Studieren ist teuer - vor allem, wenn man nicht zu Hause wohnen kann, sondern neben Studiengebühren und Büchern auch noch Unterkunft und Verpflegung finanzieren muss. Die meisten Studenten finanzieren ihr Studium zwar über elterliche Zuschüsse und eigene Arbeit, doch sollte man von den gebotenen Zuschüssen und Förderungen durchaus Gebrauch machen.
Die bekannteste Form der Studienfinanzierung ist das BAföG, das zu 50% als Zuschuss und zu 50% als zinsloses Darlehen gewährt wird. Doch nicht jeder erfüllt die Voraussetzungen, um BAföG in Anspruch nehmen zu können. Für diejenigen gibt es noch andere Finanzierungsmöglichkeiten:
Bildungskredit
staatliche Stipendien
Stipendien der Begabtenförderungswerke
Der Bildungskredit ist ein Darlehen mit vergünstigten Konditionen das vom Bundesministeriums für Bildung und Forschung zur Studienfinanzierung eingeführt wurde und von der KfW-Bank vergeben wird. Es ist ein Höchstkredit von 7.200 Euro pro Ausbildungsabschnitt möglich, der in monatlichen Raten ausgezahlt wird (100 - 300 Euro). Der Bildungskredit ist zum Monatsende kündbar. Die Rückzahlung beginnt spätestens 4 Jahre nach der ersten Auszahlung.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat ein nationales Stipendienprogramm ins Leben gerufen, das zum Wintersemester 2010/2011 gestartet ist. Begabte Studierende erhalten einen monatlichen Zuschuss zur Studienfinanzierung in Höhe von 300 Euro. Diese Stipendien werden auch nicht auf das BAföG angerechnet. Details erfahren Sie direkt beim Ministerium. Neben den staatlichen Stipendien bieten auch Stiftungen wie die Begabtenförderungswerke Stipendien an.
Es gibt in Deutschland 12 Begabtenförderungswerke mit unterschiedlicher politischer, wirtschaftlicher und gewerkschaftlicher Ausrichtung. Alle vergeben an Studierende, die das Auswahlverfahren erfolgreich durchlaufen haben, einen monatlichen Zuschuss von bis zu 585 Euro (abhängig vom Einkommen der Studenten und ihrer Eltern), Büchergeld und darüber hinaus auch ideelle Förderung (z. T. Pflichtveranstaltungen).
Eine Bedingung bei allen Stipendien ist allerdings, dass eine überdurchschnittliche Leistung im Studium (bzw. bei Antrag vor Studienbeginn überdurchschnittlich gute Schulnoten) gezeigt wird. Der Vorteil von Stipendien ist, dass sie in Form von nicht rückzahlbaren Zuschüssen gewährt werden. Damit hat man nach dem Studium keinen Schuldenberg am Hals.