Verwaltungsfachangestellter in der Kommunalverwaltung Gehalt bundesweit

1,809 - 3,659

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*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Verwaltungsfachangestellte / r - Kommunalverwaltung

Datenbasis: 402 Datensätze aus 2015/2016
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1,809 € 2,486 € 3,659 €
Baden-Württemberg 1,873 € 2,408 € 3,410 € Jobs Verwaltungsfachangestellte / r - Kommunalverwaltung
Bayern 1,732 € 2,427 € 3,736 € Jobs Verwaltungsfachangestellte / r - Kommunalverwaltung
Berlin 1,099 € 2,305 € 3,217 € Jobs Verwaltungsfachangestellte / r - Kommunalverwaltung
Brandenburg 1,811 € 2,175 € 2,561 € Jobs Verwaltungsfachangestellte / r - Kommunalverwaltung
Bremen 1,698 € 2,333 € 3,434 € Jobs Verwaltungsfachangestellte / r - Kommunalverwaltung
Hamburg 1,846 € 2,380 € 3,552 € Jobs Verwaltungsfachangestellte / r - Kommunalverwaltung
Hessen 1,674 € 2,460 € 3,313 € Jobs Verwaltungsfachangestellte / r - Kommunalverwaltung
Mecklenburg-Vorpommern 1,153 € 2,148 € 4,573 € Jobs Verwaltungsfachangestellte / r - Kommunalverwaltung
Niedersachsen 1,445 € 2,341 € 3,681 € Jobs Verwaltungsfachangestellte / r - Kommunalverwaltung
Nordrhein-Westfalen 1,911 € 2,570 € 3,707 € Jobs Verwaltungsfachangestellte / r - Kommunalverwaltung
Rheinland-Pfalz 1,986 € 2,654 € 3,584 € Jobs Verwaltungsfachangestellte / r - Kommunalverwaltung
Saarland 2,197 € 2,385 € 3,485 € Jobs Verwaltungsfachangestellte / r - Kommunalverwaltung
Sachsen 1,560 € 2,095 € 2,405 € Jobs Verwaltungsfachangestellte / r - Kommunalverwaltung
Sachsen-Anhalt 1,713 € 2,003 € 2,831 € Jobs Verwaltungsfachangestellte / r - Kommunalverwaltung
Schleswig-Holstein 1,748 € 2,664 € 2,872 € Jobs Verwaltungsfachangestellte / r - Kommunalverwaltung
Thüringen 1,876 € 2,410 € 2,893 € Jobs Verwaltungsfachangestellte / r - Kommunalverwaltung

Verwaltungsfachangestellte / r - Kommunalverwaltung:

1. Gehalt

Als Verwaltungsfachangestellter in der Kommunalverwaltung liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.486 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 402 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.809 € beginnen, Verwaltungsfachangestellte - Kommunalverwaltung in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 3.659 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.664 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.408 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Verwaltungsfachangestellter in der Kommunalverwaltung in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.302 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.482 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.557 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.673 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.741 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.651 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.373 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.626 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.601 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Vor Beginn einer Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten oder zum Verwaltungsfachangestellten in der Kommunalverwaltung ist mindestens ein Hauptschulabschluss nötig. Die öffentlichen Verwaltungen vergeben in der Praxis ihre Ausbildungsplätze an Schulabgänger mit mittlerer Reife oder mit Abitur. Schulabsolventen mit Vorbildung in Recht oder Wirtschaft besitzen Vorteile gegenüber ihren Mitbewerbern. Gute Deutsch-Kenntnisse sind für das spätere Verfassen von Berichten, Protokollen sowie Schriftwechsel notwendig. Das Berechnen von Entgelten und Abgaben erfordert gute Leistungen in der Mathematik. Kenntnisse in der Datenverarbeitung (EDV) erleichtern den Einstieg in die Lehre.

