Wer sich für eine schulische Ausbildung entscheidet, wie zum Beispiel ein Studium, hat meist das Problem, dass die Ausbildung theorielastig ist. Obwohl mittlerweile bei vielen Studiengängen Praxissemester im Lehrplan integriert sind, ist dennoch meistens Eigeninitiative gefragt. Durch ein oder noch besser mehrere Praktika bei verschiedenen Firmen, lässt sich in den Semesterferien oder in Freisemestern bereits viel praktische Erfahrung sammeln.
Ein Praktikum dauert in der Regel mindestens vier Wochen, da sich ein kürzerer Zeitraum aufgrund der Einarbeitung nicht rentiert. Eine Höchstdauer gibt es nicht wirklich, doch sind der Länge des Praktikums durch die Dauer der Semesterferien bzw. des Freisemesters natürliche Grenzen gesetzt. Man kann also von einer durchschnittlichen Praktikumsdauer von vier bis zwölf Wochen ausgehen. Die Vergütung im Praktikum ist normalerweise nicht allzu hoch, da der Lerneffekt im Vordergrund steht. Sie verdienen im Praktikum also meist wesentlich weniger, als bei einem Ferienjob, aber dafür ist der Arbeitgeber auch angehalten, Ihnen nicht nur die niederen Arbeiten zu übertragen, sondern Ihnen auch etwas über die Branche und den Beruf beizubringen.
Die Wahl der Firma, bei der Sie das Praktikum machen, kann im späteren Berufsleben von großer Bedeutung sein. Nach Möglichkeit sollten Sie versuchen, bei einer international tätigen Firma unterzukommen, am besten sogar ein Praktikum im Ausland absolvieren. Je angesehener die Firma auf ihrem Gebiet ist, umso mehr Eindruck macht das Praktikum im Lebenslauf, was bei der Bewerbung nach dem Abschluss entscheidend für den Erfolg sein kann. Wichtig ist dabei natürlich, dass Sie sich ein Zeugnis oder eine Empfehlung für das Praktikum ausstellen lassen. Es lohnt sich also, im Praktikum hart zu arbeiten und einen guten Eindruck zu hinterlassen. Wenn Sie sich geschickt anstellen, legen Sie bei Ihren Praktika bereits die Grundlagen für ein Netzwerk beruflicher Kontakte, die Ihnen später sehr nützlich sein können.