Bei der Begrüßung Ihres Gesprächspartners oder Ihrer Gesprächspartner - denn Sie können auch von mehreren Personen "interviewt" werden - gehen Sie das erste Mal auf Tuchfühlung mit ihnen. Die Begrüßung kann deswegen bis zu einem gewissen Grad die Weichen für das ganze Gespräch stellen. Wenn Sie also freundlich und höflich auftreten, haben Sie schon zum ersten Mal in diesem Gespräch gepunktet.
Wichtige Punkte bei der Begrüßung:
Aufrichtiges Lächeln
Augenkontakt
Händedruck richtig dosieren
Deutlich den Namen nennen bei der Vorstellung
Angebotenes Getränk akzeptieren
Lächeln Sie und schauen Sie Ihren Gesprächspartnern bei der Begrüßung in die Augen. Wer offen lächelt, wird viel positiver wahrgenommen.
Achten Sie auf Ihren Händedruck. Diesem alten Ritual wird auch heute noch viel Wert beigemessen. Sowohl ein zu schlapper als auch ein übertrieben fester Händedruck fallen negativ auf. Sollten Sie unter Handschweiß leiden, trocknen Sie Ihre Hände noch vor der Begrüßung und dem Gespräch gründlich ab. Knüllen Sie ggf. ein Taschentuch in Ihren Hosentaschen zusammen, um die Hände auch zwischendurch abtrocknen zu können. Frauen im Kostüm bleibt diese Option meistens leider verwehrt.
Nennen Sie Ihren eigenen Namen langsam und deutlich. Wiederholen Sie auch die Namen Ihrer Gesprächspartner und lassen Sie sich nötigenfalls korrigieren. Nichts ist unangenehmer als während der ganzen Gesprächsdauer den Namen des Gegenübers falsch auszusprechen, weil man ihn bei der Begrüßung nicht verstanden hat.
Wird Ihnen nach der Begrüßung ein Getränk angeboten, nehmen Sie es an. Ideal ist stilles Mineralwasser, weil man sich daran weder den Mund verbrennen kann wie bei Kaffee noch deswegen aufstoßen muss wie bei Wasser mit viel Kohlensäure. Wenn Ihr Mund trocken wird, können Sie einen Schluck nehmen. Sie brauchen aber nicht unbedingt etwas trinken. Das Angebot anzunehmen ist einfach eine höfliche Geste.
Als eine Art Zwischenphase zwischen Begrüßung und dem eigentlichen Vorstellungsgespräch folgt nun meist ein bisschen Small Talk, in dem es meist darum geht, wie Sie zum Unternehmen gefunden haben und ob Sie mit dem Auto oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln angereist sind. Vermuten Sie hier keine Falle oder ein verstecktes Ziel, es geht einzig allein darum, die Stimmung etwas zu lockern.
Nutzen Sie trotzdem auch diese Möglichkeit, Ihre Kompetenz diskret zu präsentieren. Sagen Sie beispielsweise: "Ich habe dank der Karte auf Ihrer Internetseite sehr gut hergefunden! Die Busfahrpläne habe ich mir auch online angesehen und glücklicherweise hält die Linie 15 ja direkt bei Ihnen vor dem Werkstor." Damit zeigen Sie, dass Sie zumindest einmal auf der Firmenseite im Internet waren und dass Sie Ihre Anreise gut geplant haben.
Nicht angebracht sind hier langatmige Geschichten vom Stau auf der Autobahn, an dem natürlich mal wieder all die anderen Autofahrer schuld waren, die ja sowieso alle unfähig sind. Für den schlimmsten anzunehmenden Fall, dass Sie nämlich zu spät kommen, gibt es keine Ausrede. Bei Autofahrern müssen immer Staus und Umleitungen eingeplant werden, bei Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln gilt das gleiche für Verspätungen, Ausfälle und Streiks.