Bafoeg ist die Abkürzung für Bundesausbildungsförderungsgesetz und bezeichnet allgemein die staatliche Unterstützung für Schüler und Studenten in ihrer Ausbildungszeit. Dabei wird ihnen auf der Basis des Einkommens ihrer Eltern ein Kredit zur Gestaltung des Lebensunterhaltes gewährt, der aber nicht ganz zurückgezahlt werden muss.
Die Idee, welche dem Bafoeg zugrunde liegt, ist die Bildungschancen für einkommensschwächere Schichten zu erhöhen. Für jene war es früher schwierig, ihren Kindern ein Studium oder eine weiterführende Schulbildung zu ermöglichen. Neben der Tatsache, dass viele Eltern aus ärmeren Gesellschaftsschichten "Studieren" nicht kannten und dementsprechend skeptisch waren, hinderte insbesondere das zu geringe Einkommen der Eltern die Kinder an der Aufnahme eines Studiums.
Als sich die deutsche Gesellschaft nach 1945 zunehmend demokratisierte, entstand die Forderung ein Studium bzw. eine höhere Schule nicht mehr länger nur als Privileg der Reichen aufrecht zu erhalten, sondern vielmehr allen Teilen der Bevölkerung eben jenes zu ermöglichen. Aufgrund dessen wurde 1971 unter Willy Brandt das Bafoeg eingeführt. Im Laufe der Zeit haben sich Höhe, Bedingungen und Rückzahlungsmodalitäten teilweise erheblich gewandelt. Geblieben ist allerdings die Grundidee, mittels des Bafoegs weiten Teilen der Bevölkerung das Studium zu ermöglichen. Dabei wird es nicht an Begabtenkriterien gekoppelt, da diese zumeist subjektiv sind und wiederum einen großen Teil junger Menschen ausschließen würden.