Anders als in vielen anderen Ländern (beispielsweise den USA) enthalten Bewerbungen bei uns normalerweise ein Bild des Bewerbers bzw. der Bewerberin. Es ist zwar keine Bedingung, aber es hat sich so eingebürgert, dass sogar Personalprofis verunsichert oder vielleicht sogar unangenehm beeindruckt sind, wenn ein Bild fehlt. Das gilt natürlich nicht, wenn das Unternehmen in der Stellenanzeige ausdrücklich Bewerbungen ohne Bewerbungsfotos verlangt.
Ganz egal, was man davon halten mag, sich mit einem Foto zu bewerben: Es ist bei uns üblich und gängig. Wer das Bewerbungsfoto weglässt, vergibt eine ausgezeichnete Chance, sich darzustellen. Schließlich bietet ein Foto einen besseren Gesamteindruck einer Person und ihrer Persönlichkeit als ein Lebenslauf - zumindest wird es oft so empfunden.
Grundsätzlich sollte das Foto von guter Qualität und professionell hergestellt sein. Je nach angestrebtem Beruf oder Branche muss das nicht bedeuten, dass ein klassisches Bewerbungsfoto im Anzug oder Bluse und Blazer verlangt wird. Trotzdem ist es für manche Berufe natürlich am besten, wenn man sich seriös und verlässlich präsentiert. Das ist mit einem Bild aus einem Passfotoautomaten oder aus dem privaten Bereich meist nicht der Fall.
Bestimmt wissen Sie selbst am besten, was in Ihrem angestrebten Beruf verlangt wird, ob Sie sich als Bankkauffrau, Verkäufer oder Haarstylistin bewerben. Achten Sie darauf, dass Ihr Bild auch genau das ausdrückt, was Sie mit Ihrer Bewerbung aussagen wollen.
Das Foto sollte aktuell sein und Ihrem Erscheinungsbild beim Vorstellungsgespräch entsprechen - der Personalchef sollte Sie anhand des Fotos jedenfalls wieder erkennen können.
Die klassischen Bewerbungsfotos sind ein ein gutes Stück größer als Passfotos und werden meist oben rechts auf dem Lebenslauf angebracht. Ideal sind dafür Fotoecken, denn so können Sie die Fotos für weitere Bewerbungen erneut verwenden, wenn Sie eine Absage erhalten. Alternativ können Sie sich von Ihrem Fotografen auch die digitale Version geben lassen und das Bild gleich mit in die Datei einbinden und ausdrucken. Meist ist die Qualität aber nicht so gut wie bei einem "richtigen" Bild, weswegen auf einer Bewerbung, die postalisch versendet wird, lediglich ein "echtes Foto" akzeptabel ist.
Immer beliebter wird es zudem, das Bewerbungsfoto auf dem Deckblatt unterzubringen. Das lässt den Lebenslauf weniger gedrängt aussehen, zudem auf dem Deckblatt mehr Platz vorhanden ist. So können die Bewerbungsfotos größer sein und sind auch in der Gestaltung etwas freier. Ein Format von sechs mal neun Zentimetern hat sich dafür eingebürgert. Es lässt dem Fotografen einiges an Gestaltungsfreiheit und wirkt aufgrund der Größe und der Position auf dem Deckblatt besonders plakativ.
Denken Sie auch daran, auf der Rückseite des Bildes zumindest Ihren Namen zu vermerken. Sollte sich das Bewerbungsfoto lösen, kann es so Ihren Unterlagen zugeordnet werden. Bei häufigen Namen sollten Sie auch die Adresse dazuschreiben, damit das Bild nicht mit dem eines gleichnamigen Mitbewerbers verwechselt wird.