Zerspanungsmechaniker Gehalt bundesweit

1,659 - 3,487

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*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Zerspanungsmechaniker / in

Datenbasis: 721 Datensätze aus 2015/2016
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1,659 € 2,407 € 3,487 €
Baden-Württemberg 1,956 € 2,677 € 3,474 € Jobs Zerspanungsmechaniker / in
Bayern 1,698 € 2,364 € 3,313 € Jobs Zerspanungsmechaniker / in
Berlin 1,731 € 1,819 € 2,102 € Jobs Zerspanungsmechaniker / in
Brandenburg 967 € 1,794 € 2,355 € Jobs Zerspanungsmechaniker / in
Bremen 1,547 € 2,245 € 3,252 € Jobs Zerspanungsmechaniker / in
Hamburg 1,719 € 2,439 € 3,081 € Jobs Zerspanungsmechaniker / in
Hessen 1,512 € 2,352 € 3,192 € Jobs Zerspanungsmechaniker / in
Mecklenburg-Vorpommern 1,538 € 1,690 € 2,332 € Jobs Zerspanungsmechaniker / in
Niedersachsen 1,717 € 2,336 € 3,067 € Jobs Zerspanungsmechaniker / in
Nordrhein-Westfalen 1,762 € 2,447 € 3,352 € Jobs Zerspanungsmechaniker / in
Rheinland-Pfalz 1,742 € 2,505 € 3,276 € Jobs Zerspanungsmechaniker / in
Saarland 1,897 € 2,814 € 3,846 € Jobs Zerspanungsmechaniker / in
Sachsen 1,339 € 1,835 € 2,897 € Jobs Zerspanungsmechaniker / in
Sachsen-Anhalt 1,325 € 1,769 € 2,331 € Jobs Zerspanungsmechaniker / in
Schleswig-Holstein 2,166 € 2,373 € 3,181 € Jobs Zerspanungsmechaniker / in
Thüringen 1,228 € 1,851 € 2,226 € Jobs Zerspanungsmechaniker / in

Zerspanungsmechaniker / in:

1. Gehalt

Als Zerspanungsmechaniker liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.407 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 721 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.659 € beginnen, Zerspanungsmechaniker in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 3.487 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.373 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.677 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Zerspanungsmechaniker in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.349 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.502 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.600 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.560 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.561 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.635 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.325 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.545 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.073 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Der Beruf des Zerspanungsmechanikers beziehungsweise der Zerspanungsmechanikerin gilt laut dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) als anerkannter Ausbildungsberuf. Die Ausbildung erstreckt sich über dreieinhalb Jahre. Dabei halten sich die Absolventen entweder in einer zuständigen Schule oder einem industriellen Betrieb auf. Sie benötigen für ihre zukünftige Tätigkeit gute Kenntnisse im naturwissenschaftlichen Bereich. Insbesondere Mathematik und Physik gelten als Voraussetzungen für den Beruf des Zerspanungsmechanikers oder der Zerspanungsmechanikerin. Zusätzlich sind technische Kenntnisse willkommen.

Für eine Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker ist eine mittlere Reife vonnöten. In Ausnahmefällen genügt ein Hauptschulabschluss. Die Lehre setzt sich in der Regel aus Theorie- und Praxiseinheiten zusammen. Während der Theoriestunden lernen die Auszubildenden wichtige Grundkenntnisse, die sie in ihrer späteren Tätigkeit benötigen. Dazu gehören Informationen aus folgenden Bereichen:

  • Materialeigenschaften,
  • Anfertigen von Skizzen,
  • Bedienen von Maschinen,
  • Bearbeitungsverfahren,
  • Mathematik und Physik.

Darüber hinaus verbringen die Auszubildenden ihre Praxiseinheiten in verschiedenen Betrieben. Dabei wenden sie ihr erworbenes Wissen an und vertiefen es in den folgenden Tätigkeiten:

