Wenn Sie auf Jobsuche sind, aber keine passenden Stellenanzeigen finden, dann können Sie sich entweder auf Stellen bewerben, die nicht zu Ihnen passen, damit Sie zumindest der Arbeitsagentur Ihre zahlreichen Bemühungen nachweisen können, ohne freilich echte Erfolgschancen zu haben - oder Sie können den Spieß sozusagen umdrehen und ein Stellengesuch aufgeben.
Einerseits ist es gut, dass Sie dabei selbst aktiv werden, andererseits ist es sehr schwer, mit einem eigenen Stellengesuch die Aufmerksamkeit eines potentiellen Arbeitgebers zu erringen. Natürlich stehen Ihnen nicht die finanziellen Mittel zur Verfügung, wie sie große Firmen haben, um auffällige Anzeigen zu gestalten, die ins Auge fallen. Was also tun, um sich wenigsten ein bisschen von den anderen Stellensuchenden abzuheben?
Kurz gesagt: Auffallen ist schwer. Bei Stellengesuchen in Printmedien bedeutet "auffallen" fast immer "teuer", entweder durch ein besonders breites, großes Inserat oder durch einen Rahmen, durch Farbe usw. Sie können, wenn Sie arbeitsuchend gemeldet sind, die Kosten für das Inserat von der Arbeitsagentur ersetzt bekommen, aber fragen Sie am besten vorher, ob Ihnen die Kosten für eine eher teure Anzeige auch wirklich erstattet werden.
Wenn Sie sich für ein Stellengesuch entscheiden, sollten Sie auch genau analysieren, in welchem Medium Sie die besten Erfolgschancen haben. Wenn Sie in einer bestimmten Branche arbeiten bzw. arbeiten wollen, haben Sie in einem Fachblatt vermutlich bessere Chancen als in Ihrer örtlichen Tageszeitung.
Etwas anders ist es, wenn Sie Ihr Stellengesuch im Internet bei einem oder mehreren der vielen Jobportale einstellen. Sucht ein Arbeitgeber dort nach interessanten Bewerbern, kann er einfach nach Kategorien oder Stichworten suchen und wird so, hoffentlich, auf Sie stoßen. Dafür ist es wichtig, in Ihrem Stellengesuch die richtigen Schlüsselbegriffe zu verwenden, damit Sie auch gefunden werden. Diese Schlüsselbegriffe erkennen Sie schnell, wenn Sie sich einige Stellenanzeigen für die von Ihnen gewünschte Position ansehen.
Als Mindestinformationen sollten Sie angeben, welche Stelle Sie anstreben, was Ihre Qualifikationen und Kenntnisse sind, ebenso wie Ihr Alter, Ihr Geschlecht und die Region oder Stadt in der Sie arbeiten möchten. Wenn Sie besonders große berufliche Erfolge zu verbuchen haben, können Sie diese auch erwähnen.
Falls Sie noch in einem Arbeitsverhältnis stehen, wenn Sie das Stellengesuch aufgeben, geben Sie eine Chiffre-Adresse an. So können Sie vermeiden, dass Ihr aktueller Arbeitgeber von Ihrer Stellensuche erfährt, wenn Sie es noch geheim halten möchten.
Ein Stellengesuch kann eine gute Ergänzung für Ihre Bemühungen sein, es ist jedoch nicht als alleinige Maßnahme geeignet, wenn Sie eine neue Stelle suchen. Zuviel hängt davon ab, ob das Gesuch überhaupt gefunden und gelesen wird. Bei einer Bewerbung auf eine Stellenanzeige und vielleicht sogar bei Initiativbewerbungen haben Sie mehr Möglichkeiten zu agieren.