Das Vorstellungsgespräch ist gut gelaufen, Sie und der Arbeitgeber waren sich sympathisch, Ihre Qualifikationen konnten überzeugen - jetzt nichts wie raus, es kann ja nix mehr schief gehen! Falsch. Ähnlich wie die Begrüßung und die Einstiegsphase beim Vorstellungsgespräch eine wichtige Rolle spielen, ist auch die Verabschiedung ein elementarer Teil des Bewerbungsgesprächs.
Bestimmte Bestandteile tauchen fast immer auf, manche Informationen sollten ausgetauscht werden, damit sowohl Bewerber als auch Arbeitgeber auf dem gleichen Stand sind. Noch offene Fragen sollten spätestens jetzt geklärt werden.
Wichtig ist beispielsweise, dass Sie bei der Verabschiedung erfahren, wie es weitergeht. Ihr Gesprächspartner wird Sie üblicherweise informieren, ob und wann Sie mit einem weiteren Vorstellungsgespräch rechnen können oder ob das schon die Abschlussrunde der Bewerbungsrunde war. Sollte das Gespräch nicht von selbst darauf kommen, dürfen Sie bei der Verabschiedung durchaus fragen, wann Sie mit einer Entscheidung rechnen dürfen. Manchmal wird aber auch beiden Parteien direkt während des Gesprächs schon klar, dass Bewerber und Stelle nicht optimal zusammenpassen. Dies sollte man dann auch direkt zum Ausdruck bringen, so dass Bewerber wie auch Arbeitgeber wissen, woran sie sind.
Bringen Sie auch in Erfahrung, an wen Sie sich wenden können, falls sich später noch Fragen ergeben. Fragen Sie auch nach der bevorzugten Kontaktweise, ob Telefon oder E-Mail.
Falls Sie das große Glück haben, dass Ihnen direkt beim Vorstellungsgespräch die Stelle angeboten wird, dann werden nun direkt die Details besprochen, also etwa wann genau Sie anfangen können, wann der Arbeitsvertrag unterschrieben wird, ob das Unternehmen Sie bei Wohnungssuche und Umzug unterstützt usw. In diesem Fall wird auch schon alles festgelegt, was der Arbeitsvertrag enthalten wird, also Gehalt, Urlaub, usw.
Für den Abschied gilt ähnlich wie für die Begrüßung: Eine höfliche Verabschiedung mit einem festen (aber nicht zu festen) Händedruck und Augenkontakt runden den positiven Eindruck ab, den Sie beim Vorstellungsgespräch gemacht haben.
Bedanken Sie sich bei Ihrem Gegenüber für das Gespräch und für die Gelegenheit, sich dem Unternehmen vorzustellen. Vergessen Sie nicht: Dies ist noch Teil des Bewerbungsgesprächs, schalten Sie also nicht zu früh ab!
Ein bisschen Small Talk schadet auch an dieser Stelle nicht. So wie es am Anfang die Spannung beseitigt hat, ist es bei der Verabschiedung das Signal für "Vorstellungsgespräch vorbei". Das bedeutet nicht, dass Sie zu schnell zu persönlich und locker werden sollten. Folgen Sie dabei der Führung des Arbeitgebers, denn oft kommt etwa die Heimreise bzw. Ihr Rückweg zu Gespräch. Sie haben dabei also die Gelegenheit, vom Stress des Bewerbungsgespräch durch die Verabschiedung aus Ihrem angespannten Zustand wieder herauszufinden.
Eine ungeschickte Verabschiedung nach dem Vorstellungsgespräch wirft Sie sicher nicht aus dem Rennen, wenn Sie sonst einen sehr guten Eindruck gemacht haben. Bedenken Sie aber, dass der Abschied der letzte Eindruck ist, den Sie beim Arbeitgeber hinterlassen.