Zimmermann Gehalt bundesweit

1,843 - 3,453

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*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Zimmermann

Datenbasis: 479 Datensätze aus 2015/2016
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1,843 € 2,540 € 3,453 €
Baden-Württemberg 1,954 € 2,492 € 3,446 € Jobs Zimmermann
Bayern 2,127 € 2,606 € 3,559 € Jobs Zimmermann
Berlin 1,524 € 1,749 € 3,413 € Jobs Zimmermann
Brandenburg 1,707 € 2,071 € 2,417 € Jobs Zimmermann
Bremen 1,254 € 1,793 € 3,642 € Jobs Zimmermann
Hamburg 2,306 € 2,741 € 3,598 € Jobs Zimmermann
Hessen 1,884 € 2,478 € 3,667 € Jobs Zimmermann
Mecklenburg-Vorpommern 1,200 € 2,040 € 2,572 € Jobs Zimmermann
Niedersachsen 1,785 € 2,496 € 3,226 € Jobs Zimmermann
Nordrhein-Westfalen 1,958 € 2,651 € 3,426 € Jobs Zimmermann
Rheinland-Pfalz 1,713 € 2,465 € 3,704 € Jobs Zimmermann
Saarland 1,465 € 2,019 € 2,745 € Jobs Zimmermann
Sachsen 1,642 € 1,759 € 3,466 € Jobs Zimmermann
Sachsen-Anhalt 1,402 € 1,932 € 2,626 € Jobs Zimmermann
Schleswig-Holstein 1,457 € 2,422 € 3,241 € Jobs Zimmermann
Thüringen 1,821 € 2,192 € 2,785 € Jobs Zimmermann

Zimmerleute:

1. Gehalt

Als Zimmermann liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.540 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 479 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.843 € beginnen, Zimmerleute in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 3.453 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.422 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.492 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Zimmermann in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.368 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.488 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.687 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.674 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.741 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.881 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.541 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.838 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.679 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Der Beruf des Zimmerers stellt einen anerkannten Ausbildungsberuf dar. Dies gilt nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HwO). Hauptsächlich findet der praktische Unterricht in Zimmerei-Betrieben und Ingenieur-Holzbau-Betrieben statt. Somit bieten Industrie und Handwerk diese Ausbildung an. Die Lehre dauert drei Jahre und zeigt sich bundesweit geregelt. Im gleichen Fall lernen Interessierte diesen Beruf in einer schulischen Ausbildung. Diese bieten Berufsfachschulen an.

Während des Unterrichts kommen die Lernenden mit den unterschiedlichen Tätigkeiten eines Zimmerers in Kontakt. Hierbei unterteilt sich das Arbeitsfeld in das Erstellen von Holzkonstruktionen und Renovierungs-Arbeiten. Neben den entsprechenden Betrieben führen Interessierte Praktika im Hochbau und bei Fassaden-Baubetrieben durch. In vielen Fällen findet die Ausbildung zum Zimmerer oder zur Zimmererin im dualen System statt. Dabei vermitteln Berufsschule und Betrieb gemeinsam die Grundlagen für einen erfolgreichen Berufseinstieg.

Die Voraussetzungen für einen Ausbildungsbeginn bestehen in:

  • handwerklichem Geschick,
  • einem räumlichen Vorstellungs-Vermögen,
  • technischem Verständnis,
  • und einer Vorstellung von Höhen und Maßen.

Bereits im schulischen Unterricht erhalten die Auszubildenden einen Einblick in die Architektur und das Ingenieurwesen. Hier lernen sie, technische Zeichnungen anzufertigen und zu verstehen. Ebenso lehren die Ausbilder, Winkel und Maße zu überprüfen. Zu den praktischen Aufgaben zählen das Schneiden von Holzbalken oder das Vornehmen von Feinanpassungen. Die Lernenden bekommen eine Vorstellung von den verschiedenen Werkzeugen. Speziell die praktischen Aufgaben erledigen die Interessierten in Teamarbeit. Daher besteht Teamfähigkeit als relevanter Faktor für diesen Beruf.

Weitere Informationen zum Gehalt in der Ausbildung als Zimmerer/-in.

3. Studium

Mit einer Zulassungs-Berechtigung für die Hochschule studieren Zimmerer an einer Fachhochschule oder einer Universität. Hier absolvieren beispielsweise den Bachelor-Studiengang Holztechnik. In manchen Fällen akzeptieren die Universitäten auch Bewerber ohne eine Zulassungs-Berechtigung. Die Holztechnik besteht als Teilgebiet der Holzwirtschaft. In diesem Studium beschäftigen sich die Lernenden mit dem Umwandeln von Holz und den daraus entstehenden Produkten.

Das gesamte Studium umfasst sieben Semester. Besonders in den ersten Seminaren erfahren Studierende grundlegende Kenntnisse über die Naturwissenschaften. Ebenso spielen die Ingenieurwissenschaften eine tragende Rolle. Zu den relevantesten Kursen gehören:

  • die Verfahrenstechnik,
  • Chemie,
  • Produktionstechnik
  • und Mathematik.

Gleichzeitig befasst sich das Studium mit der Forst- und Holzwirtschaft. Es existieren mehrere Wahlmodule, welche die Studenten ihren Interessen entsprechend belegen. Neben dem Möbelbau gibt es die Holzbiologie und die Anlagen-Automatisierung. Im wirtschaftlichen Sektor finden sich die Kernfächer Unternehmensführung und Marketing. Im fünften Semester erfolgt ein Pflicht-Praktikum. In diesem sammeln die Studierenden erste Erfahrungen in dem Beruf.

Das Studium der Holztechnik konzentriert sich auf die Prozesse der industriellen Holzbearbeitung. Im Fokus stehen die Entwicklung der Produkte, deren Planung und die Verfahren der Entstehung. Um das technische Verständnis der Studenten zu schulen, gibt es die Fächer Physik, Statik und technische Mechanik. Somit gliedert sich der Unterricht in vier Bereiche. Im ersten Sektor stehen die Werkstoffe, die Konstruktion und die Produktentwicklung im Mittelpunkt. Das Optimieren von Fertigungsprozessen bildet den zweiten Teilbereich. Daneben existieren die Betriebswirtschaft und die Organisation als dritter Schwerpunkt. Das letzte Kerngebiet besteht in der Maschinentechnik und der Automatisierung.

4. Tätigkeit

Ein Zimmerer oder eine Zimmerin findet im Handwerk, in der Industrie oder im Hochbau Beschäftigung. Sie arbeiten dort in Zimmereibetrieben, in der Fertighausindustrie, bei Dachdeckermeistern, in Baumärkten, bei Fassadenbaubetrieben oder bei Sanierungsbetrieben. Das Hauptaufgabengebiet eines Zimmerers oder einer Zimmerin liegt in der Herstellung von verschiedenen Holzbauten und Holzkonstruktionen. Dabei arbeiten sie auf Baustellen und errichten dort Dachstühle, bauen Treppen, helfen bei der Renovierung oder Sanierung von Gebäuden oder arbeiten in Werkstätten an Hobelmaschinen.