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Die Berufseinstieg Serie: Volontariat und Traineeship

Volontariat und Traineeship haben ein entscheidendes „Problem“: Sie sind nicht für Absolventen jedes Studiengangs zugänglich sondern meist Teil bzw. Einstiegsvoraussetzung bestimmter Branchen und Berufe.

Das Volontariat kann auch als journalistische Zusatzausbildung bezeichnet werden. Frisch von der Hochschule lernt der Journalistennachwuchs in einem Volontariat alles, was er wissen und können muss. Dabei durchläuft er alle Ressorts und/ oder Abteilungen des entsprechenden Medienunternehmens. Nach 18 bis 24 Monaten darf er sich dann Redakteur nennen.

Diese Ausbildung ist in ihrer Durchführung geregelt. Die Richtlinien hierfür kommen vom Journalistenverband. Da das Volontariat keine Ausbildung darstellt, welche mit einer Abschlussprüfung ähnlich der einer Berufsausbildung endet, ist es schwer, das Einhalten der Vorgaben zu kontrollieren. Nicht jedes Medium hält sich an diese Vorgaben, die unter anderem die Vergütung regeln und bestimmen, dass zusätzliche Seminare und Workshops besucht werden sollen.

Ein Volontariat kann auch in anderen Bereichen vorkommen, beispielsweise in der Kultur, in einem Theater oder Museum oder in einem Verlag als Lektor.

Das Traineeship stellt eine dem Volontariat vergleichbare Ausbildung dar. Hier sollen die Führungskräfte von Morgen ausgebildet werden. Das Traineeprogramm wird individuell auf Vorkenntnisse und Ausbildung ausgelegt. So ist ein Trainee nach dem Programm kein Generalist mehr, sondern kennt die Abläufe ganz genau. Zudem wird das Programm mit Seminaren und Workshops ergänzt.

Eine Vielzahl von Traineeships werden in großen Unternehmen angeboten. Die Voraussetzungen und Anforderungen sind unterschiedlich, je nach Branche. Beispielsweise Banken suchen vorzugsweise Wirtschaftsinformatiker, Wirtschaftswissenschaftler oder Wirtschaftsmathematiker. Betriebe der Industrie, wie Automobilkonzerne, suchen eher Absolventen der Ingenieurswissenschaften und Wirtschaftswissenschaftler. In der Chemie-Branche werden vorzugsweise Naturwissenschaftler, Ingenieure oder auch Betriebswirte eingestellt.

Ab und zu findet man ein Stellenangebot als Trainee auch in einer PR Agentur. Hier werden dann die Lerninhalte eines Volontariates, wie recherchieren und schreiben, mit denen, die ein späterer PR-Manager benötigt, verbunden.

Besonders bei Volontariaten wird oft die Kritik laut, dass die Volontäre nach kurzer Zeit die volle Arbeit eines Redakteurs machen, aber nur bezahlt werden, wie ein etwas besser gestellter Praktikant. Zwar gibt es Tarifverträge, doch an diese halten sich bei weitem nicht alle Medienunternehmen. So kann es auch vorkommen, dass ein Volontariat mit wenigen hundert Euro im Monat vergütet wird. Jedoch ist das Volontariat besonders im Journalismus eine oft geforderte Voraussetzung für die Bewerbung um eine Stelle. Unwichtig wird es nur, wenn bereits einige Jahre als Redakteur gearbeitet wurde. Oder wenn man über notwendige Kontakte verfügt.

Sowohl das Volontariat, als auch das Traineeship können einem Türen öffnen und sind so ein guter und sinnvoller Einstieg ins Berufsleben. Man muss jedoch damit rechnen, dass beides eher mäßig vergütet wird. Doch das wird eine reine Berufsausbildung auch und hier gilt der Grundsatz "Lehrjahre sind keine Herrenjahre".

Quellen:
Berufsstart.de
azubi-magazin.com

Weiterführende Infos zum Thema:

Gehalt Trainee

Gehalt Volontär

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