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Das Architektenhonorar – Geld verdienen im Bau

Das Architektenhonorar – Geld verdienen im Bau

Wer sich einmal dazu entschieden hat, mit einem Architektenhonorar sein Geld zu verdienen, dem steht ein spannender Beruf bevor. Ehe es soweit ist und man sein erstes Gehalt als Architekt bekommen kann, gilt es aber ein entsprechendes Studium zu bewältigen. Die Berufsbezeichnung Architekt ist geschützt und wird dementsprechend nur an diejenigen Personen verliehen, die eine solche Ausbildung vorweisen können.

Wer als Architektenhonorar sein Geld bekommt, der muss nicht nur Häuser und andere Gebäude nach den Wünschen seiner Kunden entwerfen, sondern dabei auch gesetzliche Bestimmungen und die Regeln der Statik berücksichtigen. Dementsprechend behandelt ein Studium an der Hochschule nicht nur künstlerische Aspekte, sondern auch mathematische. Da man als Architekt dafür verantwortlich ist, dass das entworfene Gebäude auch tragfähig ist, muss man sich auch die entsprechenden Kenntnisse zur Berechnung der Statik aneignen. Eine Neigung zur Mathematik sollte also ebenso vorhanden sein wie Interesse an Kunst, wenn man sich für ein gutes Architektenhonorar interessiert und ein entsprechendes Studium absolvieren möchte.

Die Einstiegshürde ins Studium ist verhältnismäßig hoch. Das liegt zum Einen daran, dass viele junge Menschen wegen des hohen Architektenhonorars den Wunsch haben, dieses Fach zu studieren. Andererseits kommt es hier ausgesprochen stark auf gute Qualität und saubere Planungen an, so dass schlichtweg nicht jeder, der sich für Architektur interessiert, auch in der Lage ist, den Ansprüchen dieses Berufes gerecht zu werden. Wer einen Studienplatz bekommen und sein Studium erfolgreich abgeschlossen hat, dem stehen aber viele Wege zur Auswahl, freiberuflich oder als Angestellter sein Gehalt als Architekt zu verdienen.

In welchen Bereichen lässt sich ein Architektenhonorar verdienen?

Architektur ist kein klar umgrenzter Begriff. Dementsprechend verschieden sind die Bereiche, in denen sich das Architektenhonorar verdienen lässt. Das beginnt schon mit dem Bau von Häusern. Viele Architekten spezialisieren sich auf kleinere Gebäude und verdienen ihr Architektenhonorar am Einfamilienhaus, während andere sich auf Mehrfamilienhäuser, Ferienhäuser, aber auch Garagen, Parkplätze oder Ladenlokale spezialisiert haben. Oft arbeiten Architekten nur in dem von ihnen gewählten Bereich, wer ausgezeichnete Einfamilienhäuser entwirft, der ist deshalb noch lange nicht auch in der Lage, ein Kaufhaus oder ein ganzes Einkaufszentrum zu gestalten. Das liegt zum Einen an den unterschiedlichen Gestaltungskriterien, aber auch an den unterschiedlichen Baumaterialien und den Bauvorschriften, mit denen man sich als Architekt auskennen muss.

Grundsätzlich gilt: Je teurer der Bau ist, umso mehr Architektenhonorar verdient man selbst auch. Tendenziell lässt sich mit der Planung eines Einkaufszentrums oder eines Sportstadions also mehr Gehalt verdienen als mit dem Entwurf eines einfachen Hauses. Allerdings werden große Gebäude auch seltener gebaut, so dass die Auftragslage hier dünner ist als bei kleinen Häusern, die jeden Tag gebaut werden. Alternativ kann man sich auch sein Architektenhonorar im Umbau oder im Denkmalschutz verdienen, ebenso wie das Architektenhonorar bei Sanierung von Gebäuden eine Verdienstmöglichkeit wäre.

Da man schon während des Studiums einen Schwerpunkt setzt, sollte man sich frühzeitig überlegen, in welchem Bereich man sein Geld verdienen möchte. Je nach Ausrichtung lernt man hier nicht nur Spezielles zu Baustilen, sondern auch zu den individuell genutzten Baumaterialien und den entsprechenden Bauvorschriften. Wer später Einfamilienhäuser planen möchte, der wird also auch während seines Studiums nur am Rande mit anderen Bautypen in Berührung kommen.

Was genau muss man tun, um sein Architektenhonorar zu verdienen?

