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    Löhne & Gehälter

    Lohn ist der Preis für abhängige Arbeit, klassisch gesehen ist es ein Endgeld für den Produktionsfaktor: Arbeit. Die Unterscheidung zwischen Lohn (Arbeitsendgeld für Arbeiter) und Gehalt (für Angestellte) ist volkswirtschaftlich irrelevant; es handelt sich hier eher um eine prestigeträchtige Differenzierung. Für den Begriff Lohn werden auch Worte wie Gehalt, Salär, Endgeld und Vergütung als Synonyme verwendet. Lohn steht zudem auch für jegliches Einkommen aus unselbstständiger Arbeit einschließlich der Beamtenbezüge.

    Zeitlohn:

    In den meisten Fällen wird das Gehalt als Zeitlohn berechnet. Der Arbeitnehmer muss eine gewisse Leistungs innerhalb eines definierten Zeitraumes erbringen. (Die Leistungserwartung ist oft in Arbeitsplatzbeschreibungen definiert.) Den Zeitlohn gibt es in zwei Grundvarianten, den Stunden und den Monatslohn. Beim Stundenlohn ist das Endgeld für jede geleistete Stunde identisch, beim Monatslohn ist der Lohn über die Monate einheitlich. (Beim Stundenlohn gibt es monatliche Abweichungen, denn die Monate haben unterschiedliche Arbeitstage.) Tageslöhne, bzw. Wochenlöhne treten noch überwiegend in der Landwirtschaft auf.

    Bei höheren Positionen (leitende Angestellte, Geschäftsführer) werden Jahresgehälter mit monatlicher Auszahlung ausgehandelt. Diese Gehälter setzen sich oft aus einem fixen und einem variablen Anteil (z. B. Aktienprogramme) zusammen. Das variable Gehalt wird im Falle eines Geschäftserfolges gezahlt. (Bei Vertriebsmitarbeitern nennt sich dies: Beteiligung am Vertriebserfolg und wird in der Regel zum Jahresende ausbezahlt). Hinzu kommen dann noch Sachbezüge wie z. B.: Dienstwagen mit Eingennutzung, Jahreskarten der Bundesbahn, Dienstreisen in besseren Klassen.




    Normalerweise werden Bruttolöhne bzw. Bruttogehälter vereinbart. Sie stellen das komplette Endgeld dar, von dem automatisch abgezogen werden:

    • Lohnsteuer,
    • die gesetzlichen Sozialversicherungsbeiträge:
    • Krankenversicherung,
    • Rentenversicherung,
    • Arbeitslosenversicherung,
    • Krankenversicherung,
    • Pflegeversicherung sowie
    • u. U. Kirchensteuer und der
    • Solidaritätszuschlag.

    Der verbleibende Rest, der Nettolohn, wird ausbezahlt und mit ihm wird der Lebensunterhalt bestritten. Der Arbeitgeber hat zusätzlich zum Bruttogehalt noch die Arbeitgeberanteile der Sozialabgaben zuzüglich der bruttolohnabhängigen Versicherungen zu tragen. Damit erhöhen sich seine Ausgaben um etwa 25 %. Dies gilt auch für 400 Eurojobs (ca. 30 %).

    Tarifgehalt und Tariflohn:

    Tarifverträge bilden die Grundlage für die Höhe der Löhne und Gehälter. In ihnen sind Lohngruppen aufgeführt, denen die Tätigkeiten der Arbeitnehmer incl. der Auszubildenden zugeordnet sind. Eine Lohngruppe aus dieser Liste wird als sog. Ecklohn definiert; alle anderen Gruppen sind eine prozentuale Abweichung von diesem, sowohl nach oben als auch nach unten. Hinzu kommt oftmals eine Einarbeitung von Alters- und Ortsklassen. So kommt es vor, dass das Tarifgehalt innerhalb eines Konzernes für die gleiche Tätigkeit - basierend auf den Ortszuschlag - variiert.

