Ebenso wie die Abschlussprüfungen werden auch die Zwischenprüfungen bei der Berufsausbildung von den Handwerkskammern und den Industrie- und Handelskammern durchgeführt. Auch hier erfolgt eine Aufteilung nach Berufsgruppen:
Handwerkskammer: handwerkliche Berufe
IHK: kaufmännische, kaufmännisch-nahe und technische Berufe
Die Zwischenprüfung legt der Auszubildende in der Regel ab, wenn er in etwa die Hälfte seiner Ausbildung absolviert hat. In der Zwischenprüfung wird der Wissensstand und der Fortschritt der Berufsausbildung überprüft. Da eine Ausbildung gemeinhin zwei bis drei Jahre dauert, ist eine Zwischenprüfung auch für den Auszubildenden wichtig, damit er zum einen weiß, wo er von seiner Leistung her steht, und zum anderen, damit er sich schon vor der Abschlussprüfung einmal mit den Prüfungsbedingungen und Aufgabenstellungen bei der IHK / Handwerkskammer vertraut machen kann.
Die Zwischenprüfung ist in den Ausbildungsordnungen vieler, aber nicht aller Berufe festgelegt. Ist eine Zwischenprüfung in der Ausbildung verpflichtend, so ist der Inhalt und Zeitraum ebenfalls in der Ausbildungsordnung definiert. In der Regel entfällt die Zwischenprüfung, wenn die Abschlussprüfung aus zwei zeitlich deutlich getrennten Teilen besteht. Für die Zwischenprüfung müssen die Auszubildenden ebenso wie für die Abschlussprüfung vom Betrieb frei gestellt werden. Auch bei Erkrankung am Prüfungstag gelten die gleichen Vorgaben – es wird ein ärztliches Attest benötigt als Nachweis, dass die Zwischenprüfung nicht durch eigenes Verschulden versäumt wurde. Die Termine für die Zwischenprüfung in Ihrem Ausbildungsberuf erfahren Sie bei der zuständigen IHK oder Handelskammer (auch online).
Das Bestehen der Zwischenprüfung ist Voraussetzung für die Zulassung zur Abschlussprüfung. Deshalb sollte man sich auch auf diese Prüfung sorgfältig vorbereiten. Zur Vorbereitung auf die Zwischenprüfung kann man sich Sammlungen alter Prüfungstexte besorgen, die von verschiedenen Verlagen veröffentlicht werden, bzw. die IHKs bieten meist auch Kurse zur Prüfungsvorbereitung an. Wer Probleme hat, sich theoretische Lerninhalte zu merken, kann seinem Gedächtnis auch durch ein Gedächtnistraining auf die Sprünge helfen. Diese werden ebenfalls von den IHK-Akademien oder von Volkshochschulen und vielen privaten Anbietern durchgeführt.