Eine Weiterbildung oder zweite Ausbildung ist eine kostspielige und zeitintensive Angelegenheit - gerade wenn man schon länger im Berufsleben steht und Heim und Familie vom Gehalt ernähren muss. Da kann man meistens nicht einfach eine Auszeit nehmen, um sich weiter zu bilden. In diesem Fall ist eine berufsbegleitende Ausbildung die ideale Lösung. Sie müssen zwar trotzdem Zeit und Geld investieren, müssen aber Ihren Job nicht aufgeben und können bestenfalls sogar mit der Unterstützung Ihres Arbeitgebers rechnen - zeitlich, finanziell oder durch eine Beförderung.
Da der Trend in den letzten Jahren verstärkt Richtung Zusatzqualifikation und berufsbegleitende Ausbildung geht, gibt es nicht nur verschiedene Formen der berufsbegleitenden Ausbildung, sondern auch unzählige Anbieter. Da fällt es nicht leicht, das richtige Angebot zu finden. Zur ersten Orientierung sollte man sich eine Checkliste für die gewünschte Ausbildung machen:
Welches Ziel verfolge ich mit der Ausbildung? (Abschluss nachholen, Ausbau der vorhandenen Kenntnisse, Erwerb zusätzlicher Kenntnisse oder Qualifikationen, Umschulung, etc.)
Welche Inhalte sind mir wichtig? Welche sind nützlich, aber nicht unbedingt notwendig?
Wieviel darf die Ausbildung kosten? (evtl. Förderung durch BAföG, ARGE, etc. berücksichtigen)
Wie lange darf die Ausbildung maximal dauern?
Wieviel Zeit kann ich pro Woche / pro Tag investieren? Eine realistische Einschätzung ist hier wichtig!
Will ich einen reinen Präsenzlehrgang/-studium/etc., ein Fernstudium oder eine Mischform wie Blended Learning? Bin ich örtlich gebunden?
Ist mir der Ruf des Instituts / die internationale Anerkennung / etc. wichtig?
Das grenzt dann die Auswahl der Lernform und der Ausbildungsstätte schon erheblich ein. Neben den Klassikern Meisterschule, Betriebswirt, Fachwirt und MBA, werden auch zunehmend Heil-und Erziehungsberufe wie z. B. Altenpfleger oder Erzieherin als berufsbegleitende Ausbildung gewählt. Bei der staatlich geprüften Erzieherin beispielsweise sollte man nur beachten, dass nur der theoretische Teil der Ausbildung berufsbegleitend im Fernstudium erfolgen kann. Allerdings kann man, wenn man die Fachhochschulreife hat, auch den Bachelorstudiengang Erzieherin im Fernstudium belegen.