    Wird die, vertraglich festgelegte, Arbeitszeit überschritten, so werden Zuschläge bezahlt oder ein Arbeitszeitausgleich vorgenommen. Dieses ist ebenfalls im Tarifvertrag festgelegt, wie auch die Anzahl der Urlaubstage, Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld sowie die Zusatzleistungen an den Sonn- und Feiertagen. Des Weiteren werden Teuerungs- und Funktionszulagen definiert. Dieses System verbunden mit freiwilligen Sonder- und Leistungszulagen sollen dem Arbeitnehmer Anreize geben einen höheren Verdienst zu erweben, um seinen Lebensstandard zu verbessern. Auf Arbeitgeberseite besteht der Wunsch, dass die Produktionsfaktoren besser genutzt werden.




    Die vereinbarten Tarifverträge sind öffentlich zugänglich und können in den sogenannten Tarifregistern eingesehen werden. Verwaltet werden diese Register vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit sowie von allen Bundesländern.

    Leitende Angestellte werden außertariflich bezahlt. Doch die Struktur (zumindest in Konzernen) ist den Tarifverträgen angepasst. So gibt es auch hier Gehaltsstufen und Gehaltsklassen, die sich den Tarifklassen und – stufen anschließen (ein nahtloser Übergang). Auch die Gehälter der Auszubildenden und Angestellten der Länder und des Bundes sowie die der Beamten sind klassifiziert und einsehbar. Unternehmen, die keinem Tarifvertrag unterliegen, lehnen sich ihm aber oft an und variieren entsprechend ihren Möglichkeiten.

    Verdienst:

    Persönliche Elemente entscheiden nicht allein über den Verdienst. Beeinflusst wird dieser besonders in der Anfangsphase durch einen Berufs- bzw. einen Hochschulabschluss. Später hat dies kaum einen Einfluss, er dient dann hauptsächlich formalen Zwecken.

    Im weiteren Berufsleben kommt es auf die beruflichen Erfahrungen an. Einen positiven Einfluss auf das Gehalt hat die Übernahme von Verantwortung sowohl auf personeller als auch auf fachlicher Basis. In der Regel ist auch die Größe eines Unternehmens von Bedeutung für den Verdienst. Größere Firmen zahlen oft mehr; das kann! schon mal bis zu 30 % ausmachen. Ausschlaggebender noch ist die Branche; hier sind die Automobilindustrie und die chemische Industrie Spitzenreiter.

    In Deutschland bestehen immer noch Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Mitarbeitern zumindest statistisch betrachtet. Frauen verdienen bei gleicher Tätigkeit in vergleichbaren Positionen weniger. Eine Ausnahme bildet hier nur das Anfangsgehalt.

    Gehälter in Deutschland:

    Für einen realen Gehaltsvergleich bzw. um festzustellen, was für Gehälter derzeit (Tarifgehalt zzgl. Sonderzahlungen und Leistungszulagen) in Deutschland gezahlt werden (in vergleichbarer Umgebung, mit entsprechender Berufserfahrung), gibt es den Gehalts-Check. Dies ist ein sehr gutes Instrument, um seine Wertigkeit einstufen zu können und um bei Gehaltsverhandlungen nicht ins Fettnäpfchen zu treten. Die Angaben in den Lohn- und Gehalts-Checks basieren auf den Einträgen, die die Beschäftigten selbst vorgenommen haben.

    Auch hier bestätigt sich, dass es in Frankfurt zu Höchstzahlungen kommt und in den Städten Süddeutschlands (Bayern und Baden-Württemberg) ein Arbeitnehmer durchschnittlich wesentlich mehr erhält als im restlichen Bundesgebiet. Eine Ausnahme bildet im Norden Deutschlands Hamburg. Ostdeutschland ist auch in den Listen der Gehalts-Checks am unteren Ende zu finden.


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