Die im Berufsbildungsgesetz (BBiG) geregelte "duale" Ausbildung dauert im Normalfall drei Jahre. Sie findet statt in Form von Fachklassen in einer Berufsschule (oft im Blockunterricht) sowie im Ausbildungsbetrieb in Büros von Kommunalbehörden oder einer Kommunalverwaltung. Gegenstand der Ausbildung im ersten und zweiten Lehrjahr in der Behörde sind neben anderen:

  • Organisation von Vorgängen unter Einsatz moderner Kommunikations- und Informationssysteme,
  • Planung und Organisation von eigenen Arbeitsprozessen,
  • ökologische sowie ökonomische Beschaffung von Wirtschaftsgütern und Verbrauchsmaterialien,
  • Bearbeitung von Zahlungsvorgängen,
  • Mitarbeit an der Aufstellung von Wirtschafts- und Haushaltsplänen,
  • Berechnung von Entgelten und Bearbeiten von Personalangelegenheiten – sowie
  • kunden- und dienstleistungsorientierte wie wirtschaftliche Beratung und Erledigung von Verwaltungsaufgaben für Organisationen oder einzelne Bürger.

Im fachrichtungsspezifischen dritten Ausbildungsjahr lernen die Auszubildenden, wie sie an den Vorbereitungen der Sitzungen der Beschlussgremien mitwirken. Sie bearbeiten selbstständig die Erhebung von Entgelten, Abgaben und den Einzug privatrechtlicher Forderungen. Die Anwärter für den Beruf eines / einer Verwaltungs-Fachangestellten Kommunalverwaltung prüfen die Rechtmäßigkeit von Verwaltungsakten und die Möglichkeiten einer eventuell nötigen Fehlerbeseitigung. Sie erarbeiten und begründen Verwaltungs-Entscheidungen auf der Grundlage von kommunalem, Landes- und Bundesrecht. Nicht zuletzt erleben sie die Bedeutung kommunaler Selbstverwaltung sowie die Formen und Aufgaben der kommunalen Gebietskörperschaften.

Eine Zwischenprüfung findet in der Mitte des Ausbildungs-Zeitraums statt. Die Abschlussprüfung besteht aus einem praktischen und einem schriftlichen Teil. Die Bearbeitung der praktischen Aufgabe dauert nicht länger als 45 Minuten; sie endet in einem Prüfungsgespräch. In der schriftlichen Prüfung fragt der Prüfungsausschuss des betreffenden Bundeslandes Kenntnisse aus den Bereichen Wirtschafts- und Sozialkunde, Verwaltungsverfahren und -recht, Personalwesen sowie Verwaltungs-Betriebswirtschaft ab. Sie dauert maximal 7,75 Stunden.

Weitere Informationen zum Gehalt in der Ausbildung als Verwaltungsfachangestellte/-r.

3. Studium

Strebt der Absolvent eine leitende Position an, nutzt er die Option einer Aufstiegs-Weiterbildung zum Verwaltungs-Fachwirt oder Verwaltungs-Betriebswirt. Besitzt er aus seiner Schulzeit eine Hochschulzugangs-Berechtigung oder hat er in der Berufsschule die Fachhochschulreife erworben, stehen ihm folgende Studienfächer offen:

  • Wirtschaftsrecht (Bachelor),
  • Verwaltungsmanagement, Public Management (Bachelor, Master),
  • Verwaltungsinformatik (Bachelor, Master),
  • Staats-, Verwaltungswissenschaft (Bachelor, Master),
  • Sozialversicherung (Bachelor),
  • Sozialmanagement (Bachelor, Master),
  • Rechtswissenschaft (Bachelor, erste juristische Staatsprüfung),
  • Politikwissenschaft (Bachelor, Master),
  • Patentingenieurwesen (Bachelor),
  • Öffentliches Recht (Bachelor),
  • Beschäftigungsorientierte Beratung und Fallmanagement (Bachelor)
  • ,
  • Arbeitsmarktmanagement (Bachelor)
  • und andere.
4. Tätigkeit

Die Eingruppierung der Angestellten im öffentlichen Dienst wird in Deutschland nach einem Bundestarifvertrag geregelt. Hier hat der TVöD den ehemaligen Bundesangestellten-Tarifvertrag (BAT) abgelöst. Sowohl das Einstiegsgehalt als auch das durchschnittliche Einkommen hängen ausschließlich von der ausgeübten Tätigkeit ab - ein durchschnittlich begabter Verwaltungsfachangestellter im mittleren Dienst (TVöD EG 6) kommt demnach auf einen Brutto-Lohn von 1960,00 Euro monatlich. Nach einer zweijährigen Bewährungszeit können geeignete Verwaltungsfachangestellte des mittleren Dienstes den Verwaltungslehrgang II anschließen, der die Zugangsvoraussetzung für den gehobenen Dienst liefert und somit der Grundstein für einen entsprechenden beruflichen Aufstieg mit höherem Einkommen ist.