Betrachtet man die Stundenlöhne, sind die Gehälter seit 2005 vor allem im verarbeitenden Gewerbe stark angestiegen. Dort lagen Sie 2010 rund 11,6 Prozent höher als fünf Jahre zuvor. Ein deutliches Plus gab es auch bei den Energie- und Wasserversorgern, wo die Gehälter um 11,4 Prozent zulegten.
Am geringsten war der Anstieg nach den Daten des Statistischen Bundesamtes im Bau- und im Gastgewerbe mit 5,9 beziehungsweise 6,4 Prozent. Ein Minus gab es in keiner Branche. Im Baugewerbe und im Öffentlichen Dienst lagen die Gehälter zwar zwischendurch niedriger als 2005. Sie haben diesen Rückgang bis 2010 aber wieder aufgeholt. Allerdings kann es in einzelnen Betrieben und Teilbranchen Lohneinbußen gegeben haben.
Außerdem dürfen Sie nicht vergessen, dass die Preise seit 2005 um durchschnittlich 7,2 Prozent gestiegen sind. So gesehen haben die Angestellten im Bau- und im Gastgewerbe sowie im Handel im Jahr 2010 tatsächlich ein niedrigeres Gehalt als vor fünf Jahren.
Wenn man die Monatsgehälter betrachtet, ist die Entwicklung aufgrund von Arbeitszeitverlängerungen oder -verkürzungen geringfügig anders. Da in den meisten Branchen die Arbeitszeiten verlängert wurden, fällt die Gehaltssteigerung dann meistens etwas höher aus. Nur im Gastgewerbe liegt sie mit 5,7 Prozent noch unter dem Preisanstieg.