Die Abzüge, die aus dem hohen Brutto- einen weit niedrigeren Nettolohn machen, bestehen aus zwei Teilen: den Steuern und den Sozialabgaben. Es gibt einige Möglichkeiten, einzelne Abzüge zu verringern: so lassen sich beispielsweise Steuern durch die Eintragung eines Freibetrages auf der Lohnsteuerkarte mindern. Das geht, wenn erhöhte Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen insgesamt einen Betrag von 600? jährlich übersteigen, allerdings über den Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 920? hinaus. Ausgenommen von diesem Pauschbetrag sind Freibeträge für Hinterbliebene und Behinderte, für die Förderung des Wohneigentums und wegen negativer Einkünfte aus anderen Einkunftsarten; diese können also zusätzlich eingetragen werden und senken mit die Lohnsteuer, damit bleibt mehr Lohn netto übrig.
Mehr Lohn netto ergibt sich auch, wenn die Sozialabgaben gesenkt werden: zum Beispiel durch eine betriebliche statt einer privaten Altersvorsorge. Indem der Arbeitgeber einen Teil des Bruttolohns direkt an eine Versicherung überweist, zahlt der Arbeitnehmer auf diesen Teil keine Steuern und keine Sozialabgaben. Nicht selten hilft der Chef mit einem Arbeitgeberzuschuss für die Altersvorsorge, so dass die Eigenaufwendungen stark sinken und meist sogar mehr angelegt wird, als man selbst investieren kann.