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Bis wann muss das Gehalt überwiesen sein?

Arbeitnehmer erwarten zu Recht, dass ihr Gehalt pünktlich auf dem Konto erscheint. Doch was ist pünktlich und ab wann käme der Chef in Zahlungsverzug?

Vertragliche Regelung der Lohnauszahlung

In der Regel wird vertraglich festgelegt, wann das Gehalt ausgezahlt wird. Wurde beispielsweise schriftlich festgehalten, dass der Lohn zum 15. eines Monats überwiesen wird, so hat das Gehalt am 15. auf dem Konto des Arbeitnehmers zu sein. Fällt der 15. auf einen Feiertag oder auf das Wochenende,muss der Arbeitgeber entsprechend früher überweisen, damit der Mitarbeiter vor dem 15. über seinen Lohn verfügen kann.

Gehaltszahlung nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch

Steht kein Auszahlungstermin im Arbeitsvertrag, gilt der §614 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB). Dort ist zu lesen: „Die Vergütung ist nach der Leistung der Dienste zu entrichten. Ist die Vergütung nach Zeitabschnitten bemessen, so ist sie nach dem Ablauf der einzelnen Zeitabschnitte zu entrichten.“ Wird der Arbeitnehmer pro Monat bezahlt, muss das Gehalt am 1. des Monats auf dem Konto sein. Dabei geht der Arbeitnehmer in Vorleistung. Das heißt, er erbringt zunächst einen Monat lang eine Leistung und wird danach bezahlt.

Wann kommt der Arbeitgeber in Zahlungsverzug?

Wird die Zahlung nach §614 des Bürgerlichen Gesetzbuches vorgenommen, käme der Arbeitgeber bereits am 2. des Monats in Zahlungsverzug. Bei vertraglicher Regelung gilt dasselbe für den Tag nach dem festgelegten Auszahlungstermin, also im obigen Beispiel ab dem 16. eines Monats. Der Arbeitnehmer kann in dem Fall Verzugszinsen geltend machen.

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