Es gibt kaum einen Bewerber, der sie nicht kennt: die Absage. Je mehr Bewerbungen man verschickt, desto mehr Absagen kann man bekommen. Das "Geheimnis" eines erfolgreichen Bewerbers ist aber, dass er sich davon nicht entmutigen lässt.
Vergessen Sie bei einer Absage nie, dass es nicht Ihre "Schuld" ist, wenn Sie nicht eingestellt werden. Es gab eben einfach einen anderen Bewerber, der besser geeignet ist als Sie.
Wenn Ihre fachlichen Qualifikationen stimmen, kann es immer noch sein, dass ein anderer Bewerber sympathischer erscheint, niedrigere Gehaltsvorstellungen hat oder einfach schon mit dem Unternehmen vertraut ist, weil er als Student dort einen Ferienjob hatte oder durch bessere Netzwerke punkten kann. Diese Dinge können Sie nicht kontrollieren.
Sie können aber auf jeden Fall versuchen zu erfahren, weshalb Sie eine Absage erhalten haben und vielleicht gar nicht erst zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wurden. Rufen Sie die Person an, die Ihnen die Absage geschickt hat und erkundigen Sie sich freundlich nach den Gründen. Vermutlich wurde der Brief selbst von einer Sekretärin verfasst, die an der Auswahl nicht beteiligt war. Vielleicht gab es auch so viele Bewerbungen, dass auch die verantwortliche Stelle nicht mehr genau weiß, warum Ihnen eine Absage geschickt wurde.
Vielleicht können Sie aber in Erfahrung bringen, dass Ihre fachlichen Qualifikationen nicht genau das waren, was der Arbeitgeber sich vorgestellt hat, oder dass Ihre Unterlagen nicht komplett waren. Wenn man Ihnen keine Auskunft geben kann oder will, müssen Sie das allerdings akzeptieren. Viele Arbeitgeber sind in solchen Fällen vorsichtig, da es bei der Nennung des wahren Grundes auch zu einer Klage kommen kann.
Sollten Sie doch einmal einen Absagegrund herausfinden, so können Sie ihn nutzen, um an sich und/oder Ihren Unterlagen zu arbeiten. Komplettieren Sie Ihre Unterlagen, bewerben Sie sich gezielter auf Arbeitsstellen, die zu Ihren Kenntnissen und Fähigkeiten passen, verwenden Sie ein neues Bewerbungsfoto, auf dem Sie sympathischer aussehen oder lassen Sie hochwertigere Kopien Ihrer Zeugnisse und Arbeitsproben anfertigen.
Kurz: Entwickeln Sie Ihre Bewerbung weiter und perfektionieren Sie Ihren Bewerbungsvorgang.
Es ist natürlich und verständlich, wenn man sich von einer Absage persönlich gekränkt fühlt. Dafür gibt es jedoch keinen Grund. Der Arbeitgeber ist daran interessiert, den besten Bewerber für sein Unternehmen zu sichern und vielleicht waren Sie dieses Mal einfach nicht ideal für die Stelle. Die Absage ist schon deswegen nicht persönlich zu nehmen, weil das Unternehmen bzw. der Personalchef Sie ja gar nicht kennt.