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Das sind die besten Städte für Ihre Karriere!

Das sind die besten Städte für Ihre Karriere!

Wenn es um die Höhe des Gehalts geht, spielen viele Faktoren eine Rolle. Einer davon ist der Standort des Unternehmens. Ein Ortswechsel bei der Jobsuche kann sich also durchaus lohnen – wobei man natürlich auch die Lebenshaltungskosten berücksichtigen muss, denn vor allem höhere Mieten können eine Gehaltssteigerung durch einen Ortswechsel allzu leicht wieder auffressen.

Wer verdient wo am meisten?

Der Gehaltsatlas 2014 von Compensation-Online, einem Tochterunternehmen von PersonalMarkt, bringt neben einem Überblick über die Gehaltschwankungen in den verschiedenen Regionen Deutschlands eine interessante neue Erkenntnis: Nicht in jeder Berufsgruppe gibt es regionale Unterschiede.

Doch zunächst das wichtigste Ergebnis: Am meisten Geld gibt es in Baden-Württemberg, Hessen und Bayern. Und auch Hamburg und Nordrhein-Westfalen gehören zu den Top-5. Allerdings muss man weiter differenzieren: Fachkräfte ohne akademischen Abschluss verdienen in Baden-Württemberg, Hessen und Bayern am meisten. Die niedrigsten Gehälter erwarten sie in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Bei Akademikern und Führungskräften hingegen beeinflusst der Standort des Unternehmens die Vergütungshöhe kaum.

Kaum regionale Unterschiede bei Gehältern von Führungskräften

Auf der Grundlage von über 400.000 Datensätzen wurde ausgewertet, wo in Deutschland die höchsten Gehälter gezahlt werden und welche regionalen Unterschiede es zwischen Fach- und Führungskräften sowie innerhalb ausgewählter Berufsgruppen gibt. Dabei wird insbesondere eines deutlich: Die Höhe der Vergütung wird zwar generell durch die regionale Lage des Unternehmens beeinflusst, dieser Einfluss nimmt aber mit steigenden Bildungsabschlüssen immer mehr ab. So weichen die Gehälter von Akademikern und Führungskräften in allen Regionen Deutschlands nur wenig vom Gesamtdurchschnitt ab. Die Gehälter für Arbeitnehmer mit Berufsausbildung dagegen schwanken von Region zu Region deutlich.

Akademische Ausbildung bewahrt vor regionalen Schwankungen

Auch innerhalb der Berufsgruppen spiegelt sich ein ähnliches Bild wider: Fachkräfte wie Elektroniker unterliegen größeren regionalen Gehaltsschwankungen als beispielsweise die akademisch geprägte Berufsgruppe der Controller. Das durchschnittliche Jahresgehalt eines Elektronikers beträgt im Postleitzahlengebiet 7 (Schwerpunkt Baden-Württemberg) 38.790 Euro, in den neuen Bundesländern mit Postleitzahlengebiet 0 lediglich 29.223 Euro. Controller erhalten dagegen mit durchschnittlich 54.455 Euro im Postleitzahlengebiet 7 nur knapp zehn Prozent mehr als ihre Kollegen im Postleitzahlengebiet 0.

Im Süden mehr als im Norden, im Westen mehr als im Osten

Insgesamt betrachtet bestätigt sich die Faustformel zu den regionalen Gehaltsschwankungen: „Im Süden mehr Gehalt als im Norden, im Westen mehr als im Osten.“ Der süddeutsche Raum mit den Postleitzahlen-Gebieten 7 (Schwerpunkt Baden-Württemberg) und 8 (Schwerpunkt Bayern) weist mit mehr als zehn Prozent die höchsten Abweichungen nach oben vom Durchschnittsgehalt auf. Die Postleitzahlengebiete der neuen Bundesländer (0 und 1) zählen zu den stark unterdurchschnittlichen Gehaltsregionen. Hier beträgt der Verdienst von Facharbeitern bis zu dreißig Prozent weniger als im gesamtdeutschen Durchschnitt.

Gehaltsunterschiede nach Bundesland

Die Rangliste zeigt, wie hoch die Abweichung von der Durchschnittsvergütung in den jeweiligen Bundesländern für vergleichbare Stellen ist.

  1. Baden-Württemberg (+10,7 Prozent)
  2. Hessen (+10,7 Prozent)
  3. Bayern (+8,5 Prozent)
  4. Hamburg (+5,7 Prozent)
  5. Nordrhein-Westfalen (+5,1 Prozent)
  6. Rheinland-Pfalz (+3,1 Prozent)
  7. Saarland (+0,4 Prozent)
  8. Bremen (-0,2 Prozent)
  9. Schleswig-Holstein (-2,1 Prozent)
  10. Niedersachsen (-2,2 Prozent)
  11. Berlin (-7,1 Prozent)
  12. Thüringen (-18,3 Prozent)
  13. Brandenburg (-19,3 Prozent)
  14. Sachsen (-20,8 Prozent)
  15. Sachsen-Anhalt (-22 Prozent)
  16. Mecklenburg-Vorpommern (-22,9 Prozent)

Übrigens: Am mobilsten bei der Jobsuche sind Berufseinsteiger. Kein Wunder, denn sie finden selten direkt an ihrem Wohnort einen Job, der ihren Vorstellungen voll und ganz entspricht. Wer Karriere machen will, muss auf jeden Fall mobil sein: In großen Konzernen ist es üblich, Führungsnachwuchskräften alle paar Jahre eine neue Position anzubieten, die häufig auch mit einem Ortswechsel verbunden ist. Der Mitarbeiter soll so Gelegenheit erhalten, über den Tellerrand zu schauen, weiteres fachliches Know-how zu sammeln und seine sozialen Kompetenzen unter Beweis zu stellen. Wer Mobilität verweigert, gilt schnell als träge und wenig karriereorientiert. Wer allerdings nur noch Städte- und Job-Hopping betreibt, macht sich ebenfalls verdächtig. Es kommt, wie so oft, auf das richtige Maß an!

von Heike Friedrichsen, PersonalMarkt

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