Anders als der tabellarische Lebenslauf wird für den ausführlichen Lebenslauf jede Station der Ausbildung und des beruflichen Werdegangs in kompletten Sätzen wiedergegeben. Damit die Übersichtlichkeit erhalten bleibt, wird jeder Punkt zweckmäßigerweise in einem eigenen Absatz dargestellt
Da die Informationen in Textform und nicht in Stichpunkten wiedergegeben werden, haben Sie hier die Chance, einzelne Stationen ausführlicher zu behandeln. Das ist von Vorteil, wenn Sie etwa lange Zeit im gleichen Unternehmen tätig waren, mit der gleichen Stellenbezeichnung, sich aber Ihre Aufgaben geändert haben.
Sie können hier direkt darauf eingehen, dass Sie im Laufe der Zeit immer mehr Aufgaben und Verantwortung, vielleicht auch Personalverantwortung hatten. Für die gleiche Station würde im tabellarischen Lebenslauf/b> streng genommen nur die Dauer und die Position stehen, ohne dass Sie erklären können, was genau Sie dabei zu tun hatten.
Sie haben im ausformulierten Lebenslauf auch den Platz und die Möglichkeit, Ihre Entscheidungen besser darzustellen, wenn sich etwa während einer bestimmten Tätigkeit ein neues Interesse gebildet hat, dass Ihre weitere Ausbildung und Laufbahn beeinflusst hat.
Wichtiger als die absolut strikte zeitliche Reihenfolge ist hier deswegen der Zusammenhang zwischen den verschiedenen Tätigkeiten bzw. Arbeitsstellen und Entscheidungen.
Der ausführliche Lebenslauf ist zwangläufig länger als die tabellarische Version, trotzdem sollten Sie nicht zu weit ausschweifen. Länger bedeutet nicht unbedingt besser. Je nach Ihrem Alter und der Anzahl Ihrer beruflichen Stationen kann der Lebenslauf durchaus bis drei Seiten lang sein.
Wie der tabellarischer Lebenslauf trägt auch der ausformulierte Lebenslauf das aktuelle Datum und wird unterschrieben. Er sollte ebenso übersichtlich und klar strukturiert sein wie sein tabellarisches Gegenstück.
Ausformulierte Lebensläufe werden heute nur noch in den allerseltensten Fällen verlangt. Sehr gebräuchlich sind sie allerdings noch im akademischen Bereich, etwa bei einer Bewerbung um ein Stipendium oder einen Auslandsaufenthalt. Aber auch in diesem Bereich wird kaum mehr ein handschriftlich verfasster Lebenslauf verlangt.