Mit dem europäischen Lebenslauf soll es Bewerbern möglich gemacht werden, sich europaweit zu bewerben. Das ist natürlich mit einem herkömmlichen Lebenslauf ebenso möglich, die unterschiedlichen Gepflogenheiten und Abschlüsse in den unterschiedlichen Staaten machen es den Personalabteilungen jedoch schwer, die Qualifikationen aus dem Ausland mit denen aus dem Inland zu vergleichen.
Eingeführt wurde der europäische Lebenslauf im Jahr 2004, um die Transparenz bei Qualifikationen und Kompetenzen zu fördern. So können sich Bewerber nun europaweit "gültige" Bewerbungsunterlagen zusammenstellen.
Den Lebenslauf kann man online im Internet erstellen. Die fertige Version kann dann als Dokument heruntergeladen werden oder man kann ihn sich per E-Mail zuschicken lassen. Einmal erstellt lässt sich der Lebenslauf auch aktualisieren, indem man Angaben ändert bzw. neue Informationen hinzufügt.
Die Vorlage für den Lebenslauf ist in verschiedenen Sprachen erhältlich. Abgefragt werden all die Informationen, die man auch in herkömmlichen Lebensläufen findet, also die persönlichen Daten, Schulbildung, Berufsausbildung, Sprachkenntnisse, usw. Ein Foto kann hochgeladen und in den Lebenslauf integriert werden.
Bei den Sprachen gibt es im so genannten Europass-Lebenslauf die Möglichkeit zur "Selbstbeurteilung". Hier kann man eingeben, wie gut man eine Fremdsprache beherrscht. Gefragt wird nach Verstehen (Hören und Lesen), Sprechen (an Gesprächen teilnehmen und zusammenhängendes Sprechen) und Schreiben.
Am Ende des Vorgangs kann der europäische Lebenslauf in verschiedenen Dateiformaten heruntergeladen und abgespeichert werden. Die Daten werden nicht dauerhaft auf den Europass-Servern gespeichert.
Zusätzlich zum europäischen Lebenslauf gibt es noch weitere Dokumente, die die Bewerbungsunterlagen ergänzen können. Dazu zählt vor allem auch der Euro-Sprachenpass, der die Kenntnisse in Fremdsprachen sehr detailliert darstellt.
Darüber hinaus gibt es noch den Mobilitätsnachweis, die Zeugniserläuterung und den Diplomzusatz. Mit diesen Vorlagen kann man Auslandsaufenthalte zu Studien- oder Fortbildungszwecken belegen und dem potenziellen Arbeitgeber das Vergleichen des (für ihn) ausländischen Schulabschlusses bzw. Hochschulabschlusses mit den Abschlüssen seines Landes vereinfachen.