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Bewerben per E-Mail: Diese 10 Fehler sollten Sie vermeiden

Viele Unternehmen und Bewerber bevorzugen mittlerweile Online-Bewerbungen. Der Grund: Sie sind schneller verschickt, benötigen kein Porto, lassen sich intern problemlos weiterleiten und müssen nicht zwingend aufbewahrt oder zurückgeschickt werden. Das bedeutet aber nicht, dass der Inhalt darunter leiden darf. Ganz im Gegenteil. Wer sich heute online auf eine Stelle bewirbt, muss die Bewerbungsunterlagen genauso sorgfältig zusammenstellen und darüber hinaus noch besondere Regeln berücksichtigen.


Zehn typische Fehler bei der E-Mail-Bewerbung

Das Schreiben und Versenden von E-Mails gehört für viele Menschen zum Alltag. Das Korrekturlesen des Geschriebenen kommt dabei allerdings oft zu kurz. Hinzu kommt, dass Fehler auf dem Bildschirm schlechter zu erkennen sind, als auf dem Papier. Doch es gibt noch weitere Dinge, die beim Erstellen einer E-Mail-Bewerbung falsch gemacht werden können.

1. Verschiedene Dateiformate

Zwar könnte das Anschreiben theoretisch direkt in die E-Mail kopiert werden. Professionell wirkt das aber nicht. Besser ist es, das Bewerbungsanschreiben mit einem Schreibprogramm zu erstellen und in eine PDF-Datei umzuwandeln. Gleiches gilt auch für alle übrigen Unterlagen wie Zeugnisse, Beurteilungen und Lebenslauf. Diese können (müssen aber nicht) zusammen in einer PDF-Datei verschickt werden. Für den Empfänger ist es jedem Fall angenehmer, weil er die Unterlagen ganz einfach ausdrucken kann.

2. Kein Text in der E-Mail

Natürlich muss auch in der Mail selbst ein Text stehen. Eine leere Nachricht ist in diesem Fall absolut unangebracht. Der Text sollte kurz und knapp sein und das Interesse des Empfängers wecken. Die wesentliche Information ist, dass im Anhang eine interessante Bewerbung zu finden ist.

3. Rechtschreibfehler und flapsige Texte

Wenn sich die Rechtschreib- und Grammatikfehler in den Bewerbungsunterlagen und der E-Mail häufen, sind die Chancen auf einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz gleich Null. Für Online-Bewerbungen gelten dieselben Regeln wie für klassische Bewerbungen, die per Post versendet werden. Sonderzeichen, Smileys und unangemessene Formulierungen sind hier ebenso fehl am Platz und sollten vermieden werden.

4. Unterschiedliche Formatierungen

Was für die Bewerbungsunterlagen gilt, trifft auch auf den E-Mail-Text zu. Zu viele verschiedene Schriftarten und -größen sowie Farben wirken unprofessionell. Deshalb sollte auch in der E-Mail auf unterschiedliche Schriftarten, Bilder, Farben etc. verzichtet werden. Einige E-Mail-Programme zeigen diese HTML-Formatierungen auch gar nicht an. Hier gilt also wieder einmal: Weniger ist mehr!

5. Unvollständige oder falsche Absenderangaben

In den E-Mail-Einstellungen lassen sich die Absender-Angaben nach Belieben verändern. Einige lassen nur den Nachnamen weg, andere denken sich einen Fantasie-Namen aus. Im privaten Bereich sorgt dies für eine gewisse Anonymität. Doch wer sich per E-Mail bewirbt, sollte eine professionelle E-Mail-Adresse sowie korrekte Absender-Angaben verwenden. Wer die eigene E-Mail-Adresse hierfür nicht „opfern“ möchte, kann ganz einfach noch eine zweite einrichten, die ausschließlich für den geschäftlichen Schriftverkehr genutzt wird. Seriöse E-Mail-Adressen können zum Beispiel so aussehen: mäxchen_mustermann@gmx.de oder m.mustermann@gmx.de.

6. Fehlende oder unverständliche Betreffzeile

Das erste, was der Empfänger sieht, wenn er eine E-Mail erhält, ist der Betreff. Sieht dieser nach Spam aus oder wirkt gar verdächtig, wird er die ganze Mail aus Angst vor Viren und Trojanern vermutlich ungelesen löschen. Werbliche Aussagen in E-Mails können daher fatale Folgen haben. Sinnvoller ist es, kurz und knapp in den Betreff zu schreiben, worum es geht. Gängig ist hier beispielsweise: „Ihre Ausschreibung in/vom ...“ oder „Bewerbung als ...“.

7. Falsche Anrede oder unspezifische Empfängeradresse

Bewerbungen sollten nur in Ausnahmefällen an allgemeine E-Mail-Adressen (z. B. info@beispielunternehmen.de) gerichtet werden. Es ist immer besser, die E-Mail an die jeweils zuständige Person zu richten und diese in der E-Mail sowie in dem Bewerbungsanschreiben direkt anzusprechen. Sollte dies einmal nicht klar aus einer Stellenausschreibung hervorgehen, hilft auch ein kurzer Anruf.

8. Zu große Anhänge

Eine E-Mail sollte einschließlich Anhang nicht größer als 2 MB (Megabyte) sein. Anderenfalls kann es beim Versenden der Nachricht zu Problemen kommen oder das System des Empfängers zu sehr belastet werden. Bevor die Mail abgeschickt wird, sollte deshalb alles noch einmal geprüft werden. Die Unterlagen lassen sich bereits im Vorfeld überprüfen und auch die Größe der Mail kann über die Eigenschaften in Erfahrung gebracht werden.

9. Fehlende oder falsche Anhänge

Wenn Bewerbungsunterlagen in einer E-Mail verschickt werden, sollten diese der Nachricht natürlich auch anhängen. Vor dem Abschicken ist es deshalb ganz wichtig, noch einmal zu prüfen, ob die Anhänge vorhanden, vollständig und korrekt sind. Das gilt im Übrigen auch für Initiativbewerbungen. Hier sollten ebenfalls ein Bewerbungsanschreiben im PDF-Format sowie ein aktueller Lebenslauf im Anhang mitgeschickt werden.

10. Fehlende Kontaktdaten

Auch wenn die persönlichen Daten in der Regel in den Bewerbungsunterlagen zu finden sind, ist es ratsam, diese auch noch einmal in die E-Mail einzufügen. Tipp: E-Mail-Dienste und -Programme bieten die Möglichkeit, eine 'Signatur' einzufügen, die dann immer unter jeder E-Mail-Nachricht erscheint. Hier können die wichtigsten Daten wie Name, Anschrift und Telefonnummer eingetragen werden.

Weiterführende Infos zum Thema:

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