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Bist Du schlagfertig genug? 7 Tipps für schnellere Reaktionen im Job

Bist Du schlagfertig genug? 7 Tipps für schnellere Reaktionen im Job

Der Kollege wirft Dir einen gemeinen Kommentar entgegen, der Chef macht Dich mal wieder vor dem gesamten Team lächerlich – und Dir fallen die passenden Reaktionen erst Stunden später ein. Schlagfertig müsste man sein, um in manchen Situationen kreativ, witzig und gekonnt zu kontern. Um diese Fähigkeit zu erlernen, muss zuerst das Selbstbewusstsein gesteigert werden. Erst dann können verschiedene Techniken für das Schlagfertigkeitstraining Anwendung finden.

Erster Schritt zur Schlagfertigkeit: Selbstbewusstsein stärken

Schlagfertigkeit hängt mit Selbstbewusstsein zusammen. Wer Angst hat, andere verletzen zu können und wer es lieber allen Mitmenschen recht machen möchte, der kann nicht schlagfertig sein. Menschen mit niedrigen Selbstbewusstsein trauen sich oft nicht, überhaupt etwas zu sagen. Ihnen fällt es schwer, sich zu behaupten und genau das ist notwendig, um gekonnt zu kontern.

Also ist der erste Schritt Richtung Schlagfertigkeit das Steigern des Selbstbewusstseins. Unter anderem solltest Du dazu frecher werden und lernen, Dich ruhig auch mit allen Ecken und Kanten zu präsentieren. Das bedeutet nun nicht, dass Du ab sofort Deinem Chef und Deinen Kollegen miese Bemerkungen entgegenwerfen sollst. Aber eine freche und gleichzeitig lustige Antwort darfst Du Dir mit gutem Gewissen erlauben.

Eine andere Übung ist das Aufstehen, das gleichzeitig ein innerliches Aufrichten bewirkt. Dein Chef kommt zu Dir an den Schreibtisch und zeigt mal wieder auf verbale Art seine cholerische Ader. Diesmal bleibst Du nicht brav auf Deinem Stuhl sitzen, sondern stehst auf. Mit möglichst ruhiger Stimme sagst Du Deinem Boss, dass er wieder mit Dir reden kann, wenn er dazu in der Lage ist und sich beruhigt hat. Dann wendest Du Dich ab oder verlässt die Situation. Mach‘ Dir keinen Kopf darüber, ob das unhöflich ist oder nicht. Schnauzt Dich jemand an, beweist auch er keinen Respekt und keinen Anstand. Dein Chef wird höchstens erstaunt sein, dass Du Dich nun groß machst.

7 Tipps für mehr Schlagfertigkeit

Mit den folgenden Tipps wirst Du mit der Zeit immer schlagfertiger werden. Übung macht den Meister – also probiere am besten direkt bei nächster Gelegenheit den ein oder anderen Tipp aus:

1. Mit Fragen kontern
Dein Kollege schaut Dir über die Schulter und meint: „Die Schnellste bist Du wohl nicht!“. Jetzt fragst Du nach: „Wie kommst Du zu dieser Überzeugung? Das interessiert mich jetzt.“ Dadurch muss sich Dein Kollege erklären und sobald er die Antwort auf Deine Frage liefert hast Du die Chance, die ehemals vorwerfende Bemerkung in ein konstruktives Gespräch zu lenken.

2. Vorwurf humorvoll bestätigen
Mit der humorvollen Bestätigung eines Vorwurfs lernst Du gleichzeitig, Dir nicht jeden dummen Kommentar zu Herzen zu nehmen. Dein Gegenüber wird merken, dass er mit seinen Bemerkungen nicht weit kommt, zumindest nicht bei Dir. Also, ein Beispiel: „Du hast die Weisheit wohl auch nicht mit Löffeln gefressen was!“ Du antwortest gut gelaunt: „Stimmt, das habe ich mit Messer und Gabel getan.“

3. Vom Negativen ins Positive verwandeln
Alles hat zwei Seiten und das ist auch bei Ansichten der Fall. Man sagt ja auch oft: „Das ist Ansichtssache“. Somit besteht die Möglichkeit, eine negative Meinung von der positiven Seite zu beleuchten. Beispiel: Beim Vorstellungsgespräch merkt der Personalchef kritisch an, dass Du mehrmals den Job gewechselt hast. Statt sich nun zu rechtfertigen, wandelst Du das in den Augen des Personalchefs Negative ins Positive um: „Ich wollte genügend Erfahrungen sammeln, die ich nun in dieses Unternehmen einbringen könnte!“

4. Mit Übertreibungen kontern
Wird der Vorwurf mit einer Übertreibung gekontert, ziehst Du das Gesagte Deines Gegenübers ins Lächerliche. Dein Chef hat die Eigenart, dauernd Extraaufgaben auf Deinen Schreibtisch abzuladen. Überstunden gehören schon längst zu Deinem normalen Arbeitsalltag. Jetzt wirst Du Dich wehren. Kommt Dein Boss mit den nächsten Zusatzaufgaben zu Dir und stellt die obligatorische Frage „Könnten Sie dies und jenes noch erledigen?!“, lautet Deine übertriebene Antwort: „Aber natürlich, Herr Z., ich muss nur noch mein Bett aufstellen, damit ich Tag und Nacht zur Stelle sein kann!“.

5. Sachlich abwenden
Manchmal ist es besser, gar nicht auf den Vorwurf zu reagieren. In dem Fall wird lediglich in sachlichem Ton und mit ernster Miene kurz geantwortet. Beispiele für Antworten dieser Art: „Dazu sage ich nun nichts“, „Vielen Dank, ich habe Ihre Ansicht wahrgenommen“. Der Blick bleibt dabei auf die momentane Tätigkeit gerichtet. Damit wird zusätzlich unterstrichen, wie unwichtig die Bemerkung des Kollegen oder Chefs für Dich war.

6. Den Vorwurf falsch verstehen oder Komplimente machen
Auch der mit Absicht falsch verstandene Kommentar macht Dich weniger angreifbar. „Muss ich mich nun wiederholen, damit auch Sie kapieren, worum es geht?!“ Ihre Antwort: „Danke, das ist wirklich nett, dass Sie sich nun einmal deutlich ausdrücken möchten!“ „Haben Sie noch alle Tassen im Schrank!“ Antwort mit einem nachdenklichen Gesicht unterstreichen: „Ja, gerade heute Morgen habe ich noch nachgezählt!“

7. Mit Zitaten kontern
Falls Du gut auswendig lernen kannst, könntest Du Dir ein paar Zitate berühmter Persönlichkeiten aneignen. Dein Gegenüber wird verblüfft sein, mit welchem Wissen Du konterst.

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