Die Wahl der Bewerbungsmappe kann, so überraschend es auch erscheint, manchmal über Erfolg und Misserfolg einer Bewerbung entscheiden. Schließlich geht es darum, Ihre Bewerbungsunterlagen so ansprechend wie möglich zu präsentieren. Mappen schlechter Qualität oder solche, die für Ihre Unterlagen nicht geeignet sind, machen oft einen schlechten Eindruck, noch bevor sie überhaupt aufgeschlagen werden.
Weniger wichtig als oftmals angenommen sind die Farben und Materialien. Fälle, in denen ein Bewerber aufgrund einer Mappenfarbe nicht eingestellt wurde, sind eher unwahrscheinlich. Wichtiger ist es, dass die Bewerbungsmappeals Ganzes ordentlich und übersichtlich ist.
Suchen Sie also die Mappe aus, die Ihnen persönlich am besten gefällt und von der Sie sich am besten repräsentiert fühlen. Die Bewerbungsmappengibt es in unterschiedlichen Versionen und Farben und mit unterschiedlichem Fassungsvermögen.
Das Fassungsvermögen ist wichtig, denn sollte die Mappe beispielsweise bis zu 20 Seiten fassen, Sie haben aber nur fünf Seiten, dann sitzen die Blätter lose und können im schlimmsten Fall herausfallen. Sollte Ihre Bewerbung mehr Seiten haben, dann müssen Sie die Blätter mühsam in die Schiene zwängen, was sehr unordentlich aussieht.
Es hat sich als praktisch erwiesen, wenn Sie Vorlagen für Ihre Bewerbung erstellen und die erstmal zu Testzwecken in die Mappe einordnen. Oft sind die Bewerbungsvorlagen schon in den Mappen enthalten, so dass man genau weiß, was wo hingehört.
Bei dreiteiligen Bewerbungsmappen beispielsweise, die man in beide Richtungen aufklappt, können meist in beide "Flügel" Blätter einstecken. Das verführt dazu, das Anschreiben in einen, den Lebenslauf in den anderen Flügel zu stecken. Das Anschreiben gehört aber immer AUF die Mappe, nicht hinein. Wenn Sie eine dreiflügelige Mappe haben, fahren Sie besser damit, beide Seiten des Lebenslaufs in die Seitenteile zu stecken, so hat der Personalentscheider Ihre Karrierestationen immer vor Augen - zumindest bis er die erste Seite umblättert und den linken Flügel verdeckt.
Gerade dreiflügelige Mappen sind aber nicht einmal so beliebt in den Personalstellen, weil sie beim Lesen schlichtweg viel Platz wegnehmen. Schnellhefter sind ungeeignet, weil die einzelnen Blätter nur schwer entnommen werden können.
Umfragen unter Personalchefs ergeben immer wieder: Farbe und Ausstattung der Bewerbungsmappe sind zwar Geschmackssache, meist aber nicht entscheidend. Wichtiger sind die Unterlagen und die Informationen, die möglichst klar und knapp vermittelt werden sollen. Mit einer inhaltlich guten Bewerbung in einer schlichten zweiteiligen Bewerbungsmappe kann man kaum etwas verkehrt machen.