Rettungsassistent Gehalt bundesweit

1,566 - 2,920

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*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Rettungsassistenz

Datenbasis: 272 Datensätze aus 2015/2016
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1,566 € 2,138 € 2,920 €
Baden-Württemberg 1,790 € 2,382 € 3,017 € Jobs Rettungsassistenz
Bayern 1,440 € 2,110 € 3,173 € Jobs Rettungsassistenz
Berlin 1,542 € 2,084 € 3,106 € Jobs Rettungsassistenz
Brandenburg 1,455 € 1,848 € 1,940 € Jobs Rettungsassistenz
Bremen 1,402 € 1,914 € 2,614 € Jobs Rettungsassistenz
Hamburg 1,327 € 2,103 € 3,409 € Jobs Rettungsassistenz
Hessen 2,003 € 2,424 € 3,001 € Jobs Rettungsassistenz
Mecklenburg-Vorpommern 1,342 € 1,761 € 2,638 € Jobs Rettungsassistenz
Niedersachsen 1,679 € 2,095 € 3,044 € Jobs Rettungsassistenz
Nordrhein-Westfalen 1,566 € 2,107 € 2,759 € Jobs Rettungsassistenz
Rheinland-Pfalz 1,776 € 2,488 € 3,160 € Jobs Rettungsassistenz
Saarland 1,381 € 1,885 € 2,574 € Jobs Rettungsassistenz
Sachsen 1,341 € 1,893 € 2,506 € Jobs Rettungsassistenz
Sachsen-Anhalt 1,764 € 1,888 € 1,998 € Jobs Rettungsassistenz
Schleswig-Holstein 1,642 € 2,458 € 3,395 € Jobs Rettungsassistenz
Thüringen 1,466 € 1,850 € 2,521 € Jobs Rettungsassistenz

Rettungsassistenz:

1. Gehalt

Als Rettungsassistent liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.138 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 272 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.566 € beginnen, Rettungsassistenten in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 2.920 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.458 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.382 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Rettungsassistent in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.019 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.161 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.140 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.419 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.694 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.693 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 1.940 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.277 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.481 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Zwischen dem 10. Juli 1989 bis zum 1. Januar 2014 bildete das sogenannte Rettungs-Assistenten-Gesetz die rechtliche Basis für die Ausbildung auf den Beruf des gleichnamigen Rettungs-Assistenten. Seitdem existiert eine Neuregelung der vorgestellten Tätigkeit. Anstelle des ehemaligen Rettungs-Assistenten bieten die staatlich anerkannten Schulen die Ausbildung zum Notfall-Sanitäter an. Folglich findet im Berufsfeld der Rettungs-Assistenten ein Wandel statt.

Die nach dem alten Recht ausgebildeten Rettungs-Assistenten blicken auf eine zweijährige Lehrzeit zurück. Diese untergliedert sich in zwei Abschnitte: in Theorie und Praxis. Die praktische Ausbildung nach dem ursprünglichen Gesetz findet in unterschiedlichen Klinik-Abteilungen statt. Die Vermittlung der theoretischen Inhalte übernehmen anerkannte Schulen für Rettungs-Assistenten. Zum Ende der zweijährigen Ausbildung weisen die angehenden Rettungs-Assistenten ihre erworbenen Kenntnisse nach, ehe sie dem gewünschten Beruf nachgehen.

Seit der Neuausrichtung des Berufs weichen Schulabgänger auf die angesprochene Ausbildung zum Notfall-Sanitäter aus. Hierbei handelt es sich um die höchste Qualifikation nach den Ärzten im Rettungsdienst. Im direkten Vergleich zur bisherigen Ausbildung des Rettungs-Sanitäters zeichnet sich die Lehre der angehenden Notfall-Sanitäter durch einige deutliche Unterschiede aus. Das zeigt sich bereits bei der durch das Notfall-Sanitäter-Gesetz (kurz NotSanG) vorgeschriebenen Länge der Ausbildung von drei Jahren.

