Es kann Unternehmen ebenso wie Privatpersonen geschehen, dass sie vor rechtlichen Streitigkeiten stehen. Die Prozesskosten können in Abhängigkeit vom Streitwert dabei enorm hoch sein, und auch der Anwalt kostet einiges. Um in solchen Fällen nicht aus finanziellen Gründen ganz auf sein Recht verzichten zu müssen, gibt es für Firmen genauso wie für Privatleute eine Rechtsschutzversicherung.
Bei Unternehmen besteht natürlich nicht nur die Gefahr von Zwistigkeiten mit Kunden oder Lieferanten, auch Arbeitnehmer können gegen ihren Arbeitgeber vor Gericht ziehen, wenn es etwa um Entlassungen bzw. Kündigungen geht. In diesen Fällen kommt die Firmenrechtsschutzversicherung zum Einsatz.
Für Firmen gibt es verschiedene Unterarten des Rechtsschutzes, die verschiedene Risiken abdecken. Je nach Unternehmen können sie komplett oder teilweise für den Versicherungsschutz kombiniert werden.
Die wichtigsten Elemente sind dabei der Arbeitgeberrechtsschutz, der Verkehrsrechtsschutz, der Managerrechtsschutz und der Vermögensschadenrechtsschutz und der Grundstücksrechtsschutz für die Gewerbeimmobilien.
Im Umfang des Arbeitgeberrechtsschutz wird beispielsweise der Antidiskriminierungs-Rechtsschutz immer wichtiger. Er kommt zum Einsatz, wenn etwa ein abgelehnter Bewerber den Arbeitgeber verklagt, weil er sich aufgrund seines Geschlechts, seiner Hautfarbe oder Herkunft diskriminiert sieht.
Der Verkehrsrechtsschutz haftet für Schäden durch von Firmenmitgliedern im Einsatz für das Unternehmen verursachte Unfälle, aber auch bei Bußgeldern und Ordnungswidrigkeiten.
Die Firmen-Rechtsschutz-Versicherung umfasst das Unternehmen als Ganzes und die Arbeitnehmer (im Rahmen ihrer Tätigkeit für das Unternehmen).
Für die Berechnung der Beitragshöhe werden viele Kriterien herangezogen, sie funktioniert aber prinzipiell wie bei allen anderen Versicherungen: Berücksichtigt werden die Branche, die Anzahl der Mitarbeiter, wie hoch die Selbstbeteiligung ist, welche Risiken versichert werden, wie lange der Vertrag läuft, welche Zahlungsweise gewählt wird usw.
Allerdings kann auch die beste Firmen-Rechtsschutzversicherung nicht alle rechtlichen Streitigkeiten ausschließen. Vor allem wird, gerade für Existenzgründer, bei Versicherung aller denkbaren Risiken der Beitrag fast unerschwinglich hoch.