitsmanagement als auch nach einem Fernstudium zum /zur Praxismanager /-in kann der Weg in eine Festanstellung als Führungskraft führen oder in die Selbstständigkeit. Wer die Selbstständigkeit wählt, muss sich nicht entscheiden, ob er seine Dienste Krankenkassen, Ärzten oder gar Apotheken zur Verfügung stellt, sondern kann sich seinen Kundenstamm so kreieren, wie er /sie möchte. Selbstständige arbeiten dann auch als Sachverständige, die mit entsprechender Zusatzqualifikation auch Zertifizierungen ausstellen können. So ist auch klar: Nach der Zertifizierung als „Praxismanager /-in“ hat das Lernen noch kein Ende, denn gerade im Medizin- und Pharmabereich gibt es häufig Gesetzesänderungen, auf die es effizient zu reagieren gilt.

4. Tätigkeit

Praxismanager und Praxismanagerinnen organisieren und verwalten sämtliche Prozesse in größeren Arztpraxen. Prozesse, Personal, Leistungen und aktive Praxisarbeit sind die vier Hauptaufgabenfelder von Praxismanagern. Dahinter verbergen sich die folgenden Einzelaufgaben, die Praxismanager in Praxen der Human- und Veterinärmedizin erfüllen.

  • Prozesse: Strukturierung und Dokumentation, Prüfung von Kosten- /Umsatzverläufen, Rentabilitätsprüfung von medizinischen Geräten, Plan- und Zielwertkontrolle, Qualitätsmanagement, Anpassung der Prozesse an aktuelle Rahmenbedingungen
  • Personal: Profile erstellen, Anzeigen erstellen, schalten und Rücklauf auswerten, Vorauswahl der Bewerber
  • Leistungen: Leistungsportfolio ansprechend präsentieren, Werbematerial (Homepage, Broschüren etc.) aktuell halten
  • Aktive Praxisarbeit: Patientenempfang, Krankenkassenabrechnung, Dokumentation, Lagerhaltung, Materialeinkauf
  • Sie üben sowohl eine betriebswirtschaftliche Überwachungsfunktion (Controlling) aus, disponieren Termine und planen den Personaleinsatz. Alle Abläufe in Arztpraxen und im Gesundheitswesen, insbesondere das Abrechnungswesen sind ihnen bekannt. Die Grundaufgabe eines Praxismanagers besteht darin, sämtliche Abläufe und Prozesse in einer Praxis so zu optimieren, dass der Praxisalltag möglichst reibungslos, effektiv und damit auch effizient abläuft. Was in Teilen vergleichsweise einfach klingt, kann beispielsweise auch eine detaillierte Kosten- /Nutzenrechnung von medizinischen Geräten bedeuten. Dahinter verbirgt sich dann oft eine Kostenabwägung, ob ein Gerät kostengünstiger als Eigentum oder als Leasingmodell betrieben wird.

    Als Zugang zu diesem Beruf kommen Ausbildungen in den medizinischen Assistenzberufen und der Praxisverwaltung in Frage. EDV - Kenntnisse sind unverzichtbar. Im Umgang mit Patienten und Patientinnen wird ein gepflegtes Äußeres sowie gute Umgangsformen erwartet.

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