  • der Beurteilung von Werkstoffeigenschaften und deren Veränderungsmöglichkeiten und Auswahl von Stoffen gemäß des gewünschten Verwendungszwecks,
  • der Sicherstellung der Einsatzbereitschaft von Werkzeugmaschinen,
  • der Anfertigung von Bauteilen und Werkstücken,
  • der Auswertung von steuerungstechnischen Dokumenten und der Handhabung von Steuerungstechniken,
  • der Beschaffung, Prüfung und Umsetzung von auftragsspezifischen Informationen und Kundenanforderungen,
  • der Planung und Realisierung von Arbeitsprozessen und Teilaufgaben unter Berücksichtigung von wirtschaftlichen und terminlichen Vorgaben,
  • der Analyse von Fertigungsaufträgen und Einschätzung der technischen Umsetzbarkeit,
  • der Eingabe, Änderung und Optimierung von Programmen für numerisch gesteuerte Anlagen und Werkzeugmaschinen sowie weiterer Fertigungssysteme,
  • der Einstellung von Parametern für die Produktion einschließlich der Durchführung von Testläufen,
  • der Nutzung spanabhebender Fertigungsmethoden anhand technischer Unterlagen,
  • der Einhaltung betriebseigener Qualitätsstandards und der Anwendung von Qualitätssicherungssystemen bis hin zur systematischen Behebung von Qualitätsmängeln.

Zu Beginn der Ausbildung erlernen die Absolventen wichtige Grundlagen bezüglich der eingesetzten Materialien und der Bearbeitungsmöglichkeiten. Später beginnen sie, erste eigene Werkstücke herzustellen und zu bearbeiten. Weist der Auszubildende gute Leistungen vor, endet seine Ausbildung nach drei Jahren. Trotz der vielseitigen Einsatzmöglichkeiten macht es Sinn, in regelmäßigen Abständen Weiterbildungen zu absolvieren. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich im Zuge eines Studiums auf einen Bereich zu spezialisieren.

Weitere Informationen zum Gehalt in der Ausbildung als Zerspanungsmechaniker/-in.

3. Studium

Nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung zum Zerspanungsmechaniker oder zur Zerspanungsmechanikerin empfiehlt es sich, ein Studium im Bereich des Maschinenbaus anzuschließen. Dieses vertieft die im Zuge der Lehre erworbenen Kenntnisse und bietet die Möglichkeit, sich weiter zu spezialisieren. Je nach Ausbildungsort gilt die Fachhochschulreife beziehungsweise das Abitur als Zugangsvoraussetzung. Nach einem erfolgreichen Studium stehen dem Absolventen breit gefächerte Beschäftigungsmöglichkeiten zur Verfügung. Ein Studienabschluss geht darüber hinaus mit einem höheren Gehalt einher. Das Maschinenbau-Studium endet mit dem Bachelor of Engineering.

Das Studium des Maschinenbaus gliedert sich in mehrere Module. Diese umfassen folgende Themen:

  • Mathematische und naturwissenschaftliche Grundlagen,
  • Maschinensteuerung,
  • Materialbearbeitung,
  • Ingenieurwissenschaftliche Grundlagen,
  • Erstellen von technischen Unterlagen,
  • Warten von Maschinen,
  • Grundlagen der Werk- und Grundstoffe,
  • Bearbeiten von Werkstücken.

Je nach Ausbildungsort beinhaltet das Studium neben den Theoriestunden mehrere Praxiseinheiten. In der Regel beginnen die Studierenden mit einem Grundpraktikum. Dieses ermöglicht es, erste Erfahrungen im Umgang mit Maschinen und verschiedenen Materialien zu sammeln. Darüber hinaus bieten diverse Fachhochschulen ein Praxissemester an. Dieses absolvieren die Studierenden in einem technischen Betrieb. Dabei wenden sie ihr Wissen an und knüpfen erste Kontakte mit den Mitarbeitern.

Das Maschinenbau-Studium beinhaltet Pflicht- und Wahlmodule. Letztere bieten den Studierenden die Möglichkeit, sich auf einen Bereich ihres Interesses zu spezialisieren. Dabei wählen sie zwischen verschiedenen Angeboten diejenigen aus, die ihren Vorlieben entsprechen. Das Studium endet mit der Bachelorarbeit.

4. Tätigkeit

Der Zerspanungsmechaniker oder die Zerspanungsmechanikerin findet ein Arbeitsumfeld in Unternehmen des Werkzeug- und Maschinenbaus, ebenso im Leichtmetallbau und in der Automobilindustrie.

Angehörige dieser Berufsgruppe bedienen Produktionsmaschinen, mit denen sie Metalle bearbeiten. So fertigen sie diverse Werkstücke und Bauteile durch Drehen, Fräsen und Schleifen. Sie bestücken die Anlagen, nehmen sie in Betrieb und überwachen ihre Arbeit. Sie überprüfen die fertigen Werkstücke auf ihre Qualität und justieren gegebenenfalls die Maschinen neu. Kleinere Reparaturen führen sie selbstständig aus.