Kaum eine Bewerbung kommt ohne Zeugnisse aus. Wer sich um einen Ausbildungsplatz bewirbt, verwendet ein Schulzeugnis, wer sich um eine Stelle bewirbt, belegt seine Ausbildung mit Ausbildungszeugnissen, seine früheren Tätigkeiten mit .
Wer schon ein oder zwei berufliche Stationen hinter sich hat, der kann darauf verzichten, seine Schulzeugnisse der Bewerbung beizulegen - sie sind einfach nicht mehr interessant und haben keine Relevanz für die Stellenvergabe. Auch wer etwa Diplomzeugnisse oder Zeugnisse von Universitätsprüfungen hat, kann auf das Abiturzeugnis verzichten. Die Uni-Zeugnisse sind aktueller, für die Stelle vermutlich relevanter, und vor allem kann bei Bewerbern mit Magisterzeugnis o.ä. davon ausgegangen werden, dass sie Abitur haben.
Wichtig sind auf jeden Fall die Ausbildungszeugnisse, die schließlich Ihre Berufsausbildung bzw. Berufsqualifizierung bescheinigen. Das können Zeugnisse wie Gesellen- oder Meisterbrief sein, in anderen Berufen sind es Abschlusszeugnisse der Ausbildung oder Abschlusszeugnisse wie Diplome, Magisterzeugnisse oder Staatsdiplome.
Zeugnisse und Bescheinigungen von Weiterbildungen sind dann interessant, wenn sie entweder für die jeweilige Stelle wichtig sind, oder wenn sie beispielsweise eine Zeit der Arbeitslosigkeit "aufwiegen". So sieht der Arbeitgeber, dass Sie während dieser Zeit nicht untätig waren.
Mit am meisten Gewicht haben bei Bewerbungen zweifellos die von früheren Arbeitgebern. Einfache sind dabei kaum mehr als Bescheinigungen, die Ihnen bestätigen dass Sie in einem bestimmten Zeitraum bei einem bestimmten Arbeitgeber tätig waren. Qualifizierte sind hier gefragt.
Als Faustregel kann gelten: Zeugnisse, die älter als zehn Jahre sind, brauchen Sie nicht in Ihre Bewerbungsunterlagen nehmen. Das ist aber eben nur eine Faustregel, die in Ihrem persönlichen Fall nicht zuzutreffen braucht. Wenn Sie also außer Ihrem aktuellen Arbeitszeugnis nur noch ein weiteres haben, dass vielleicht zwölf Jahre alt ist, dann nehmen Sie es ruhig zu Ihren Bewerbungsunterlagen.
Fragen Sie sich einfach bei jedem Zeugnis, jedem Diplom, jeder Bescheinigung: Ist das für die Stelle, um die ich mich bewerbe, wichtig? Ist die Fortbildung wirklich interessant für den Arbeitgeber? Genau wie das Anschreiben können und sollten Sie auch den Rest Ihrer Bewerbungsunterlagen auf die Stelle und das Unternehmen zuschneiden. Der Arbeitgeber wird Sie als umso passender empfinden und Ihre Erfolgschancen entsprechend steigen