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Beliebte Fächer studieren mit schlechten Noten

Beliebte Fächer studieren mit schlechten Noten

Einige Studiengänge sind nur mit Numerus Clausus zugängig und wer dann schlechte Abi-Noten hat glaubt, er könne sein Wunschstudium nicht absolvieren. Es gibt aber verschiedene Möglichkeiten, trotz schlechter Noten beliebte Fächer zu studieren.

Infos über den Numerus Clausus

Wenn es für Studiengänge einen Numerus Clausus gibt bedeutet dies, dass es nur eine begrenzte Anzahl an Studienplätzen gibt. Somit kann der NC von Universität zu Universität unterschiedlich sein. So wollen beispielsweise viele Abiturienten in beliebten Großstädten oder Universitäten studieren. Aufgrund dieser hohen Nachfrage, ist dann auch der Numerus Clausus hoch. Ebenso entscheidet die Beliebtheit des Studienfachs über den Numerus Clausus. Begehrte Studienfächer haben einen dementsprechenden höheren NC.

Es bedeutet also nicht, dass nur Einser-Kandidaten studieren können, wenn ein Numerus Clausus vorhanden ist. Es gibt durchaus Studienfächer mit Numerus Clausus 2 oder auch sogar 3. Ebenso wenig sagt ein Numerus Clausus etwas über den Schwierigkeitsgrad des Studienfachs aus. Er hat lediglich etwas mit der Beliebtheit des Studiengangs zu tun und somit mit einer begrenzten Kapazität an Studienplätzen. Ist nun ein Numerus Clausus von 1 vorgegeben, erhalten zuerst die Bewerber einen Studienplatz mit einem Notendurchschnitt von 1. Sind dann noch Plätze vorhanden, haben Bewerber mit einem Abi-Durchschnitt von 1,1 die besten Chancen. Der Numerus Clausus wird also niedriger, bis alle Studienplätze vergeben sind.
Ein in diesem Semester vorgegebener NC muss im nächsten Semester nicht derselbe sein. Er wird stets nach Angebot und Nachfrage neu festgelegt. Zudem gibt es zwar Hochschulen, die Bewerber ausschließlich nach der Abiturnote auswählen, aber an vielen Hochschulen hängt die Auswahl noch von anderen Kriterien ab, wie beispielsweise Tests oder Auswahlgespräche.

Flexibel sein – trotz schlechter Noten studieren

Für über die Hälfte aller Studienfächer gibt es keine Zulassungsbeschränkung. Abiturienten können also durchaus studieren, wenn sie etwas flexibler werden. Ein Fehler ist es, sich direkt auf einen Ort festzulegen, denn die meisten bevorzugen ein Studium in einer Großstadt wie München, Köln oder Berlin. Würde man sich an anderen Studienorten umschauen, wäre die Chance auf einen Studienplatz wesentlich höher. Bei rund achtzig Prozent der Studienfächer gibt es in Rheinland-Pfalz, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern keinen Numerus Clausus. Hier können sich also auch die Abiturienten mit eher schlechtem Abitur einschreiben. Dagegen gibt es in Hamburg bei etwa 69 Prozent der Studienfächer eine Zulassungsbeschränkung.
Momentan sind Plätze für Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften schwer zu bekommen, denn hier sind etwa 53 Prozent mit einem hohen Numerus Clausus belegt und das bundesweit.

Wartesemester – Wartezeit sinnvoll ausfüllen

Wer keinen Studienplatz für sein Wunschstudium bekommen hat, kann die Chance im nächsten Semester durch Wartesemester erhöhen. Damit ist eine Überbrückungszeit gemeint, die zwischen dem Abitur und Studienbeginn liegt. Diese Wartezeit wird nur dann anerkannt, wenn man sich noch nicht eingeschrieben hat. Mit der Einschreibung bekommt man den Status des Studierenden. Wer dann ein Studienfach auswählt, welches zulassungsbeschränkt ist, müsste sich im nächsten Semester erneut bewerben. Dadurch kommt es nur Neuberechnung der Wartezeit. Um die Chance auf die Zulassung für ein Studienfach mit hoher Nachfrage zu erhöhen, sollte die Wartezeit sinnvoll genutzt werden. Im besten Fall macht man etwas, das mit dem Studienfach zu tun hat. Zum Beispiel könnte man für ein Medizinstudium ein Praktikum im entsprechenden Bereich absolvieren oder man lässt sich zum Rettungsassistenten ausbilden. Manche nutzen Wartesemester zum Geld verdienen, um später während des Studiums weniger jobben zu müssen.

Recht der freien Berufswahl – Studienplatz einklagen

Man könnte auch einen Studienplatz einklagen, denn laut Grundgesetz und Artikel 12 besteht ein Recht auf freie Berufswahl. Allerdings ist diese Option mit Kosten verbunden und der Studienplatz ist einem nicht sicher, auch wenn die Klage erfolgreich war. Sollte die Anzahl der Kläger höher sein als die Anzahl der freien Plätze, werden die Bewerber per Losverfahren ausgewählt.

Mit Quereinstieg zum Wunschstudium

Etwas kompliziert und mit viel Vorbereitung verbunden ist die Möglichkeit, mittels Quereinstieg den Zugang zum Wunschstudium zu erhalten. Man beginnt also mit einem Studienfach, das mit dem Wunschstudiengang verwandt ist. Im nächsten Semester wechselt man dann zum Wunschstudium.

Klingt einfach, ist es aber nicht. Zuvor muss man sich informieren, an welchen Universitäten genügend Veranstaltungen angeboten werden, die identisch mit dem Wunschstudium sind. Zum Beispiel könnte ein Pharmaziestudium mit einem Medizinstudium verwandt sein. Aber, es könnte sein, dass Veranstaltungen der Mediziner mit ähnlichen Vorlesungen der Pharmazeuten nicht gleichgesetzt werden. Bevor man diese Variante wählt, muss man sich also detailliert informieren. Das ist bei der Fachstudienberatung und beim Prüfungsamt möglich. Ebenso kann man sich bei den Professoren erkundigen.