Weiterbildungen ermöglichen es Arbeitnehmern, sich auf dem neuesten Stand in den für ihren Beruf notwendigen Praktiken und Technologien zu halten. Mit einer Weiterbildung kann man auch einen neuen "Rang" erreichen, also etwa die Entwicklung von der Bankkauffrau zu Bankfachwirtin.
Die Zeugnisse für solche Weiterbildungen gehören immer dann unbedingt zu den Bewerbungsunterlagen, wenn man sich um eine Stelle bewirbt, die diese Kenntnisse entweder zwingend voraussetzt, oder natürlich wenn man sich damit einen entscheidenden Vorteil gegenüber den anderen Bewerbern verschaffen kann. Das kann immer dann der Fall sein, wenn diese Kenntnisse nicht ausdrücklich verlangt werden, wenn sie jedoch für die Ausübung der Tätigkeit von Vorteil sein können.
Weiterbildungszeugnisse sollten Sie dann auf keinen Fall in die Bewerbungsmappe legen, wenn sie gar nichts mit der Stelle zu tun haben. Das trifft auf alle privaten Weiterbildungen zu, etwa die Weiterbildung zum Gruppenleiter im örtlichen Turnverein, die Weiterbildung zum Kleintiertrainer oder die Weiterbildung zur indianischen Schamanin.
Zwar werden in vielen Ratgebern die Hobbies als wichtiger Bestandteil des Lebenslaufs angegeben. Vermeiden Sie jedoch alles, was zu sehr von Ihren Qualifikationen und Fähigkeiten ablenkt. In solchen Fällen schreiben Sie einfach "Gruppenleiter im SC Heimatort", "Engagement im Hundesportverein" oder "Interesse an alternativen Heilmethoden". Einen Beleg für Ihr Engagement im privaten Bereich wird der Arbeitgeber nicht verlangen.
Wo Sie die Weiterbildungszeugnisse in Ihrer Bewerbungsmappe einordnen, hängt von Ihrer jeweiligen Situation ab, vor allem aber davon, wie Sie Ihren Lebenslauf gegliedert haben. Haben Sie ihn strikt chronologisch verfasst, dann ordnen Sie auch Ihre Zeugnisse in genau dieser Reihenfolge. Haben Sie Ihren Lebenslauf eher "thematisch" gegliedert, dann können Sie aufeinanderfolgende Aus- und Weiterbildungszeugnisse auch direkt hintereinander einordnen.
Auf jeden Fall sollte für die leichte Nachvollziehbarkeit der Weiterbildungen die Anordnung der Zeugnisse der Reihenfolge im Lebenslauf folgen.