Wie bereits erwähnt ist ein Studium die Grundvoraussetzung, um überhaupt als Architekt arbeiten zu dürfen. Die Aufgaben eines Architekten sind nicht klar festgelegt, so dass es unterschiedliche Aufgaben gibt, für die man Architektenhonorar bekommt. In der Regel besteht die Arbeit daraus, nach den Wünschen des Kunden ein Gebäude zu entwerfen, das ästhetischen, gesetzlichen und baulichen Vorstellungen gerecht wird. Zuerst wird dazu ein Rohentwurf gefertigt und dem Kunden vorgelegt, so dass dieser noch Änderungswünsche nennen kann. Der Rohentwurf, den der Architekt grob vorplant, wird dann von seinen Mitarbeitern sauber gezeichnet. Nachdem alle Kundenwünsche umgesetzt sind, fertigt man eine komplette Detailplanung des Gebäudes an. Sie enthält nicht nur den Grundriss der einzelnen Etagen, sondern auch Seitenansichten, die Position von Fenstern, Steckdosen, Lichtschaltern und ähnlichen Dingen.

In manchen Fällen kommt es auch vor, dass der Kunde die Planung selbst anstellt und der Architekt sein Architektenhonorar nur noch damit verdient, den Entwurf in einen Detailplan umzusetzen und diesen abzusegnen. Da der Architekt die Verantwortung für den Entwurf trägt und bei Baufehlern im Zweifelsfall haften muss, sollten insbesondere die Entwürfe Fremder besonders gut geprüft werden, ehe man sie beim Bauamt einreicht. Da Planungsarbeiten und Zeichnen auf ein Minimum begrenzt werden, lässt sich das Architektenhonorar hier besonders leicht verdienen.

Was verdient man in einem Architektenbüro?

Wie hoch das Architektenhonorar pauschal ist, lässt sich nicht immer genau sagen. Es hängt bei Freiberuflern teilweise vom eigenen Verhandlungsgeschick und den jeweiligen Leistungen ab, während Angestellte in einem Architektenbüro in der Regel ein festes Gehalt bekommen. Die Frage „Wie hoch ist ein Architektenhonorar“ hängt auch von der Größe des jeweiligen Gebäudes ab. In der Regel berechnet sich das Architektenhonorar im Stundensatz. Wie diese Stundensätze sind, ist in der Honorarordnung für Architekten vorzuschrieben. Sie ist auch dann gültig, wenn man ein Architektenhonorar ohne Vertrag vereinbart. So erleichtert es Architekten und Kunden gleichermaßen die Kalkulation der Kosten.

Angestelle Architekten erhalten z.B. im Durchschnitt 2.000 € - 5.000 € Brutto im Monat.

Wie berechnet man das Architektenhonorar?

Das Architektenhonorar berechnet sich aus verschiedenen Bereichen. Der wichtigste ist natürlich, wie umfangreich die Leistungen des Architekten überhaupt waren. Für

  • Grundlagenermittlung,
  • Vorplanung,
  • Entwurfsplanung,
  • Genehmigungsplanung und Ausführungsplanung,
  • aber auch für die Vorbereitung der Vergabe,
  • Ermittlung von Kosten,
  • Bauüberwachung und Objektbetreuung

sind jeweils Stundensätze festgelegt. Die Ausführungsplanung und die Bauüberwachung nehmen dabei den größten Kostenfaktor ein, wobei es je nach Gebäudeart Unterschiede im Stundensatz gibt. Möchte man das Architektenhonorar berechnen, schlägt man also in den entsprechenden Listen den jeweiligen Stundensatz nach und kalkuliert daraus die Kosten.

Auch die Baukosten, die Schwierigkeit des Gebäudes und die individuellen Vereinbarungen spielen bei der Berechnung des Architektenhonorars eine Rolle. Ein Gebäude, bei dem auf Wände so viel wie möglich verzichtet werden soll, ist aus statischen Gründen wesentlich anspruchsvoller als ein normales Haus und wird dementsprechend auch höher berechnet als ein einfaches Einfamilienhaus, das man in leicht abgewandelter Form praktisch jeden Tag plant. Auch ein schwieriger Standort, zum Beispiel am Hang oder am Wasser, kann die Planungen erschweren und damit das Architektenhonorar erhöhen.

Wie hoch ist also das Architektenhonorar?

