Ihrem Lebenslauf lässt sich alles über Ihre Ausbildung und Ihren beruflichen Werdegang entnehmen. Lassen Sie deshalb nichts aus und geben Sie auch "Lücken", wie etwa Zeiten der Arbeitslosigkeit, zu.
Im tabellarischen Lebenslauf führen Sie alle Stationen ihrer Ausbildung und alle Stellen auf, die Sie bis zum Zeitpunkt des Verfassens hatten. Die Reihenfolge ist dabei chronologisch; bei älteren Bewerbern ist eine umgekehrt chronologische Reihenfolge (oft "amerikanische Reihenfolge" genannt) sinnvoll. Schließlich sind die letzten Arbeitsstellen und neuesten Qualifikationen interessanter für den Personalchef als die Schulbildung.
Die chronologische Reihenfolge im tabellarischen Lebenslauf gilt innerhalb der einzelnen Abschnitte: Schulbildung, Berufsausbildung, bisherige Tätigkeiten.
Dazu kommen noch die Blöcke Kenntnisse/Fähigkeiten und Sonstiges. Unter diesem Punkt kann man beispielsweise Hobbies und ehrenamtliche Tätigkeiten aufführen, die für die zu besetzende Stelle wichtig sein könnten. Zudem kann man dem Arbeitgeber so auch schon einen kleinen Einblick in die eigene Persönlichkeit vermitteln.
Immer im Lebenslauf enthalten, egal ob tabellarischer oder ausführlicher Lebenslauf, sind die persönlichen Daten, also Name, Adresse, Geburtsdatum und Geburtsort (bei Ausländern Geburtsland), Familienstand und gegebenenfalls die Anzahl der Kinder und ihr Alter.
Die Staatsangehörigkeit wird heutzutage nur bei Ausländern angegeben, ebenso ist die Konfession nur dann wichtig, wenn Sie sich bei einer kirchlichen Einrichtung bewerben.
Danach kommen dann Bildung, Ausbildung, bisherige Tätigkeiten und Sonstiges.
Passen Sie Ihren Lebenslauf unbedingt jedes Mal an die Stellenanzeige an. Natürlich müssen und können Sie bei Ihren persönlichen Daten und Ihrer Bildung bzw. Ihren vorhergehenden Stellen nichts ändern. Es spricht aber nichts dagegen und allerhand dafür, dass Sie beispielsweise durch die Anordnung Ihrer zusätzlichen Kenntnisse und Fähigkeiten vor allem denen Beachtung verschaffen, die für die jeweilige Arbeitsstelle wichtig sind oder interessant sein könnten.
Beispielsweise sollten Sie Ihre Fremdsprachenkenntnisse prominenter als Ihre Qualifikation in der Kinderpflege darstellen, wenn Sie sich um eine Stelle bewerben, bei der Fremdsprachen wichtiger sind, als mit Kindern umgehen zu können.
Achten Sie darauf, dass in Ihrem Lebenslauf in Tabellenform keine Lücken auftauchen, für die Sie keine Erklärung haben. Es ist heutzutage keine Schande, wenn Sie, auch längere Zeit, keine Arbeitsstelle hatten. Idealerweise können Sie aber auch belegen, dass Sie sich in dieser Zeit fortgebildet haben, sich aktiv um eine neue Arbeitsstelle beworben haben oder dass ein Lottogewinn es Ihnen ermöglicht hat, sechs Monate um die Welt zu reisen.
Lassen Sie diese Lücke aber unkommentiert in Ihrem Lebenslauf stehen, kann der Arbeitgeber schließlich nicht ahnen ob Sie in dieser Zeit eine zusätzliche berufliche Weiterbildung gemacht haben, ein Familienmitglied gepflegt haben oder etwa im Gefängnis waren.
Bei der Gestaltung des Lebenslaufs haben Sie freiere Hand, als Sie vielleicht vermuten. Natürlich sollten Sie auch immer daran denken, für welche Position Sie sich bewerben und wie das Unternehmen sich nach außen darstellt. In manchen Fällen ist konservativ besser, manchmal können Sie aber auch etwas kreativer werden und so vielleicht auch positiv auffallen und unter der Bewerberflut herausragen.
Beachten Sie auch, dass der Lebenslauf in Stil, Form, Schriftart und farblicher Gestaltung zu den restlichen Bewerbungsunterlagen passen sollte, um ein stimmiges Gesamtbild zu ergeben.
Der tabellarische Lebenslauf muss immer mit dem aktuellen Datum versehen sein und von Hand unterschrieben werden.