Kaum ein Unternehmen kommt heute noch ohne Telefonanlage und mehr oder weniger aufwändige Computeranlagen aus. Fallen diese Einrichtungen aus, kann schnell ein hoher Schaden entstehen, wenn beispielsweise Kunden keine Bestellungen aufgeben können, oder wenn die Kerntätigkeit des Unternehmens von der Elektronik abhängt, etwa bei Dienstleistern im Internetbereich.
Schon kleine Ursachen wie etwa herausgerissene Kabel können da verheerende Wirkung haben, wenn sie alle Computer oder die Telefonanlage lahm legen. Dabei entstehen nicht nur Kosten durch das Reparieren oder Ersetzen der Hardware, der Geschäftsausfall bei zu langsamer Reparatur etwa kann einen bedeutenden Geschäftsausfall nach sich ziehen.
Bei der Elektronikversicherung für Firmen gibt es zwei Varianten: Die Einzelversicherung deckt alle die Geräte ab, die in der Police sozusagen namentlich enthalten sind. Bei jeder Neuanschaffung bzw. bei einer Erweiterung muss die Police angepasst werden, damit im Versicherungsfall auch tatsächlich alle Geräte abgesichert sind.
In der pauschalen Elektronikversicherung sind alle Geräte enthalten, also die ganze Computerausrüstung bzw. Telefonanlage abgedeckt. Innerhalb der Versicherungssumme kann das Unternehmen eigenständig die Telefonanlage oder die Computer ersetzen. Die Versicherung muss erst dann benachrichtigt werden, wenn der Wert des Versicherungsfalls die Versicherungssumme übersteigt.
Je nach Unternehmen kann es auch wichtig sein, die Elektronikversicherung durch eine Datenträgerversicherung zu ergänzen. Andernfalls sind Daten nur soweit in der Elektronikversicherung inbegriffen, wie sie für die grundlegende Funktion der Ausrüstung notwendig sind, also etwa Betriebssysteme. Die Datenträgerversicherung springt ein, wenn weitere Daten und Software durch Schäden am Datenträger oder an der Gesamtanlage unlesbar oder nicht mehr verarbeitbar werden. Sie kommt dann für die Kosten von Wiederbeschaffung und Neueingabe der Daten auf.
Datenverlust aus anderen Gründen als Schäden am Datenträger muss durch eine Softwareversicherung abgedeckt werden, da weder Elektronik- noch Datenträgerversicherung dafür zahlen. Die Softwareversicherung springt ein, wenn die Daten durch Sabotage, Bedienungsfehler oder Spannungsschwankungen verloren gehen oder auch "nur" beschädigt werden.
Weitere Bausteinchen der Elektronikversicherung sind die Versicherung der Abbau- und Entsorgungskosten und die Betriebsunterbrechungsversicherung, die für die wirtschaftlichen Schäden aufkommt, die durch den Ausfall der Geräte entstehen.
Die Elektronikversicherung ist auch für medizinische Betriebe wie etwa Arztpraxen und Labore wichtig, da auch durch Schäden an den medizinischen Gerätschaften enorme Kosten entstehen können. Das Gleiche gilt für Unternehmen, die Veranstaltungen ausrichten und dabei viel Elektronik verwenden, etwa Licht- und Tontechnik etc.