Da dies wie bereits erklärt von unterschiedlichen Faktoren abhängt, sind die folgenden Zahlen nur Durchschnittswerte. Wer ausschließlich Luxusimmobilien oder Kaufhäuser entwirft, der kann bei guter Auftragslage natürlich viel mehr Geld verdienen als jemand, der nur einfache Häuser plant und gestaltet. In der Regel verdient ein Architekt ein Honorar zwischen 2.200 und 2.800 Euro im Monat. Neben der Auftragslage und dem eigenen Verkaufsgeschick ist das auch von der Region abhängig. Gegenden, in denen Grundbesitz sehr günstig ist, haben ein eher niedriges Gehalt für Architekten, während teure Wohngegenden in der Regel auch mit einem höheren Architektenhonorar einher gehen.

Wann wird das Architektenhonorar fällig?

In der Regel ist das Architektenhonorar dann fällig, wenn die jeweiligen Leistungen erbracht sind. Viele Bauherren einigen sich hier auf Abschläge zu bestimmten Zeitpunkten im Bau. So kann der Architekt nach der Fertigstellung der Planung einen ersten Anteil am Honorar bekommen, nach der Genehmigung seiner Baupläne den nächsten und nach Abschluss des Baus den Rest. Da die Kosten selbst bei einem Einfamilienhaus schnell schon bei 20.000 Euro liegen können, kommt es vor allem dem Bauherren zu Gute, wenn eine solche schrittweise Zahlung vereinbart wird. Auch der Architekt wird so vor einer Pleite des Bauherrn geschützt und erhält wenigstens einen Teil seines Honorars. Gleichzeitig hat der Kunde so die Möglichkeit, Geld einzubehalten wenn eine bestimmte Leistung nicht zufriedenstellend erfüllt wurde.

Wer sein Architektenhonorar einfordern möchte, der muss dazu eine prüffähige Honorarschlussrechnung erstellen. Nebenkosten sind jeweils schon bei Nachweis fällig, so muss der Kunde die Gebühren für die Baugenehmigung also sofort zahlen und nicht erst zum Ende des Baus. Wer möchte, der kann individuelle Modalitäten zur Fälligkeit des Honorars aber auch schriftlich mit dem Kunden vereinbaren.

Gute Aussichten für Architekten – das Architektenhonorar steigt!

Als Architekt hat man den Vorteil, dass sich das Honorar nicht durch Angebot und Nachfrage entscheidet, sondern durch die bereits erwähnte Honorarordnung für Architekten. Diese ist im Juli diesen Jahres neu erstellt worden, was sich vor allem in einem höheren Architektenhonorar wieder spiegelt. Die Honorarordnung wird vom Bundeswirtschaftsministerium erstellt und schließlich durch Bundesrat und Bundestag bestätigt. Sie betrifft nicht nur den klassischen Konstrukteur, sondern ach Ingenieure, Landschaftsarchitekten und Innenarchitekten.

Honorarsätze deutlich erhöht

Um durchschnittlich 17 Prozent gegenüber der letzten Änderung wurden die Honorare für Architekten in der neuen Honorarordnung angehoben. Teilweise wurden auch die Maßeinheiten, also Zeitsätze, Materialaufwand und ähnliches, modernen Arbeitsweisen angepasst, wodurch sich das neue Architektenhonorar nicht eins zu eins mit dem alten vergleichen lässt. Je nach Leistungen, Gebäudeart und Honorarzone gibt es jetzt sogar Sprünge von bis zu 30 Prozent. Lagen die Architektenkosten bei einem Gebäude von 500.000 Euro Wert früher bei etwa 50.000 bis 62.000 Euro, betragen sie heute zwischen 63.000 und 79.000 Euro im Durchschnitt.

Die Erhöhungen sind nicht kritikfrei

Während Interessenverbände der Architekten und Ingenieure die Änderung der Honorarordnung als lange überfällig betrachten, sind Vertreter der Bauherren davon erwartungsgemäß weniger begeistert. Die Steigerung der Honorare führt schließlich zu einer unmittelbaren höheren finanziellen Belastung für die Bauherren. Dies betrifft Privatpersonen ebenso wie Bund und Länder. Erschwerend kommt hinzu, dass neben den Honoraren für den Architekten auch die allgemeinen Baukosten gestiegen sind. Dennoch kann man nicht zuletzt wegen der derzeit günstigen Kredite davon ausgehen, dass die Arbeit für Architekten so bald nicht abreißt.

Aktuelle Gehälter:

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Gehalt Innenarchitekt

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