Besagtes NotSanG fordert von den Bewerbern mindestens einen Abschluss von einer Realschule. Abgänger einer Hauptschule benötigen zunächst eine anderweitige Ausbildung über mindestens zwei Jahre. Im Laufe ihrer Berufsausbildung befassen sich die künftigen Notfall-Sanitäter an der zugewiesenen Schule mit den folgenden Inhalten:

  • Erkennen und Einschätzen von Notfall- und Gefahren-Situationen
  • Auswahl und Anwendung von maßnahmen aus dem Rettungsdienst und der Gefahrenabwehr
  • Beratung und Kommunikation mit hilfebedürftigen Personen
  • Struktur der Rettungsdienst-Abläufe
  • Einsatz-Konzepte
  • Organisation der internen und interdisziplinären Arbeiten im Rettungsdienst und verwandten Abteilungen

Zusätzlich zu den Aufenthalten in der Schule halten sich die Auszubildenden mindestens 1.960 Stunden in einer Lehr-Rettungswache auf. Darüber hinaus sieht das Gesetz eine Praxis-Phase über 720 Stunden in einem Krankenhaus vor. Vor ihrem Berufseintritt legen die Notfall-Sanitäter eine staatliche Prüfung mit mündlichen, schriftlichen und praktischen Aufgaben ab.

Angesichts der Ablösung der Ausbildung des Rettungs-Assistenten durch den Notfall-Sanitäter besteht für bereits ausgebildete Rettungs-Assistenten die Chance, eine Weiterbildung zu absolvieren. Die Länge der Fortbildung hängt von der nachweisbaren Berufserfahrung ab und endet mit einer Ergänzungs-Prüfung. Rettungs-Sanitäter, die bis spätestens Ende 2020 die Prüfung bestehen, erhalten den Berufstitel des Notfall-Sanitäters.

Rettungs-Assistenten mit über fünf Jahren Berufspraxis dürfen ohne vorherige Weiterbildung an der erwähnten Prüfung teilnehmen. Bei mindestens drei Jahren praktischer Tätigkeit fordert das NotSanG vor der Prüfung die Teilnahme an einem 480 Stunden andauernden vorbereitenden Lehrgang. Rettungs-Assistenten mit weniger als drei Jahren Berufserfahrung schreibt das Gesetz einen umfangreichen Vorbereitungs-Kurs über 960 Stunden vor.

3. Studium

Der Zugang zum Beruf des Rettungs-Sanitäters beziehungsweise Notfall-Sanitäters erfolgt über den beschriebenen Weg der Ausbildung und der optionalen Weiterbildung. Deswegen benötigen an der Tätigkeit interessierte Personen kein Studium an einer Universität oder Fachhochschule.

Trotzdem besitzen Sanitäter mit Hochschulzugangs-Berechtigung die Chance, ein Studium zu beginnen. Einige Hochschulen bieten den passenden Studiengang der Sanitäts- und Rettungsmedizin an. Das Angebot richtet sich unter anderem an ausgebildete Rettungs-Sanitäter und vermittelt die folgenden Kenntnisse:

  • Kenntnisse aus der Humanmedizin
  • Diagnostik und Therapie von akut-medizinischen Verletzungen und Erkrankungen
  • Kardiologie
  • Unfallmedizin

Zusätzlich legen die Hochschulen großen Wert auf eine praxisnahe Ausbildung ihrer Studierenden.

4. Tätigkeit

Als Rettungsassistent/in hat man einen sehr verantwortungvollen Beruf. Meist fahren die Assistenten im Rettungswagen mit und leisten erste Hilfe bis der Notarzt eintrifft. Hierbei ist es wichtig seine Erste-Hilfe Kenntnisse immer auf dem neusten Stand zu haben. Der Umgang mit den Erste-Hilfe Geräten muss perfekt beherrscht werden und Grundkenntnisse zu Krankheitsbildern müssen vorhanden sein. Bei einer Krankenwagenfahrt ist es die Aufgabe des Assistenten den Patienten zu bewachen und falls ansprechbar zu beruhigen. Bevor man diesen Beruf ausübt, sollte man sich im Klaren sein, das nicht immer nur schöne Dinge passieren und der Tod ein Begleiter der Rettungsassistenten ist.